Teil 4/7
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Holographischer Aspekt des Universums

Im Laufe der Jahre wurden in der Wissenschaft viele Theorien aufgestellt, um alle Phänomene, die in der Physik beobachtet werden einzubeziehen, einschließlich diverser Aspekte des Verstandes und der Wahrnehmung von Realität.

Nur eine Theorie war in der Lage eine Erklärung für all die verschiedenen Gebiete zu geben. Es wurde die Hypothese aufgestellt, daß "das Universum, einschließlich des Bewußtseins, in seiner Natur holographisch ist" [25].

Ein Hologramm ist die Projektion eines dreidimensionale Bildes. Dieses Phänomen wird erzeugt, wenn ein einzelner Laserstrahl in zwei separate Strahlen aufgeteilt wird. Der erste Strahl wird von dem zu fotografierenden Objekt reflektiert. Dem zweiten Strahl erlaubt man mit dem reflektierten Strahl zu kollidieren. Das daraus resultierende Muster wird auf einen Film aufgenommen. Das Bild eines holographischen Films ist kodiert und hat für das bloße Auge keinerlei Ähnlichkeit mit dem aufgenommenen Gegenstand. Es besteht aus unregelmäßigen Wellenlinien, die als Interferenzmuster bezeichnet werden. Die anschließende Projektion sieht wie ein Abdruck des Originals aus und ist dreidimensional. Man kann es von allen Seiten und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Die wesentlichen Kernaussagen des holographischen Modells sind:

Die Teilinformation eines holographischen Bildes beinhaltet die Gesamtinformation. Eine Einzelinformation ist deshalb örtlich nicht lokalisierbar.

Würde man die holographische Platte in kleinere Stücke teilen, so würde ein kleines Stück dieser Platte immer noch die Informationen des gesamten Apfels beinhalten. Zerreißt man dagegen ein Foto, so können wir aus dem kleinsten Schnipsel nicht mehr das ursprüngliche Bild erkennen.

Dieses Universum ist ein Muster aus Wellen, bzw. Interferenzmustern. Es manifestiert sich erst dann zur wahrgenommenen Realität, wenn wir es betrachten.

Ein Interferenzmuster ist ein Muster, welches aus überlagerten Wellen besteht. Wirft man beispielsweise einen Stein ins Wasser, so sieht man die Wellenbewegung, die konzentrisch von diesem Kreis ausgeht. Wirft man zwei oder mehrere Steine ins Wasser, so sieht man, wie sich die Wellen schneiden. Da, wo sie sich schneiden bzw. überlagern, entsteht die Interferenz.

Zwei namhafte Wissenschaftler, David Bohm, ein Schützling Einsteins und Carl Pribram, ein Neurophysiologe an der Stanford Universität haben unabhängig voneinander, diese holographische Schlußfolgerung gezogen.

Das erstaunliche an diesem Modell ist, daß es Erscheinungen erklärt, die üblicherweise außerhalb des wissenschaftlichen Verständnisses liegen: Telepathie, Hellsehen, außersinnliche Wahrnehmung, Psychokinese und so weiter.

Experimente bestätigen diese These: Pribram führte 1946 ein Experiment für den Physiologen Carl Lashley am Yerkes Institute of Primate Biology durch. Er trainierte Ratten, verschiedene komplizierte Aufgaben durchzuführen. Eine davon war es, den Weg durch ein künstliches Labyrinth zu finden. Daraufhin wurden Teile ihres Gehirns beseitigt, in denen die Aufzeichnungen vermutet wurden. Wieviel Gehirn Pribram jedoch entfernte, die Ratten behielten ihre Fähigkeit, den Weg durch das Labyrinth zu finden.

Dies zeigte, daß das Gedächtnis nicht lokalisiert, sondern als ein Ganzes - die Wissenschaft sagt "im Gehirn" - verteilt ist. Mittlerweile ist man jedoch der Ansicht, daß der Verstand nicht im Gehirn lokalisiert, sondern in einer Art Energieband eingebettet ist, welches Körper und Gehirn durchdringt. [26]

Eine weitere Annahme im holographischen Modell eröffnet die Möglichkeit, daß selbst "objektive Realität", die Welt der Objekte um uns, nicht in der Art existiert wie wir es glauben. Es scheint als wäre die Außenwelt die große Resonanz einer Symphonie von Wellenformen, die eine Frequenzdomäne umfaßt, welche erst nach der Wahrnehmung in das transformiert wird, was wir sehen.

Eine Arbeit von Bohm am Pennsylvania State College zeigt, daß, wenn Materie weit genug heruntergebrochen wird, die "Stücke" nicht mehr die Charaktereigenschaften haben, die normalerweise von "Objekten" erwartet werden. Ein Elektron, selbst wenn es sich manchmal wie ein kleiner, kompakter Partikel verhält, besitzt keine Dimension. Es verhält sich manchmal als Partikel und manchmal als eine Welle - eine Fähigkeit, die allen subatomaren Partikeln eigen ist. Erst bei der Betrachtung stellen sie sich als Partikel dar.

Physiker glauben, daß dieser subatomare Bereich als Kategorie eines "Etwas" betrachtet werden soll, welches gleichermaßen Partikel und Welle ist. Diese Etwas nannten sie Quanten.

Holographischer FilmKodierung auf einem holographischen Film

Für das Auge ist nicht erkennbar, was auf diesem Film festgehalten ist.

Die Idee der "Ganzheit", als die Summe der Reaktionen ihrer einzelnen Teile, gewann zunehmend an Bedeutung. Das Verhalten der Teile wird durch das Ganze organisiert. Ein Aspekt der Quantenphysik umfaßt das Konzept der "Non Locality" (nicht Örtlichkeit). Auf der Stufe unserer täglichen Beobachtungen scheinen alle Dinge an bestimmten Plätzen lokalisiert zu sein. In der Quantenphysik hört diese Örtlichkeit auf zu existieren. Alle Punkte im Raum sind gleich allen anderen Punkte im Raum.

In der klassischen Wissenschaft unterteilt man in geordnete und ungeordnete Zustände. Als man tiefer in diese Materie einstieg, fand man, daß die Ordnungshierarchie endlos scheint und daß es so etwas wie Unordnung nicht gibt.

Was wir an der Spitze als Realität wahrnehmen ist in Wirklichkeit eine Art Illusion. Darunter liegt eine tiefere Existenzordnung, die allen Objekten und den Erscheinungen objektiver Realität das Leben schenkt, vergleichbar mit einem Teil eines holographischen Films, der ein Hologramm produziert. Es gibt überwältigende Beweise, daß diese tiefere Existenzordnung das Bewußtsein als Quelle hat.

Physiker bezeichnen die tiefere Realitätsstufe als implizite (umfassende oder einschließende) und die wahrnehmbare Stufe der Existenz als explizite (entfaltende oder sich entwickelnde) Ordnung. Die Manifestationen aller Formen in diesem Universum werden zunehmend als Stadien des Einschließens und des Entfaltens zwischen diesen beiden Ordnungen gesehen. Wenn ein Partikel beispielsweise zerstört wird, ist er nicht verloren, sondern er wurde von der tieferen Ordnung umfaßt, aus der er ursprünglich kam. Es wird daher bedeutungslos, dieses Universum als eine Zusammensetzung verschiedener Teile zu betrachten.

Alles in diesem Universum wird Teil eines Kontinuums.

Es gibt Beweise, daß Bewußtsein und Materie subtile Ausprägungen voneinander sind. Bewußtsein ist in den verschiedenen Varianten der impliziten und expliziten Ordnung gegenwärtig.

Wegen der Verbindung zwischen Bewußtsein und Materie, und wegen der holographischen Natur dieser beiden, enthält jedes Teil in diesem Universum das Ganze. Selbst Vergangenheit und Zukunft sind in jedem Punkt dieses Universums eingeschlossen. Jede Zelle im Körper entfaltet das Universum.

Es besteht darüber hinaus die Annahme, daß der physische Körper des Menschen nur eine Verdichtungsstufe innerhalb des menschlichen Energiefeldes ist, zusammengewachsen aus den Unterbrechungsmustern dieses Energiefeldes. Das würde die enorme Heilkraft und die außergewöhnliche Kontrolle erklären, die der Verstand bezogen auf den Körper hat. Eine Krankheit kann im Energiefeld des Körpers entstehen, bevor sie sich im physischen Körper manifestiert, was bedeuten würde, daß die Triebkraft für Krankheit aus nichtphysischen Bereichen käme.

Der Verstand kann selbst die genetische Struktur beeinflussen. Der Körper antwortet auf das, was der Verstand als Realität definiert.

Ein weiterer Aspekt der holographischen These ist das sogenannte morphologische Feld [27].

Man geht davon aus, das dies ein nicht-materielles, überräumliches Feld ist. Es enthält das Potential von Organisationsmustern, wie sie allen lebenden und nicht lebenden Formen eigen ist. Morphologische Felder enthalten ein kumulatives Gedächtnis mit Auswirkungen auf Organisation, Aktivitäten und Charakteristiken der daraus generierten Formen. Jede Spezies und Form hat ihr eigenes morphologisches Feld. Felder verwandter Arten sind ähnlich. Wissen oder Erfahrung, welche von einzelnen Mitgliedern einer Spezies erlangt wird, kann sich durch dieses Feld auf alle Mitglieder dieser Art niederschlagen. Sheldrake nennt dies "morphische Resonanz".

Verschiedene Ereignisse lassen auf ein Feld dieser Art schließen:

In der Landwirtschaft wurden metallene Gitteranordnungen dazu benutzt Tiere davon abzuhalten die Straße zu überqueren. Die Tiere nahmen das Loch unter diesem Gitter als unendlich tief wahr. Eines Tages überquerte eine bestimmte gehend interpretiert, die Absichten des Gegners zu beseitig gelangen. Innerhalb von Tagen begannen Schafe überall im Land das gleiche zu tun.

Ein Vogel, die Blaumeise, wurde in einer isolierten aber weitgehend abgeschiedenen Gegend beobachtet, wie er die Folienabdeckung von Milchflaschen entfernte um an die Milch zu kommen. Bald darauf wurde dieses Verhaltensmuster bei dieser Vogelart überall in England beobachtet.

Folgerungen aus dem holographischen Konzept

Der fehlende Baustein, besser gesagt, das fehlende Bindeglied scheint eine konkrete Definition des Bewußtseins zu sein. Wer oder was ist sich bewußt? Wer oder was hat dieses Universum kreiert und trägt zu seiner Kreation bei? Das sind Erklärungen, die wir im hubbardschen Modell finden. Es ist deshalb nicht abwegig zu glauben und auch zu hoffen, daß diese beiden Denkmodelle sich eines Tages begegnen und gegenseitig befruchten.

Hubbard bezeichnet die Naturgesetze als die "zusammengesetzten Übereinstimmungen aller Wesen in diesem Universum". Er selbst sagte - frei zitiert: "In der scientologischen Philosophie studieren wir die Anatomie, die Konstruktion, Erhaltung, Zerstörung von Universen verschiedener Art und Dimensionen, sowie die grundlegende Struktur und Erfahrung, genannt MEST-Universum" [28].

Dieses "MEST-Universum" ist laut Hubbard, "der unvermeidliche Durchschnitt von Übereinstimmung und Illusion" [29].

 

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Schach der Erde - Letzte Änderung: 02. Dezember 2007 - www.freezone.de