Teil 4/10
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Das Henker-Syndrom

(Es gibt ein Seminar mit dem gleichen Titel. Das komplette Transkript ist hier hinterlegt.)

Um den Zusammenhang zwischen Spiel, Tonskala, Ethik, den Dynamiken an sich und dem Wesen selbst, herzustellen und verstehen zu können, ist es wichtig einige Mechaniken des Denkens und Handelns eines Wesens zu analysieren und zu verstehen.

Zunächst einmal geht Hubbard davon aus: "Ein Wesen ist im Grunde gut". Es schließt sich einem Spiel mit der Absicht zu helfen an.

Hubbard stellt die Hypothese auf, daß es ein Spiel nie freiwillig verläßt, es sei denn, ein anderer Spieler macht es ihm unmöglich, das Spiel weiterzuspielen. Eine gewagte These, die es zu beweisen gilt.

Nennen wir dieses Wesen wieder Thetan.

Ein Thetan selbst ist unendlich.

Er begrenzt sich für ein Spiel. Er bringt sich quasi in die Form und Größe, um das Spiel spielen zu können. Von der Tonskala her betrachtet, kann man sagen, er begibt sich von der Tonstufe 40 (Potential oder Nicht-Sein) auf die Tonstufe 20 (Aktion oder Sein). Es nimmt eine Identität im Spiel an, indem er die Ethikformel "Nicht-Existenz" anwendet.

Ein Spiel wird zunächst für die Dauer der Unendlichkeit gespielt. Das heißt, es gibt keine Zeitbegrenzung. Kein Spieler würde von anderen akzeptiert, wenn er sagt: "Ich spiele mal für eine halbe Stunde mit", es sei denn, dies ist die Übereinstimmung mit den anderen.

Wenn Sie in eine Firma eintreten, geht die Personalleitung zunächst davon aus, daß Sie bis zu Ihrer Rente in dieser Firma bleiben.

Eine Ehe wird nicht auf Zeit geschlossen. Bei uns heißt es: "Bis der Tod Euch scheide".

Was aber tut ein Thetan, wenn er feststellt, daß er ein Spiel verlassen will?

Nehmen wir das Beispiel einer Ehe.

Geht er einfach zu seinem Partner und sagt: "Du Spazl, ich möchte das Spiel verlassen - ich habe keine Lust mehr"? Oder: "Laß uns die Beziehung beenden. Ich möchte jetzt wieder Statik sein?" Das wäre eine sehr ursächliche Haltung und recht leicht, wenn keine weiteren Verpflichtungen und Übereinstimmungen bestünden.

Im Grunde ist es jedoch nicht so.

Er wird versuchen Gründe zu finden, warum es ihm "der Andere" oder eine andere Quelle als er selbst, unmöglich macht diese Beziehung oder dieses Spiel fortzusetzen.

Er hält an dem ursprünglichen Versprechen fest.

Analysieren Sie die Gründe mit denen sie einen Verstoß gegen ein gegebenes Versprechen rechtfertigen.

Warum kommen Sie zu spät zu einem Termin, den sie vereinbart haben, beziehungsweise, wie rechtfertigen Sie Ihr Zuspätkommen vor Ihren Mitspielern?

In den meisten Fällen sind es doch externe Ursachen, auf die zurückgegriffen wird.
Sei es ein Verkehrsstau.
Das Auto ist nicht angesprungen.
Meine Frau ist krank.

Einfach zu sagen "Ich habe verschlafen" wäre zu einfach und ist auch bei den Mitspielern nicht gut angesehen. Komischerweise akzeptieren die anderen Spieler die ausgefallensten Begründungen, denn sie wissen, wie es bei ihnen selbst ist. Ein Eigenverschulden wird kaum akzeptiert, denn es würde zeigen, daß man sich auf Sie als Spieler nicht hundertprozentig verlassen kann.

Ein qn macht ein Postulat (etwas als gegeben hinsetzen) für ein Spiel: Er wird es ewig spielen. Er selbst wird es ewig spielen.

2. Dynamik: "Wir werden uns immer lieben! Auf Ewig!" Man kann keine 2. Dynamik auf der Basis haben: "Wir sind 2 Wochen miteinander zusammen und keine Sekunde länger!" Ich persönlich kenne niemanden, der es so macht. Andererseits, wenn man es so machen würde, wäre es kein großes Spiel auf der 2. Dynamik, denn jeder würde nur ein kleines Stückchen von sich hineingeben und sagen: "Nun gut, ich habe nur diese zwei Wochen zu verlieren, was ist das schon?! Nichts von mir! Das ist bald zu Ende, ich schaue mich schon mal nach einem Ersatz um!"

Mit allem, was ein qn hat, geht er voll in das Spiel hinein. Er macht sich bekannt, weil er weiß, daß niemand mit ihm spielt, wenn er nicht alles gibt. Das heißt, er macht sich bekannt und sagt: "OK! Ich spiele voll mit, aber..." - es gibt ein zweites Postulat, was offensichtlich jeder macht - "... ich werde nur aufhören, wenn ich nicht mehr spielen kann, da mich irgend jemand rausschmeißt."

Es ist mir unmöglicht worden zu spielen. Die Umstände, die Leute, was auch immer, haben es mir unmöglich gemacht. Aber ich will noch mitspielen.

"Ich wäre ja bei der Firma geblieben, wenn...". "Ich wäre noch immer mit dieser Frau zusammen, wenn nicht... dies oder jenes vorgefallen wäre."

Das ist die einzige Art eines qns, mit der er jemals ein Spiel aufhört. Er sucht sich - wie Hubbard sagt - einen Henker.

Er sagt buchstäblich: "Bring' mich um, ich habe die Nase voll von diesem Spiel!"

Die Grundlagen der scientologischen Philosophie liegen in diesem Phänomen: "Ich spiele voll mit, ich bin dabei, Ihr könnt auf mich zählen. Schaut mal, alle meine Fähigkeiten, ich bin gut!"

Er setzt sich voll im Spiel ein, er sagt aber auch: "Falls ich jemals unter irgendwelchen Umständen aufhöre, ist es nicht wegen mir. Niemals wegen mir! Denn ich spiele ja weiter." Aber irgendwann hat er einmal genug, und er sucht sich einen Henker aus, der es ihm unmöglich macht, das Spiel weiter zu spielen. Und er ist damit in Übereinstimmung, denn was passiert? Er hört auf zu spielen. Es gibt niemanden der einen anderen von einem Spiel abhalten kann. Außer er sagt: "Jawohl, ich hätte ja alles getan, ich habe mich aufgeopfert, ich habe Nächte lang nicht geschlafen, ich habe mich voll für dieses Spiel eingesetzt, aber wegen dieser Person, oder wegen dieser Handlung, oder wegen dieser Tatsache, ist es mir unmöglich gemacht worden zu weiter zu spielen!"

Dies ist die Mechanik, die Berechnung eines Thetans hinter allen Dingen, die ihm "passieren".

Würde man Unfälle auf diese Hypothese hin untersuchen, und hätte dazu noch einen ehrlichen Zugang zu der Person, die diesen Unfall gehabt hat, könnte man feststellen, daß es irgendwo eine Berechnung gab, diesen Unfall zuzulassen oder sogar herbeizusehnen.

Im Auditing stößt man immer wieder auf derartige Berechnungen. Die Erkenntnis dieser Berechnungen resultiert meist in schallendem Gelächter.

Es dreht sich alles um die "Verträge" der acht Dynamiken: "Ich spiele das Spiel auf diesen Dynamiken. Der Vertrag ist unendlich."

Warum ist er unendlich? Weil ein qn unendlich ist.

In dieser Mechanik des Denkens findet man die Begründung dafür, warum eine Person die Ethikzustände hinunter geht, warum sich eine Person in Spielen wiederfindet, die sie eigentlich nicht will, warum sie letztlich in einem Bewußtsein von "einem Leben" gefangen ist.

Hier setzt die Technologie von Scientology ein um einen Spieler zu rehabilitieren und ihn aus Spielen zu befreien, die er nicht will oder in denen er feststeckt.

Es ist wichtig für einen Thetan zu realisieren, daß er das Recht auf seine eigene geistige Gesundheit hat und das Recht ein Spiel zu verlassen. Wenn er dies wüßte, brauchte er diese Berechnungen und Mechaniken des Denkens nicht mehr.

Warum all dieses augenscheinliche Leid? Warum gibt es Täter und Opfer? Sucht sich der Täter sein Opfer oder sucht sich das Opfer seinen Täter?

Buddha hat zu seinen Lebzeiten von den Ursachen des Leids gesprochen. Er hat diese in den vier edlen Wahrheiten niedergelegt [44]

 
Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll. Dies ist zu durchschauen.
Ursachen des Leidens sind Gier, Haß und Verblendung. Sie sind zu überwinden.
Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden. Dies ist zu verwirklichen.

Zum Erlöschen des Leidens führt ein Weg, der Edle Achtfache Pfad. Er ist zu begehen.

Die acht Teile dieses Pfades sind:

 

  1. Rechte Ansicht
  2. Rechtes Denken
  3. Rechte Rede
  4. Rechte Handlungsziele
  5. Rechter Lebensunterhalt
  6. Rechte Anstrengung
  7. Rechte Vergegenwärtigung und
  8. Rechte Sammlung

Eine Prophezeiung des Buddha besagt, daß 2.500 Jahre nach ihm der Maitreya sein Werk vollenden würde:

 
Er käme im Westen zur Welt.
Er kommt zu einer Zeit wenn die Religiösität der Menschen zu schwinden beginnt, wenn die Welt gefährdet ist und sich in Aufruhr befindet.
Es wird goldene oder rote Haare haben.
Er wird das Werk von Gautama Buddha beenden und ein neues, goldenes Zeitalter für die Menschen herbeiführen indem er allen Menschen das Erreichen von geistiger Freiheit ermöglicht.

Viele (seiner Anhänger) sehen in Hubbard diesen Maitreya.

 

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Schach der Erde - Letzte Änderung: 26. Juni 2007 - www.freezone.de