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Die Entstehung der Sea-OrgEnde 1966, auf dem Höhepunkt der Angriffe, verkaufte Hubbard seine Namensrechte für 100.000 Pfund Sterling an "... die scientologische Bewegung" (8, S.157) und ging nach Afrika um dort die Scientology-Stufe, OT III, auch Feuerwand genannt, zu erforschen (11). Hubbard bespricht ein Tonband, welches später als Ron's Journal 67 herauskommt:
Im August 1967 formierte Hubbard die Sea Org (See-Organisation), um die, aus seiner neuen Entdeckung resultierende Technologie, auf dem Meer, in sicherer Umgebung, abgetrennt vom Trubel der Großstädte und den Angriffen gegen Scientology, praktizieren zu können. Zu der Zeit war er der Ansicht, daß dieser Abschnitt nur in einer speziellen Umgebung, mit medizinischer Betreuung durchgeführt werden konnte. (11) Im Laufe des Jahres wurden drei Schiffe gekauft. Das Flaggschiff war eine ausgediente Kanalfähre mit dem Namen Royal Scotsman, später umbenannt in Apollo. Die anderen beiden, die Diana und die Athena, waren kleiner und wurden für spezielle Aufgaben benutzt. (2, S. 27) Geheimkrieg gegen ein SchiffEnde der sechziger Jahre nahm der Geheimkrieg der U.S.-Geheimdienste gegen die Scientology Kirche internationale Ausmaße an. Ziel war die Apollo. In diesen Geheimdienstaktionen verwickelt waren:
Ein CIA-Memorandum berichtet, daß es keine Anzeichen dafür gab, daß die Aktivitäten des Schiffes ein Sicherheitsrisiko darstelle. Andere Geheimdienste fanden ebenfalls nichts, worüber etwas auszusetzen wäre (10, S. 75). Der DEA war bekannt, daß die Scientologen nicht im Gebrauch von oder im Handel mit Drogen verwickelt waren, denn sie hatte, wie sich später herausstellte, einen Agenten an Bord der Apollo, der über alle Aktivitäten auf dem Schiff berichtete (10, S. 81). Im März 1969 ordnete die griechische Regierung an, daß die Scientologen Griechenland zu verlassen hätten. Die New York Times schrieb darüber:
Hintergrund dieser Geschichte: Das Sea-Org-Schiff Apollo lag vor Anker im Hafen von Korfu, einer griechischen Insel im Ionischen Meer. Hubbard und etwa 200 seiner Mitarbeiter und Studenten lebten dort auf dem Schiff. Die einheimische Bevölkerung zeigte sich freundlich. Nach fünf oder sechs Monaten an ihrer Zufluchtsstätte in Griechenland wurden die Scientologen gewahr, daß ihre Feinde erneut, hinter den Kulissen, Verdächtigungen gegen die Scientology in die Köpfe der örtlichen Amtsträger setzten sowie falsche Gerüchte unter der Bevölkerung verbreiteten. Die Hauptquelle dieser Schwierigkeiten war der britische Honorar-Vizekonsul Major John Forte. Der griechischen Botschaft in London ließ man Vervielfältigungen des Parlamentsprotokolls zukommen, die vollständige Debatte vom 6.3.67 über die Scientology, sowie der Grundsatzerklärung des Gesundheitsministers vom 25.7.68, als er den Bann der ausländischen Botschaft verkündete. Das amerikanische Außenministerium schaltete sich ein, mit eine Anfrage an die griechischen Behörden zwecks Auskunft über eine 31-jährige Frau aus Las Vegas, deren Eltern behaupteten, sie sei von den Scientologen gekidnapped worden. Die Frau war an Bord der Apollo gewesen, hatte das Schiff aber einige Zeit vorher verlassen. Später tauchte sie in Athen auf und war sehr überrascht, daß alle Welt nach ihr gesucht hatte. Wenig später, nachdem die von den griechischen Behörden selbst durchgeführte Untersuchung die Wahrheit über die Scientology ans Licht brachte, entschuldigte sich der griechische Innenminister Stylianos Pattakos für den Zwischenfall und lud Hubbard ein, nach Griechenland zurückzukehren. (1, S. 195/196) Die Scientologen der Sea Org behaupten, daß britische Agenten Verdächtigungen über sie bei ausländischen Regierungen vorbrachten. Einer ihrer Mitglieder habe Einblick in die Akten des spanischen Marineministeriums genommen und soll Berichte vom britischen Innen- und Außenminister vorgefunden haben. In diesen Berichten wurde angedeutet, daß das Bordpersonal der Scientology Schmuggler seien, die von Interpol überprüft würden. In Casablanca erschien ein Mann, der sich als Korrespondent des Manchester Guardian ausgab, im Konsulat von Panama und erklärte, er sammele Auskünfte für eine Story über die Scientologen. (Die Apollo fuhr unter panamesischer Flagge.) Dieser "Reporter" soll dem panamesischen Konsul, wie auch der lokalen Zeitung, die Informationen gegeben haben, die Scientologen seien Drogenhändler, die von Interpol wegen Haschischschmuggel nach Frankreich und Südamerika gesucht würden. (1, S. 198) Im September lag die Apollo im Trockendock vor Casablanca. Anhand von Dokumenten ist ersichtlich, daß die dortige U.S. Botschaft Falschmeldungen über Scientology und das Schiff verbreitete. Kopien eines Berichtes mit verleumderischen Aussagen wurden nach Rabat, Tanger, Hamburg, London und Panama geschickt. Nach Aussagen des amerikanischen Vizekonsuls war das Schiff in Prostitution, Drogenhandel, Spionage oder Gegenspionage verwickelt. Es wurde weiterhin spekuliert, daß die Apollo Teil eines Pornographienetzes sei, mit Verbindungen nach Dänemark und Los Angeles. (10, S. 79/80) Im Dezember 1969 erläßt die spanische Regierung eine Anweisung, welche die Aufenthaltsgenehmigung der Schiffe in jedem spanischen Hafen auf acht Tage begrenzt. Ein Beamter des spanischen Ministeriums eröffnete zwei Mitgliedern der Schiffsbesatzung, daß nun eine offizielle Akte über das Schiff existiert. Er könne den Inhalt nicht preisgeben, läßt aber durchblicken, daß der Inhalt sehr ungünstig für die Scientologen ausfalle. (10, S. 80) Der langjährige Mitarbeiter Hubbard's, William B. Robertson, Kapitän der Apollo, sagte dazu:
Man fand später heraus, daß die immerwährenden Schwierigkeiten auf Falschinformationen basierten, die aus Washington D.C. zu Botschaften und Konsulaten in den verschiedenen Häfen gelangte und von dort aus zu den Regierungen verbreitet wurden.
Ein Memorandum des U.S. State Department vom April 1972 an die U.S. Botschaft in Spanien, Madrid, wartete mit verschiedensten Gerüchten über die Apollo auf, einschließlich der Spekulation über möglichen Drogenmißbrauch an Bord des Schiffes. (10, S. 80) Es wurde beispielsweise eine Sendung Schokolade von der Kirche per Luftfracht verschickt und durch die Drogenabteilung der spanischen Geheimpolizei untersucht. Zunächst wurde behauptet, man habe Anzeichen für LSD entdeckt. Sechs Amerikaner und zwei Engländer wurden festgenommen und in der Gegenwart eines Agenten der U.S. Drug Enforcement Agency verhört ("durch die Mangel gedreht"). Sie wurden bedroht und beschuldigt, mit Drogen zu handeln. Nach einigen Tagen stellte sich heraus, daß kein LSD gefunden wurde und man ließ die Leute frei. (10, S. 80/81) Aussage von Kapitän Bill Robertson:
1972 Dezember: Die Polizei von Tanger fordert die Apollo auf, die marokkanischen Gewässer zu verlassen (10, S. 80). Hubbard und Begleitung müssen Marokko innerhalb 24 Stunden verlassen. (12)
1974 Mai/Aug.: Als die Apollo im spanischen Hafen Cadiz vor Anker lag, wurde es offensichtlich, daß es eine Ablehnung gegen das Schiff in behördlichen Kreisen gab. Besatzungsmitglieder des Schiffes versuchten die Ursache zu ergründen und bekamen letztlich die Erklärung, daß der U.S. Konsul in Cadiz hatte durchsickern lassen, das Schiff hätte Verbindungen zum CIA. Danach kam es auch in anderen Häfen Spaniens zu behördlicher Feindseligkeit mit dem Verbot bestimmte Häfen anzulaufen. Die Gerüchte, daß die Apollo ein CIA-Schiff sei, verbreiteten sich an der Mittelmeerküste wie ein Lauffeuer. Im portugiesischen Hafen Setubal wurde die Bevölkerung, die sonst die Apollo freundlich willkommen hieß, feindselig und bedrohte das Schiff, so daß der Hafen gezwungenermaßen verlassen werden mußte. (10, S. 82) Auf der Suche nach einer sicheren Landbasis für Scientology wurden vielversprechende Verbindungen mit Portugal geknüpft. Ein Telex-Büro wurde in Lissabon eingerichtet und die Schiffe befanden sich in der Gegend von Madeira. Die Hoffnungen zerschlugen sich, als im Oktober das Flaggschiff von einer wütenden Menge in Funchal, der Hauptstadt von Madeira, gestürmt wurde. Die Menge glaubte, das Schiff und die Kirche seien eine geheime Operation des CIA. Bald danach wurde das Telex-Büro in Lissabon durch portugiesische Regierungsbeamte gestürmt. (2, S. 36) Robertson:
Am 10.10.1974 verlassen die Schiffe Europa in Richtung Charleston, USA. (13) 30.10.1974: Durch einen Regierungsinformaten an Bord der Apollo wurde der Bestimmungsort Charleston und das Ankunftsdatum des Schiffes bekannt. Das U.S. Department of Justice machte Beamte verschiedener Behörden darauf aufmerksam, um das Schiff zu "begrüßen". Dazu gehörten Agenten des Immigration Office, der Drug Enforcement Agency, U.S. Customs Service, Coast Guard, sowie Marshals. Die Besatzung der Apollo bekam jedoch Wind von der Sache und kehrte ein paar Meilen vor der Küste wieder um. (10, S. 83/84) Artikel im News Courier, Charleston:
Captain Robertson:
1975 Okt.: Die Schiffe lagen in den Bahamas und die Besatzung ging zu verschiedenen Orten in den USA. Die Rückkehr war unauffällig und von dieser Zeit ab wurden Geheimhaltung und Sicherheit zu oberster Priorität. Es wurde entschieden, eine Basis in Clearwater, Florida zu errichten. Es sollte das Hauptzentrum für Managementtraining für Scientology weltweit werden. Es wurde bekannt als Flag, nach dem Namen des Flaggschiffes Apollo.
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