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Der Henker - Teil 2

Dynamiken

Wie steht es mit den 8 Dynamiken?

Jetzt zeichnen wir die 8 Dynamiken hier neben die Tonskala. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8. Wenn im Spiel nun etwas passiert, wie bereits gesagt, daß er zu wenig Effekt von seiner eigenen Ursache spürt... was macht er? Er verkürzt den Raum, bis er Effekt ist. Aber Effekt zu sein ist ja eine Nicht-Spiel-Kondition. Du bist Effekt. Das Anstreben von Effekt und das Spüren von Effekt ist ja eine Spiel-Kondition, aber Effekt bleiben ist eine Nicht-Spiel-Kondition. Denn ich entferne mich ja erstaunlicherweise von der Position, in der ich überhaupt Ursache sein kann.

Das heißt, um Ursache zu sein, muß ich eine Position haben, in der ich Dinge verursache, und in dem Maß bin ich nicht Effekt.

Um ein Effekt zu sein, muß ich mich von der Position der Ursache entfernen, um einen Effekt empfangen zu können. Ich verursache in dieser Ecke des Raums einen Effekt, dann gehe ich zum Ort des Effekts. Ich werfe einen Ball hinüber, dann gehe ich hin und hebe ihn auf. Ich muß immer dorthin gehen, wo ich den Effekt erzeugt habe, sonst spüre ich ihn ja nicht. Jeder muß also irgendwie damit in Kontakt treten.

Wenn ich jetzt sehr viel Raum habe, einen großen Raum habe, muß ich mich nicht sehr viel bewegen, denn ich bin ja als solches das, was ich kontrolliere. Trotzdem bewege ich mich, weil meine Effekte überall sind. Ich gehe überall dorthin, wo meine Effekte sind, und kann sie spüren. Erstaunlicherweise, wenn ich jetzt zuviel Effekt bin, müßte ich ja, um meine Ursache zu spüren, auch irgendwohin gehen. Aber gerade das tue ich nicht, denn ich bin zuviel Effekt. Ich kann mich nicht mehr wegbewegen, ich kann die Position der Ursache nicht mehr einnehmen, die außerhalb der Effekt-Position wäre. OK, das ist sehr theoretisch, oder nicht?

*Ja.*

Gut, machen wir ein Beispiel.

*Das ist so eine Art exterior sein, oder?*

Ja, um einen Wagen anzuschieben, muß ich aussteigen. Ich kann als Fahrer im Wagen sitzen und an irgendeinen Ort kommen. Ist der Wagen hingegen kaputt, und ich bleibe sitzen, komme ich ja nirgends hin. Ich muß aussteigen, um ihn anzuschieben. Will ich den Wagen starten, muß ich ihn bergab rollen lassen und den 2. Gang einlegen. Ist niemand da, der mir hilft, schiebe ich den Wagen selbst an und bin so Ursache. Sobald der Wagen den Berg hinunterrollt - was mache ich? Ich springe schnell rein und erlebe den Effekt meiner Ursache und versuche ihn zu starten.

Es ist ein Positionswechsel.

*Das Postulat ist ein Zurückkehren zur Ursache.*

Ja, zur Ursache. Das heißt, Du gehst genau zu dem Punkt, wo Du es verursacht hast.

Das Spiel ist zwar schon so, daß mir dies und das passiert ist, weil andere Leute mir das und jenes angetan haben, aber mittlerweile sind wir durch all diese Seminare viel erwachsener geworden, um sowas einfach zu akzeptieren. wir wissen, daß wir praktisch unendlich Ursache waren. Das heißt, ich bewege mich genau dahin, wo ich Ursache war. Was passiert dadurch? Spüre ich den Effekt noch? Nein, der Kopfschmerz geht weg.

Ich muß von der Ursache weg sein, damit es mir vom Engramm her im Kopf weh tut. Ich muß da sein, wo der Hammer meinen Kopf getroffen hat und nicht dort, wo der Hammerschlag verursacht wurde. Könnt Ihr das sehen?

Was passiert im Auditing?

Ich gehe wieder zur Ursache zurück und damit weg vom Effekt. Denn der Grund für Aberrationen liegt nicht unbedingt darin, daß ich von Ursache zu Effekt gegangen bin. Das ist ja fein, das kann ich machen. Ich verursache, gehe hin und spüre den Effekt.

Das erste Ziel eines Wesens ist es, einen Effekt zu kreieren.

Das zweite Ziel ist dann, den Effekt zu spüren.

Daraus ergibt sich kein Problem, außer ich spüre und spüre und spüre den Effekt, anstatt wieder Ursache zu sein. Und alles, was Auditing macht, ist, es greift genau diesen Punkt auf: ..."Eh! Moment mal! Er blieb auf dem Effekt, er blieb auf dem Punkt von Effekt."

Warum ist das so?

Warum macht ein qn das liebend gerne?

Warum hat er nichts lieber als Engramme?

Denn warum sollte er sie sonst so lange Zeit mit sich herumschleppen? Er muß sie ja lieber als einen Körper haben, denn einen Körper hat er aufgegeben. Er muß sie lieber haben als eine Identität, denn die hat er aufgegeben. Er muß sie lieber haben als eine 2. Dynamik, denn die hat er aufgegeben. Oder wie einen Freund, den hat er aufgegeben. Eine Mutter, irgendetwas, was er vor 10 Millionen Jahre hatte, hat er nicht so lieb gehabt wie das Engramm des Unfalls, oder? Sonst wäre das Auto da, und das Engramm hinge im Baum. Dann käme er zum Auditor und würde sagen: "Ich möchte mich von allen meinen Autos klären. Engramme habe ich nicht. Irgendwie lief bei mir was schief, ich nahm immer die Autos mit, die Engramme ließ ich dort."

Schauen wir uns mal genau an, was er ursächlich tut.

Er nimmt das Zeug also mit. Das heißt, er geht hin, um den Effekt zu spüren und bleibt dann beim Effekt.

Das ist es, was die untere Tonskala kennzeichnet. Je tiefer Du bist, desto bleibender ist der Effekt auf Dich. Bis Du bei 0,0 MEST bist und bleibst. MEST bleibt, stimmt's? Das ist ja die Illusion, MEST hat Dauer. Das Engramm hat Dauer, es ist immer und ewig da. Den Planeten, auf dem das Engramm passiert ist, gibt es schon lange nicht mehr, aber das Engramm ist noch da - es hat Dauer. Das heißt, ich muß hier unten sein, um so vollends den Effekt meiner Ursache zu spüren. Ich war vielleicht mal ganz kurz ursächlich, den Effekt spüre ich ewig. Könnt Ihr das sehen? Ich stelle diese Sachen jetzt einfach mal in den Raum, danach werden wir sie noch mehr erklären. Kommt Ihr soweit mit?

*Mir wird es sehr klar, daß das ganze Universum zur Bank wird. Wenn Du Deinen eigenen Effekt hast, ist ja klar, daß es das ist, wo Du hin gehst.*

Genau, die Bank eines OTs ist das physikalische Universum, genau das.

Das ist interessant. Aber bei 20,0 als voller OT, kannst Du sehr gut damit umgehen, dann ist es als solches keine Bank mehr im klassischen Sinn. Ich verkürze also die Distanz zu meinem Effekt immer mehr, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, ihn zu spüren.

Wenn Du weißt, wie eine Sache ist, per Knowingness, per Telepathie von mir aus, dann mußt Du ja nicht hingehen, oder? Um sie zu erfahren, mußt Du hingehen. Das heißt, irgendwo muß es ein Postulat geben, daß Erfahrung für einen qn irrsinnig wichtig ist.

Wir werden das heute nachmittag wirklich noch auseinander nehmen, was Erfahrung tatsächlich ist, und wieso wir alle überhaupt darauf kamen. Ist das soweit klar, bevor ich mich auf die Dynamiken stürze?

Das bedeutet, je weiter ich natürlich hier herunter gehe, desto weniger Effekt kann ich haben, denn ich denke, es ist zu viel Effekt da. Ich gehe runter auf 1,1 oder 1,5 oder Gram und bin unheimlich Wirkung. Das heißt, ich bin dem Effekt, den ich erzeugt habe, aber auch dem generellen, von anderen erzeugten Effekt, so nahe gekommen, daß ich total Wirkung bin, total Wirkung von allem, was passiert.

Ich bin auf Gram, in Japan fällt eine Schaufel um, und ich bin noch trauriger. Alles trifft mich. Natürlich ist es traurig, natürlich muß es regnen, und ich höre Brahms und trinke Tee. Es ist Winter, November, ich mache mir Gedanken über den Sinn des Lebens und schreibe Gedichte, die mit den Worten "Das Ende" oder so anfangen. In dieser Geistesverfassung bin ich ziemlich Wirkung. Egal was passiert, es paßt da rein. was weiß ich, die Frau hat mich verlassen, das Auto ist gestohlen worden, die Möbel sind vom Gerichtsdiener abgeholt und verpfändet worden. Selbstverständlich paßt dazu, daß ich auch noch meine Arbeitsstelle verliere. Ich meine, man macht doch nichts Unvollständiges, wenn man schon Wirkung ist... noch eine kleine Krankheit dazu, man muß schließlich auf allen Dynamiken leiden...

Die 1. Dynamik... man kann doch nicht sagen, mir geht's so schlecht, aber körperlich geht's mir ganz gut. Nein, ich habe Kopfschmerzen, bin ganz traurig, habe Schnupfen, einen Verlust und liege mit Fieber im Bett. Das heißt, man ist da unheimlich Wirkung. Je näher man 0,0 kommt, desto stärker ist man Wirkung, und desto weiter ist man davon entfernt, und desto schwieriger - da kommt die Anstrengung ins Spiel - und anstrengender ist es, Ursache zu sein. Bei 20,0 ist es überhaupt nicht anstrengend, Ursache zu sein. Das bedeutet, wenn eine Person das auf den 8 Dynamiken tut, entsteht etwas, was ein sehr erstaunliches Phänomen ist, und zwar, daß er dann keinen Effekt, keine Wirkung auf sich selbst toleriert.

Er geht runter, ist total Effekt, kann aber keinen Effekt haben - er ist es, kann es aber nicht haben. Du sagst ihm: "Kannst Du das bitte für mich tun?" - Bumm! - und er flippt aus. "Ich bin ja bereits viel zu viel Wirkung!" oder in einer Beziehung; es gab Streit, alles ist in Effekt, und jetzt kommt noch irgendwas dazu... "Kannst Du das irgendwie... ? ", "Nein! Schau' mal, wieviel Wirkung ich bin! Schau', was Du mit mir gemacht hast. Ich habe wegen Dir die ganze Nacht nicht geschlafen!" oder wegen der Sache im Betrieb, oder wegen unseren Finanzen, oder wegen irgendwas. Nicht nur, daß der Effekt von der mißlichen finanziellen Lage da ist, nein, ich brauche einen zu sätzlichen Effekt, um zu beweisen, wie stark das ist, indem ich nicht schlafe. Das ist ein höherer Effekt.

*Sonst sehen's die anderen ja nicht, daß ich Effekt bin.*

Richtig, sonst können sie das Spiel nicht spielen: "oh, armes Opfer!" Und das ist das Spiel, das ich spielen will. Es geht nicht darum zu dramatisieren, daß ich kein Geld habe oder irgendwas mit einer Beziehung kaputtging. Nein, mir geht es darum: wenn Opfer, dann vollständig Opfer. Da muß das fehlen und jenes fehlen. Aber was passiert? Ich entferne mich im Grunde genommen aus einem Spiel. Und zwar aus welchem Spiel? Aus irgendeinem Spiel, das ich nicht mehr spielen will.

Henker Syndrom

Denn ein qn macht etwas ganz Linkes, etwas ganz Gemeines: Er verläßt ein Spiel niemals freiwillig.

Endlich habe ich das Datum gefunden!

Warum hängt ein qn in all diesen Spielen?

Weil er ein Spiel niemals freiwillig verläßt.

Nicht einen qn, sagt Ron, hat er jemals gefunden, der ein Spiel freiwillig verläßt. Nicht einen!

Die einzige Art, wie ein qn ein Spiel verläßt, besteht darin, wenn ihn jemand anderes rausschmeißt. Und alle stimmen da mit überein, und alle machen das so; das ist, wie es zwischen uns ist.

Wir brauchen etwas, das es uns unmöglich macht, ein Spiel zu spielen.

Ein qn macht ein Postulat, wenn er ein Spiel spielt, egal welches Spiel: Er wird es ewig spielen. Er selbst wird es ewig spielen.

2. Dynamik...: "Wir werden uns immer lieben! ...Ewig!"

Klar kannst Du keine 2. Dynamik wie folgt haben: "Wir sind 2 Wochen miteinander zusammen und keine Sekunde länger!" Ich kenne erstens niemanden, der das macht, und zweitens, wenn man es so machen würde, wäre es kein großes 2. Dynamik-Spiel, denn jeder würde nur ein kleines Stückchen von sich hineingeben und sagen: "Naja gut, ich habe nur das zu verlieren, was ist das schon?! Nichts von mir! Das ist bald zu Ende, ich schaue mich schon mal nach einem Ersatz um!"

Mit allem, was ein qn hat, geht er voll ins Spiel rein. Er macht sich bekannt, weil er weiß, daß niemand mit ihm spielt, wenn er nicht alles gibt. Das heißt, er macht sich bekannt und sagt: "OK! Ich spiele voll mit, aber..." - es gibt ein zweites Postulat, was jeder macht - "... ich werde nur aufhören, wenn ich nicht mehr spielen kann, da mich irgend jemand rausschmeißt."

Es ist mir verunmöglicht worden zu spielen. Die Umstände, die Leute, was auch immer, haben es mir unmöglich gemacht. Aber ich will noch mitspielen.

"Ich wäre ja bei der Firma geblieben, wenn..." ...oder?

"Ich hätte noch immer eine 2. Dynamik, wenn Du nicht das und jenes... ich brauche das."

Das ist die einzige Art eines es, mit der er jemals mit einem Spiel aufhört. Er sucht sich - wie Ron sagt - er sucht sich einen Henker. Und sagt: "Bring' mich um, ich habe die Schnauze voll, das Spiel zu spielen!"

Darüber werden wir noch den ganzen Tag reden. Denn da ist alles drin: PTS, SP, alles, was Ihr jemals in dieser Philosophie gehört habt, ist in diesem Phänomen drin. "Ich spiele voll mit, ich bin dabei, Ihr könnt auf mich zählen. Schaut mal, alle meine Fähigkeiten, ich bin gut, zack, zack, zack...!"

Er setzt sich im Spiel voll ein, er sagt aber auch: "Falls ich jemals unter irgendwelchen Umständen aufhöre, ist es nicht wegen mir. Niemals wegen mir! Denn ich spiele ja weiter."

Aber irgendwann ein mal hat er die Schnauze voll, also sucht er sich den Henker aus, der es ihm unmöglich macht, das Spiel weiter zu spielen. Und er ist damit in Übereinstimmung; denn was passiert? Er hört auf zu spielen. Es gibt niemanden im ganzen Universum, oder in allen Universen, der Euch von einem Spiel abhalten kann. Außer Ihr sagt: "Jawohl, ich hätte ja alles getan, ich habe mich aufgeopfert, ich habe Nächte lang nicht geschlafen, ich habe mich voll für dieses Spiel eingesetzt, aber wegen dieser Person, oder wegen dieser Handlung, oder wegen dieser Tatsache, ist es mir unmöglich gemacht worden zu spielen!" Seht Ihr das? Jeder ist damit in Übereinstimmung. "Schaut meine Willingness! Ihr habt doch gesehen, wie sehr ich mich angestrengt habe! Oder? Ihr habt doch gesehen, wieviel ich hier eingesetzt habe. Und Ihr seht doch, wie unmöglich es mir jetzt gemacht worden ist, das Spiel zu spielen. Sieht das jeder? So? OK! Ah, puh! Jetzt kann ich aufhören zu spielen!"

*Ich sehe das als Möglichkeit, aber ich würde eigentlich erwarten, daß es eine zweite gibt, vielleicht daß ich dann weiter ausgebildet bin oder so, und wirklich nur auf Zeit in spiele hineingehe.*

Man sollte annehmen, daß ein qn das macht. Noch nie ist ein Postulat gefunden worden, das zeitlich begrenzt war. Denn es gibt keine Zeit. Es muß mich ja etwas umbringen...

*Das muß sich doch temporär anstellen lassen.*

Ja, temporär an stellen lassen... das ist kein Spiel, in dem Sinne.

*Die anderen akzeptieren einen dann überhaupt nicht als Spielpartner. Wenn ich Fussball spiele und dann mittendrin sage: "So, ich höre jetzt auf!", ich meine, dann killen sie mich. Wenn schon, dann muß ich sagen: "Also, wenn Ihr so fies spielt, dann spiele ich nicht mehr mit!"*

Richtig.

*Das ist akzeptiert.*

In einem Spiel, genau.

*Und ich konnte überhaupt nur mitspielen, weil ich mich so aufgemockt habe.*

Richtig.

*Oder Du verstauchst Dir den Fuß, so daß sie Dich vom Platz tragen müssen ... *

Genau! Jetzt kommen wir der Sache näher, warum es überhaupt Krankheiten gibt.

Warum stirbt man? Ron sagt, es ist etwas Blödes, erst nimmst Du Dir einen Körper, und dann stirbt er nach 60, 70 Jahren. Und immer bringt Dich etwas um, oder? Es ist ein Herzinfarkt, es ist eine Krankheit, es ist Senilität, was weiß ich... Du hast den qn abgegeben... frühzeitig... irgendwas bringt Dich immer um, auch wenn's der Körper ist. "Ich hätte ja weiterhin gespielt, aber... ich hätte ja, aber schau mal, der Körper ist ja so gebrechlich, ich kann nicht, ich bin alt geworden!" Es hat immer etwas anderes die Schuld, nie der qn. "Ich würde ja weiterspielen, aber ich bin zu alt dafür, es ist zu spät."

Das würde ja heißen, wenn man einen Implant bekommt und nach 70 Jahren hier abdampfen muß, mußt Du schön schauen, daß Dein Körper langsam abnippelt. Absolut, Du würdest ja niemals einen Vertrag, den Du mit einem Implanter geschlossen hast - das ist ja der Implant - verletzen. Das Ganze geht darum, daß wir Verträge haben. Und die Verträge, die wir haben, sind die 8 Dynamiken. Das ist ein sehr, sehr wichtiger Punkt. Denn der Vertrag lautet so: Ich spiele dieses Spiel auf diesen Dynamiken. Der Vertrag ist unendlich.

Warum ist er unendlich? Weil ein qn unendlich ist.

Seine Spielfähigkeit zu limitieren, zeitlich zu begrenzen, würde bedeuten, daß der qn sich als limitiert betrachtet, daß er selbst Zeit besäße.

Das macht er nicht. Er sagt sich: "Wenn etwas vergnüglich ist, warum soll ich damit aufhören, solange es Spaß macht?!" Es ist ein Aktionszyklus. Er denkt also: "Ich kann die anderen ja nur dann davon überzeugen, daß ich voll mitmache, wenn ich sie ewig unterstütze." Ewige Treue, oder? Fahneneid usw. Man sagt nicht: "Nur für diesen Krieg!" oder "Nur für diese Schlacht übermorgen kann ich wieder beim Feind kämpfen." Nein, ewige Treue wird geschworen: Schwüre auf ewig und alle Zeiten, Milliarden-Jahre Verträge usw. "Ich binde mich ewig!" Aber der Vertrag ist für uns alle so verfaßt: "Wenn es uns unmöglich gemacht worden ist zu spielen, dürfen wir aussteigen". Das ist die Klausel. Unten steht: Wenn sich alle gegen mich verschworen haben, wenn ich genügend Opfer bin, und alle damit übereinstimmen, daß ich Opfer bin, dann ist es mir unmöglich als das, wie ich mich im Spiel aufgemockt habe, zu spie len - ergo: ich höre auf.

8 Veträge

Ihr müßt nicht damit übereinstimmen. Aber schaut Euch mal alles an, was Ihr tut. Dies ist ein extrem wichtiger Mechanismus. Schauen wir uns noch mal die Dynamiken an: In Wirklichkeit sind die Dynamiken ein Vertrag, eine Übereinstimmung, oder sagen wir mal, 8 Übereinstimmungen. Du bist Teil dieser Dynamiken. Wenn Du in irgendeiner Form mit ihnen verbunden bist, hast Du mit ihnen übereingestimmt. Das ist ein Vertrag, den wir alle am Anfang gemacht haben. Es gibt 8 Dynamiken. Es gibt nicht 6 1/2, oder 9 3/4 oder sonst irgendetwas. Außerhalb dieses Spiels gibt es noch andere Dynamiken. Ästhetik, Ethik usw. Aber innerhalb von dem Spiel gehen wir von 8 Dynamiken aus. Diese gibt es, und wir stimmen alle damit überein. Denn in irgendeiner Form können wir auf diesen 8 Dynamiken agieren, also aktiv sein. Es ist ein Spielfeld vor handen.

*Wenn man sich jetzt aus so einem Spiel entfernt, hat es dann objektiv geendet, oder steigt er, wenn andere ihm wieder eine Brücke bauen, wieder in dasselbe Spiel ein?*

In dasselbe nicht, er geht in das nächste Spiel. Das kann ähnlich sein.

*Also, wenn er sagt: "Ich steige da aus!", hat er es beendet.*

Wenn er sagt: "Es ist mir unmöglich, hier weiter zu spielen!" Er sagt ja nicht: "Ich steige aus!" Er sagt: "Die haben mich raus geschmissen!"

*Ach ja, richtig!*

Dann ist das Spiel für ihn als solches vorbei, aber er hört ja nicht auf es zu spielen, er spielt es jetzt mit anderen Mitteln, und es sieht wie ein nächstes Spiel aus. Er wird dann zu dem Henker, der ihn rausgeschmissen hat. Verstehst Du, was ich meine?

Schau mal, Du mußt ja damit übereinstimmen, daß Du ein Spiel nicht mehr spielst, damit Dir überhaupt etwas passiert. Du mußt die Fähigkeit haben zu sterben, damit das Spiel mit Körper und Tod usw. überhaupt spielbar ist. Warum hat dieser Körper eine so geringe Lebenszeit? Gut, es ist implantiert, daß er im Durchschnitt nur 70 Jahre lebt, aber glaubt mir, die qns stimmen damit überein. Die stimmen damit überein. Wie fürchterlich wäre es auf sooo einem Planeten, wenn ich mit dem Körper in einer Falle bin, bei Implanting und Sklaverei!? Es wäre doch wirklich unerträglich, dann 500 Jahre leben zu müssen. Wenn ich schon in Sibirien im Lager bin und keine Hoffnung mehr besteht, was mache ich? Ich bete zu Gott, daß ich möglichst bald gehen darf, daß meine Zeit auf Erden abgeschlossen ist.

Stellt Euch vor, Ron sagt, egal, was Du jetzt tust, Du kannst Dir natürlich jetzt selbst eine Kugel durch den Kopf jagen, aber wie auch immer, der Körper wird nicht umkommen, bis Du 700 Jahre alt bist. "FURCHTBAR!! UAAH!"

Anstatt 70, 700. Stellt Euch vor, 700 Jahre in dem gleichen Loch, in der gleichen Kupfermine, schwitzend und überhaupt... Wenigstens weiß ich, wenn ich genügend von dem Zeug einatme, egal wie schlimm es mir geht, ich werde nicht älter als 45, uah, dann habe ich eine neue Chance. In diesem Leben bin ich ein Sklave, fürchterlich, grauenhafter Körper usw., gerade noch 10 Jahre konfrontierbar. Jetzt stellt Euch vor, plötzlich wacht Ihr auf und seid nicht mehr auf Planet Erde, aber noch im gleichen Lager, und die Körper leben 10.000 Jahre. Sehr viel unangenehmer. Da ist man schon dankbar, daß es diese Implants gibt. "Hach, wenigstens gab es diesen Implant!"

Es ist ein Risiko, oder? Es kann ja gut gehen, und dann wünscht man sich, daß der Körper länger lebt. Aber man kennt ja auch diesen Planeten: Wie groß sind die Chancen, daß es gut geht? Nicht allzu groß. Sicher, es gibt Länder, in denen man vielleicht länger leben sollte, in Afrika hingegen etwas kürzer. Wie lange sollte man in der Schweiz leben? oder in Deutschland? Es stimmt, die leben hier viel länger; zum Teil doppelt so lange wie in Ländern, in denen es ganz schlimm ist. Dort hoffen sie jeden Tag, daß der Implant endlich einkeyt.

Es ist eine ganz andere Realität. Ich habe mal ein Interview mit verschiedenen Indern über ihre Atombombe gelesen. Das sind die Leute, die sich freuen, wenn es einen dritten Weltkrieg gibt. Ich habe gedacht: "Was?? Das ist ja verrückt!!" Ist doch klar! Es gibt mehr Platz für sie. "Ja, und wenn Du selbst dabei draufgehst?", "Hm, naja ... es gibt halt mehr Platz. Vielleicht gehe ich dabei ja auch nicht drauf ... "

Es ist eine ganz andere Einstellung. Die sagen sich: "Was? Dritter Weltkrieg? Na endlich! Wann kommt er? Wir beten schon zum Heiligen Wo-auch-immer-er-sei!" Es ist eine ganz andere Realität. Ich dachte: "Mein Gott! Die freuen sich!" Natürlich freuen sie sich auf Atombomben... "Na endlich! Jetzt kann ich auch mal in die Villa ziehen!" Es gibt ja angeblich viel zu viele Menschen...

Versteht Ihr den Mechanismus? Oder ist es Euch bereits zuviel geworden? Müssen wir noch nicht rausgehen und spucken? Ich meine, das ist ein Havingness-Prozeß... Wenn es Euch schlecht geht, sagt Ron, geht raus und spuckt. Je größer die Havingness, desto weiter könnt Ihr spucken. Seid Ihr wirklich total eingekeyt und die Bank ist größer denn je, geht raus und schmeißt Steine - wenn Ihr etwas zivilisierter sein wollt. Nehmt etwas und schafft Raum. Wenn jemand in einer schlechten Havingness-Verfassung ist, dann kann er nicht allzu weit spucken... Schmeißt Steine, oder schmeißt irgendwas von Euch weg, und macht das solange, bis Ihr Euch besser fühlt. Das ist ein einfacher Prozeß. Schmeißt zerknüllte Tausend-Franken-Scheine ...

*Und wir fangen sie dann auf ... *

Dann ist man schnell da, wo man den Effekt erzeugt hat...

*Ich habe zuhause einen wunderschönen Wurfplatz ... *

Eine Person kann also nicht freiwillig aus diesen Verträgen mit den 8 Dynamiken aussteigen. So ist es aufgebaut. Und er will es auch nicht, und ebenso wenig will er, daß die anderen es tun. Das bedeutet, er ist in Übereinstimmung mit den 8 Dynamiken. Er ist Teil dieser 8 Dynamiken. Das bedeutet, wenn er sich "raus wählt" - "Rauswahl", das ist ein wichtiger Ausdruck, den Ron bei dieser Sache benutzt; man wählt sich rein, man wählt sich raus, man entscheidet sich, rauszugehen. Das bedeutet, wenn er sich plötzlich in einer Situation befindet, in der er sich entscheiden muß, außerhalb der Dynamiken zu sein, oder in einer Situation ist, in der er außerhalb der Dynamiken steht, kommt er dadurch in einen Zustand, wo er seinen Vertrag, oder sagen wir mal, seine Übereinstimmung verneint. Er muß die Übereinstimmung verneinen, um jetzt rauszugehen. Denn nichts davon ist zeitlich begrenzt.

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[Zuletzt geändert 29. Oktober 1999 | Home Page: http://www.freezone.de
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