(Anm.: Die Überschriften wurden nachträglich
hinzugefügt)
Tonband-Niederschrift Nr. 1
VON JOHN ZEGAL
1982/83
Die letzten 10 Jahre
Was wir nun tun, ist, uns ein wenig Zeit zu nehmen, um über
die Geschichte der Kirche in den letzten 10 Jahren zu sprechen.
Der Zweck dessen ist, Verstehen dafür zu gewinnen, wie der
Wandel in der Kirche zustandekam, und wie wir in die Position
gelangt sind, in der wir uns jetzt befinden. Kürzlich wurde eine
Tonbandaufzeichnung gemacht, die eine Reihe von Ungenauigkeiten
aufwies und vielleicht einige falsche Eindrücke hinterließ, und
eine der Absichten ist es, die alten Tonbandaufzeichnungen durch
korrekte Informationen zu ersetzen. Falls Sie die alte
Tonbandaufzeichnung gehört haben und davon noch eine Kopie
besitzen, geben Sie sie weg. Falls Sie jemanden kennen, der
entweder die alte Tonbandaufzeichnung gehört hat oder sie in
Besitz hat, stellen Sie sicher, daß er die Chance hat, diese
hier zu hören.
Die Religious Research Foundation
Um zu verstehen, wie wir an diesen Punkt im Wandel des
Kirchenmanagements gelangt sind und zu den anderen Dingen, die
vorgefallen sind, müssen wir vor ungefähr 10 Jahren ansetzen,
als das Flaggschiff Apollo noch auf See war. Es ist wichtig, sich
zu vergegenwärtigen, daß das Management des Flaggschiffs unter
der Vereinigung der Scientology-Kirche von Kalifornien lief, und
daß während dieser Zeitspanne 1973 die Steuern der Kirche
überprüft wurden, insbesondere ihr Status der Steuerbefreiung.
Um einen Teil dieses Probleme zu lösen, der insbesondere das
außerordentlich hohe Einkommen der Kirche beinhaltete, über das
hinaus, was gespendet worden war, und Probleme, die daraus
hätten entstehen können, entschied Herbie Parkhouse - eine
recht gut bekannte Person in der Geschichte der Kirche -, daß es
geschickt wäre, einen ausländischen Verein zu gründen, um so
über das ausländische Geld zu verfügen, das zum Flaggschiff
kam. Das bedeutete, daß das Geld all derer auf dem Schiff, die
keine USA-Staatsbürger waren, statt durch USA-Banken direkt vom
Schiff zu ausländischen Banken gehen würde. Ein Verein wurde
gegründet, genannt "Religious Research Foundation"
(religiöse Forschungsstiftung) oder RRF. Wie es scheint, wurde
er in Luxemburg gegründet, und Bankkonten wurden in Luxemburg
eingerichtet, um das Geld der Kirche dort zu handhaben. Wenn also
ein Mensch zum Flaggschiff kommen würde, der nicht
USA-Staatsbürger war, so würde sein Geld im Empfang genommen
und vom RRF verrechnet werden, und danach sollte es direkt nach
Luxemburg gebracht werden, wo es auf den dortigen Konten
deponiert werden sollte.
Die Kuriere, die darin dann aktiv wurden, waren zwei junge
Männer, Pat Brocker und Peter Gilliam jr.. Im Jahr 1975 war
Schluß mit den Fahrten des Schiffes, und die "Flag Land
Base" wurde eingerichtet. Das Schiff ging in Florida an
Land, ich glaube, in Daytona, und es wurden Pläne aufgestellt,
angemessene Räumlichkeiten zu finden, um die "Flag Land
Base" unterzubringen. Das Geld, das ins Land kam, um die
Land Base zu bezahlen, kam bar von den Luxemburger Konten des RRF
in die USA. Es ging durch einen Verein, der gegründet worden
war, genannt "Vereinigte Kirchen", und diese
"Vereinigten Kirchen" leiteten die Bezahlung des
Gebäudes ein.
Nachdem sich nun die "Flag Land Base" etabliert
hatte, bestand das RRF trotzdem weiter. Nun, wenn Geld von Leuten
aus Übersee in die USA kam, wurde es wieder vom RRF verrechnet,
und dieses Geld wurde zusammengepackt und zum "Guardian
Office" gesendet, das dann offensichtlich dafür
verantwortlich war, daß das Geld aus dem Land transportiert
wurde, also wieder zu den Konten nach Luxemburg. Wir haben mit
einigen Leuten gesprochen, die dabei waren, als diese Dinge
liefen, u.a. ein "Flag Banking Officer", der in Flag
war und die Rechnungen schrieb, und Leute aus anderen Ländern,
die zur "Flag Land Base" kamen und solche Rechnungen
erhielten.
Ron war in den frühen Jahren der Niederlassung der Land Base
in der Nähe von Clearwater. Es war von ihm bekannt, daß er
gelegentlich im Hause aus- und einging, den Fallüberwachern
Vorlesungen gab, mitmachte bei der Leitung von Forschungen usw..
Nun jedoch, während der Überfälle und kurz danach, als sich
die Rechtsprobleme der Kirche zu vergrößern begannen, wurde
überlegt, daß die "Flag Land Base" nicht der beste
Aufenthaltsort für Ron sei, vor allem wegen seiner Sicherheit.
Es mag vielleicht noch andere Gründe gegeben haben, weswegen
der Wohnsitz gewechselt werden sollte, aber dies sind diejenigen,
die uns am ehesten sichtbar sind. Wie dem auch sein mag, es wurde
beschlossen, daß ein Ort im Westen der Vereinigten Staaten
angemessen sei, und dann wurde offensichtlich die Gegend um Palm
Springs gewählt. Wenn nun Palm Springs genannt wird, dann
bedeutet das ungefähr 50 Meilen rund um Palm Springs. Einige
Gruppen von Leuten wurden abgesandt, um Grundstücke zu finden,
einige Grundstücke wurden gefunden, und es wurde eine neue
Hauptverwaltung für das internationale Management eingerichtet,
und zwar im westlichen Teil der Vereinigten Staaten, wiederum in
der Gegend von Palm Springs. Die externen Kommunikationslinien
der Kirche wurden dort etabliert, Telex-Verbindungen usw., und
das internationale Management richtete sich nun dort ein.
Ron war auch da, der "Senior C/S International", und
auch noch andere Leute. In dieser Zeit, wir beziehen uns jetzt
auf die Jahre 1977-1979, begann diese Gruppe zu wachsen. Unter
der Verantwortung der Leute dort - abgesehen vom internationalen
Management insgesamt -, stand, daß David Mayo mit Ron an NOTs
arbeitete, und im besonderen Ron sein auditiertes NOTs gab. David
Mayo machte zu dieser Zeit auch einige Reisen, machte ein paar
Missionen in der Gegend. Er wurde ziemlich bekannt, fast eine
Berühmtheit, könnte man sagen, und zwar als das nächste Tech-
Terminal nach Ron. Das, so wurde überlegt, war ein potentielles
Sicherheitsproblem, auch die Erweiterung der Mitarbeiterzahl, die
mit Ron zusammen waren, wurde als ein mögliches
Sicherheitsrisiko angesehen, und auch eine zu der Zeit gerade
anstehende Gerichtssache, die in Oregon lief, wurde in der
gleichen Art betrachtet.
Der Beschluß lautete deshalb, eine neue Bleibe für Ron zu
finden. Rons auditiertes NOTs war anscheinend abgeschlossen, und
Rons Mitarbeiterstab wurde zum neuerworbenen Gilman Hot Springs
umquartiert. Dieses wurde Mitte 1979 gekauft, und es war eine
Zuflucht, die sich direkt außerhalb einer Stadt namens Helmet
befand, wieder im selben 50-Meilen-Radius von Palm Springs.
Gleichzeitig war dies die Niederlassung der "Golden Era
Studios". Ron wählte aus seinen Mitarbeitern zwei Leute
aus, die seine Vollzeit-Helfer sein sollten, vor allem aber
persönliche Verbindungsleute, und die beiden, die da ausgewählt
worden waren, waren Pat und Anne Brocker. Einer der Gründe, Pat
Brocker auszuwählen, obwohl es da andere gegeben haben mag, war
der, daß er Hauptkurier für das RRF war, und so mußte keinem
anderen Kurier mitgeteilt werden, wo Ron lebte, und er und seine
Frau waren einige Zeit Hausangestellte und somit Teil seines
Haushalts gewesen. Es schien ganz logisch, daß die Wahl auf sie
fiel.
Die Brockers haben allem Anschein nach bei der Auswahl der
neuen Quartiere mitgewirkt, und als dann die Unterkünfte
gefunden waren, gingen sie und Ron fort zu den neuen
Unterkünften, und mit ihnen eine Anzahl von Leuten, die dort als
Haushaltsangestellte / Sicherheitsleute fungierten.
LRH: Sorge um sein Ableben
Im Jahr 1980 machte sich Ron offensichtlich über seinen
möglichen Tod Sorgen. Ein Beweis dafür ist, daß er jedem
seiner Kinder Briefe sandte, in denen er anzeigte, daß er
erwartete, nicht mehr länger als fünf Jahre zu leben, und daß
sie jetzt nach Belieben Vorbetreitungen treffen sollten, die
angemessen erschienen hinsichtlich seines Ablebens. Zudem
erhielten mehrere Mitarbeiter der "Commodore's Messenger
Org" ähnliche Briefe. Aktivitäten wurden in die Wege
geleitet, um Treuhänder bereitzustellen, sodaß Ron seinen
Körper ablegen, fortgehen und einen anderen Körper annehmen
könnte, um dann wiederzukommen und wieder dort weiterzumachen,
wo er aufgehört hatte. Die Rechtsaktivitäten waren
offensichtlich recht ausgedehnt, Treuhänderfonds wurden
eingerichtet, Treuhänder wurden ernannt, und genau um diese
Ernennung von Treuhändern wuchsen dann die Intrigen.
Das erste war die Regelung von einigen der persönlichen
Angelegenheiten Rons, und es wurde überlegt, daß die Kirche Ron
eine nicht unerhebliche Summe Geld schuldete und zwar für den
bereits genossenen Gebrauch der Warenzeichen, Copyrighte usw. Und
so tat sich Ron mit einigen seiner Finanzberater zusammen,
persönlichen Mitarbeitern usw., und im Jahr 1980 - vielleicht
auch 1981 - begann er genau auszuarbeiten, wieviel Geld man ihm
schuldete. Laut Time Magazine war die Größenordnung, die man
schließlich erreichte 85 Millionen Dollar. Eine Forderung in
Höhe dieser Summe, oder nahe daran, wurde an die Kirche
gestellt. Das geschah nicht in der Art von "Wir müssen das
Geld bis Donnerstag 14 Uhr haben", es war schon ein bißchen
Zeit gestattet; aber trotz allem war es doch eine gewaltige
Aufgabe, eine solche Menge Geld zusammenzukriegen. Entsprechend
Berichten, die wir haben, wurde den Leuten erzählt, daß die
Kirchenreserven nicht dadurch vermindert werden sollten, daß man
diese besonderen Forderungen erfüllte.
Es war trotz alledem kein unlösbares Problem, mit dem
Steuerproblem fertigzuwerden, das mit dieser Art Einkommen
verbunden war. Niemand hielt es für eine gute Idee, daß Ron 85
Millionen Dollar erhielte und dann die Hälfte als Steuern der
Bundesregierung gäbe. Also wurde für dieses Problem eine
Lösung nötig. Die Lösung, die schließlich bei Ron und seinen
verschiedenen Helfern reifte, war, einen nicht gewinnbringenden
religiösen Verein zu gründen, getrennt von der Kirche. Die
Lösung schritt dann darin weiter, daß die Warenzeichen, die wir
alle kennen, wie das doppelte Dreieck und das "S", der
Name "Scientology", der Name "Dianetik", der
Name "L. Ron Hubbard", die Initialen "LRH",
die Unterschrift L. Ron Hubbard, also alle diese Warenzeichen von
der Kirche abgezogen würden. Das würde bedeuten, daß die
Kirche nicht die Erlaubnis hätte, sie zu benutzen, sondern daß
die Warenzeichen diesem neuen Religionsverein übergeben werden
würden.
Dieser Religionsverein würde dann jene Warenzeichen als
Geschenk erhalten, und dieser würde dann im derzeitigen
Gegenwert entgolten werden, um so die Steuerverpflichtungen zu
umgehen. Laßt nun die Sache noch einmal Revue passieren, da sie
ein bißchen komplex ist. Die Kirche würde Ron das Bargeld - 85
Millionen Dollar - vorgeblich geben. Ron würde die verschiedenen
Warenzeichen der Kirche entziehen. Die Warenzeichen würden
diesem neuen Religionsverein übereignet und Ron würde dafür,
daß er diese Übereignung gemacht hatte, einen Steuervorteil
erhalten, immerhin genug, um die Einkommensteuer für diese 85
Millionen Dollar auszugleichen. Unter anderem war dies der Anlaß
dafür, daß "Religious Technology Center" (RTC) zu
gründen.
Es gab auch noch andere lobenswerte Zwecke. Was sonst noch vom
"Religious Technology Center" erwartet wurde, war die
Regelung beim Gebrauch der Technologie, Leute anzuregen, sie zu
gebrauchen, Tech in einer Vielzahl verschiedener Gebiete ins Land
zu bringen, Feld-Auditing zu ermutigen, das Wachsen von Missions
zu ermutigen. Um zu sichern, daß dies auch geschähe, wenn die
entsprechenden Schriftstücke dazu erstellt worden waren, sollten
die Mitglieder des "Board of Directors" usw., des
"Religious Technology Centers" individuell ausgebildet
werden und ihre Ausbildung jährlich fortsetzen. Es war klar,
daß die gegenwärtige Situation, bezogen auf Ron und die
Rechtsprobleme, mit denen er konfrontiert war, weit entfernt
waren von einer optimalen Situation. Ron fügte eine Gruppe von
Leuten zusammen, die "All Clear Committee" genannt
werden sollte, und dieses Komittee hat den spezifischen Zweck,
nämlich alle diese Rechtssachen loszuwerden, denen Ron sich
gegenübersah, so daß er dadurch wieder in der Öffentlichkeit
auftreten konnte.
All Clear Committee: David Miscavige
Die Person, die ausgewählt wurde, um Vorsitzender des
"All Clear Committee" zu sein, war ein junger Mann
namens David Miscavige. Der Hauptverdienst von David Miscavige
war, daß er als Teil der "Form unit" (Formierenden
Einheit) gearbeitet hatte, daß er jahrelang in der CMO gewesen
war und einen Ruf als jemand gewonnen hatte, der Dinge ins Laufen
brachte, wo es anderen nicht gelang. Er kam auch zu dem Ruf, von
der Art von Leuten zu sein, die Dinge ins Laufen bringen, indem
sie sich die Lunge aus dem Hals schreien. Aber, Dinge ins Laufen
zu bringen, war der wichtige Faktor, und in dieser Hinsicht
gewann er einen recht ordentlichen Ruf. Als die Zeit kam, wo es
darum ging, einen Vorsitzenden für das "All Clear
Committee" auszuwählen, wurde David empfohlen. Er war auch
ein enger Freund von Pat Brocker, und es schien so, als wäre er
gerade der Richtige dafür, diesen besonderen Job zu erledigen.
Zusammen mit ihm wurden drei andere Mitglieder ernannt, die
Teil des Komittees sein sollten. Dieses Komittee wurde
unabhängig von der "Commodore's Messenger Org"
gebildet. Es hatte seine eigene, besondere Kommunikationslinie
direkt zu Ron, und das sollte sich in der Zukunft als förderlich
erweisen. Als die Zeit verging, begann das "All Clear
Committee" auseinanderzubrechen, das heißt, David Miscavige
blieb übrig, aber die anderen Leute, die Mitglieder des
Komittees waren, verließen es entweder aus dem einen oder
anderen Grund, einer von ihnen bekam ein Comm-Ev, oder sie
verließen die Sea-Org. Ich habe nicht die genauen Einzelheiten,
was mit jedem einzelnen von ihnen geschah; es soll genügen, zu
sagen, daß die drei anderen Leute aus dem Komittee schließlich
verschwanden und David Miscavige sich selbst überlassen blieb
und diesen überaus wichtigen Posten weiterhin getrennt von der
CMO hielt. Daß er diese eigene und ziemlich spezielle
Kommunikationslinie hatte, versetzte ihn in eine Position von
entscheidender Bedeutung, der CMO übergeordnet. Nun, vor dieser
Zeit, nämlich als Ron und die CMO sich noch am selben Ort
befanden, arbeitete die CMO direkt mit Ron zusammen und hatte
folglich einen enormen Einfluß - wegen der persönlichen und
speziellen Kommunikationslinie. Als Rons Aufenthaltsort in diese
besser gesicherten Quartiere verlegt wurde, wo nur Pat und Anne
Brocker seine hauptsächlichen Helfer waren, wurde die CMO im
Grunde zu nichts anderem als zu einer weiteren Management Org im
oberen Bereich der Kirchenverwaltung. Dieses "All Clear
Comittee", und schließlich nur noch David Miscavige, befand
sich wegen der speziellen Kommunikationslinie dann in einer
übergeordneten Position.
Die Entwicklung ging weiter und was geschah, war, daß David
Miscavige zum wichtigsten Kommunikationsglied zwischen der Kirche
als Ganzem wurde. Die ganze Verwaltungsstruktur der Kirche
darunter war wie ein riesiger umgedrehter Trichter, mit ihm
direkt an der Spitze. Er wurde eigentlich der Relaispunkt für
die gesamte Kommunikation der Kirche direkt zu Ron. Diese
Kommunikation lief über einige Vias. Es kam alles über die
Linien der Kirche hinauf zu David Miscavige, der es dann auf
bestimmte Art weiterbeförderte und an einem vorherbestimmten
Treffpunkt an Pat Brocker übergab. Pat Brocker oder seine Frau
Anne transportierten das Material zurück zu LRH, wo es gelesen
wurde, und jene Partikel, die direkt zu Ron gehen mußten, wurden
an ihn gesendet. Diese Kommunikationsverbindung und diese
Geheimhaltung von Rons körperlichem Aufenthaltsort stellte sich
als die Grundlage der Macht dieser drei Menschen heraus, Pat
Brocker, Anne Brocker und David Miscavige. Außerdem haben wir
vorhin davon gesprochen, daß Treuhänder ernannt wurden, um Rons
Angelegenheiten zu verwalten, und diese drei Menschen wurden
diese Treuhänder.
Es lohnt sich nun, ein bißchen Zeit damit zu verbringen und
über David Mayo zu sprechen, und was dazu führte, daß er von
einem Punkt an von nicht unbeträchtlicher Verantwortung entfernt
wurde. Wie bereits früher erwähnt, war David Mayo der
"Senior C/S International", ein persönliches Terminal
und ein Vertrauter von Ron. Die beiden hatten sehr eng
zusammengearbeitet, als sie das Material ausprobierten und an
Forschungsprojekten und so weiter arbeiteten, und die Tatsache,
daß David in der Folge aus der Kirche entfernt und zur
unterdrückerischen Person erklärt wurde, ist für sich allein
eine ganz schöne Geschichte, wie das zustandekam, ist ziemlich
interessant. David hatte den Posten des "Senior C/S
International". Diese Person ist im Grunde der höchste
technische Posten in der Kirche, abgesehen von Ron selber. Das
ist die Person, die für die Anwendung der Tech auf weltweiter
Basis verantwortlich ist, und das ist eine Person, die sehr eng
mit LRH zusammenarbeitet, wenn Projekte - wie neue
Versuchsprogramme - zusammengestellt werden und so fort.
David Mayo und Ron hatten eine regelmäßige Korrespondenz,
die schriftlich hin und her ging, nachdem Ron in sein neues
sicheres Quartier übersiedelt war. Die beiden tauschten einige
Briefe pro Woche aus, manchmal mehr manchmal weniger, aber auf
jeden Fall gab es einen konstanten Strom von Kommunikation
zwischen ihnen. Eines Tages bat Ron David, ob er bitte einen
"Sec Check" oder einige "Sec Checks" mit Pat
Brocker machen würde. Der Zweck dieser "Sec Checks"
ist nicht völlig klar, aber nichtsdestoweniger ging Ron zu Pat
Brocker und sagte, bitte melde dich bei David Mayo und laß dir
diese "Sec Checks" geben. Pat gehorchte natürlich, und
er ging dorthin, wo David Mayo zu dieser Zeit stationiert war,
und bekam diese "Sec Checks". Ich habe keine
Einzelheiten darüber gehört, was gefunden wurde, abgesehen von
der Tatsache, daß einige der Ergebnisse dieser "Sec
Checks" ungünstig für Pat Brocker waren. Anscheinend wurde
von David Mayo ein Bericht an Ron geschrieben und die Linien
hinaufgeschickt.
Nun, hier wird die Weiterleitung von David Miscavige durch die
Brockers zu einem hochwichtigen Faktor. Denn das ist die
Komm-Linie, durch die jeder Bericht geschleust werden muß. Und
wirklich waren das anscheinend die Linien, auf denen diese
Berichte sich bewegten. Und einer oder beide Berichte über diese
"Sec Checks" wurden von Pat Brocker von den Linien
genommen. Bestätigungen von Ron, die an David Mayo gingen,
enthielten eine Kopie des geänderten Berichtes, den Pat Brocker
geschrieben hatte, und an Stelle des echten Berichtes über das
Ergebnis des "Sec Checks" weitergeleitet hatte. Die
beiden Berichte waren nicht ganz die gleichen, wie Sie sich
vorstellen können. David Mayo, der daraus lernte, unternahm
verschiedene Versuche, um dieses Problem in Ordnung zu bringen.
Er versuchte, zusätzliche Kommunikation die Linien
hinaufzuschicken und eine persönliche Konfrontation mit Pat
Brocker, aber das führte zu nichts. An diesem Punkt war er
natürlich - wenn Sie so wollen -" ein gezeichneter Mann.
Man mußte ihn loswerden, weil er von dem Geheimnis wußte.
David Mayo
Eine Kampagne wurde begonnen um auf dem Gerüchteweg
anzudeuten, daß David Mayo sich mit einigen bekannten Feinden
der Kirche zusammentat, besonders Allan Walters und Bill Franks,
um die Kirche zu übernehmen. Nun, diese Menschen, die in der
Vergangenheit eng mit Ron zusammengearbeitet haben - ich habe mit
einigen von ihnen gesprochen haben angedeutet, daß Ron diese Art
von Übernahmeversuchen nicht schätzt. In der Tat ist das ein
ziemlicher "Knopf", und wenn Sie jemanden in
Schwierigkeiten bringen wollen, ihn in Verruf bringen, dann ist
das die ideale Methode dafür. Anscheinend wurde dieses Gerücht
auf Linien der Kirche gebracht, und wie Sie sich vorstellen
können, schwirrten diese Gerüchtelinien mit dieser Information
praktisch überall rund um die Kirche herum. Jeder gewissenhafte
Mitarbeiter, der ein solches Gerücht hörte, mußte sich
verpflichtet fühlen, es aufzuschreiben. Und so begannen die
"Knowledge Reports" die Linien hinaufzufließen, die
dieses Gerücht betrafen, das jetzt zu kursieren begann - über
David Mayo, der intrigierte, um die Kirche zu übernehmen.
Diese Gerüchte fanden natürlich sehr schnell ihren Weg
direkt zu Ron. Die Kommunikationen von David Mayo darüber, daß
seine Berichte geändert worden waren, wurden gestoppt. Aber die
"Knowledge Reports" über die Übernahme sausten durch
die Linien. Von Rons Gesichtspunkt aus begann also die Position
von David Mayo in der Kirche sich zu verschlechtern. David Mayo
war offensichtlich völlig aus der Kommunikation herausgefallen.
Alle seine Briefe, die die Linien heraufkamen, wurden gestoppt.
Ron begann sich Sorgen darüber zu machen, was mit David vor sich
ging, er sandte Kommunikationen an verschiedene Terminals in der
Kirche, die besagten: "Was ist mit David Mayo geschehen, wo
ist er, warum habe ich nichts von ihm gehört?" und diese
Art von Dinge. Aber keine Antworten, die David hervorbrachte,
konnten durchkommen.
Das Ergebnis davon, daß er so in Verruf gebracht wurde, war,
daß er schließlich von seinem Posten entfernt und von
"Gilman Hot Springs" in eine Niederlassung der Kirche
gebracht wurde, die als "Happy Valley" bekannt ist.
Nun, es gibt einen wirklichen Ort, der als "Happy
Valley" bekannt ist, es ist ein Teil eines
Indianerreservates, der anscheinend in der Nähe einer
Buchsbaumschlucht liegt. "Happy Valley" ist ein
Stückchen Land, das an allen Seiten von dem Indianerreservat
umgeben ist, mit dem Wegerecht für eine Straße, die hinführt.
Diese Leute wurden nach "Happy Valley" gebracht, und
was mit ihnen gemacht werden sollte, war, daß ihre Ethik
gehandhabt werden sollte, dieser Zyklus sollte mit ihnen in
Ordnung gebracht werden.
Nun, zu den Leuten, die zu diesem Zeitpunkt gehandhabt wurden
(insgesamt 16), gehörten die Mitarbeiter des "Senior C/S
International", das waren 5 Leute und 11 zusätzliche Leute
aus anderen Einheiten. Sie wurden alle an diesen bestimmten Ort
gebracht, der wiederum im Gebiet von Palm Springs draußen in der
Wüste liegt. Davor war von Ron ein Programm angekündigt worden,
das "Das Lauf-Programm" genannt wurde. Dieses Programm
war für die Mitarbeiter der "Golden Era Studios" und
der internationalen Management-Gruppen bestimmt. Das Laufprogramm
bestand aus intensiven körperlichen Übungen im Freien, und die
Idee des Programmes war es, den Schlafen-Wachen-Zyklus zu
stabilisieren, und jenen Menschen zu helfen, deren Fälle
erwiesenermaßen stark enturbuliert worden waren, indem man ihre
Aufmerksamkeit extrovertierte, sie ins Freie brachte und ihnen
gute, kräftige Bewegung verschaffte. Als dieses Programm
ursprünglich in Gang gebracht worden war, war David Mayo
derjenige gewesen, der verantwortlich für die Durchführung der
Versuche gewesen war, und Ron hatte ihm die Materialien und
Instruktionen dafür gesendet. Dies war nun wieder 1982. Er hatte
begonnen, Leute auf einem Gradienten dieses Programm laufen zu
lassen.
Als er dort hinaustransportiert wurde, wurde diese Idee der
Gradienten offensichtlich nicht als standardgemäß betrachtet,
und sie wurden zwölf Stunden pro Tag, sieben Tage pro Woche
daraufgesetzt. Nun, während dieser Zeitspanne sollten
verschiedene Dinge geschehen. Erstens sollten diese 16 Menschen
Ethik-Handhabung bekommen, sie sollten ein Comm-Ev bekommen und
andere Ethik-Handhabungen, wenn es nötig war. Zweitens: Sie
sollten dieses Lauf-Programm machen und voraussichtlich
rehabilitiert und wieder in die Kirche zurückgebracht werden. In
dem früheren Tonband, das ich aufgenommen habe, haben einige
Leute den Eindruck bekommen, daß diese Menschen ganz einfach die
Opfer dieser Vorgehensweise waren. Ich möchte diesen Eindruck
korrigieren. David Mayo und die Menschen, die um ihn waren,
arbeiteten sehr hart und verwendeten standardgemäße
Kirchenlinien, Knowledge-Reports, Niederschriften der einen oder
anderen Art, um zu versuchen, das Dilemma zu lösen, in dem sie
sich befanden, diese erzwungene Ethik-Situition, die Tatsache,
daß sie gefangengehalten wurden. Sie wurden 24 Stunden pro Tag
bewacht, und dergleichen mehr. Die Vorstellung, daß sie einfach
Opfer davon waren, ist weit entfernt von der Wahrheit. Sie
arbeiteten sehr hart.
Das soll nicht heißen, daß diese Menschen freundlich
behandelt wurden, oder daß das eine sehr angenehme Zeitspanne
für sie war, denn das ist es sicherlich nicht. Sie saßen
draußen mitten in der Wüste, sie wurden gezwungen, praktisch
die ganze Zeit zu laufen, während es hell war und es war eine
sehr schwierige Zeit für sie. Können Sie sich vorstellen, wie
es wäre, im August in der Wüste zu laufen, immer rund um einen
Baum, in einem Radius von 15 Metern, den ganzen Tag? Es war
körperlich vernichtend für sie, sie verloren entsetzlich an
Gewicht durch diese Belastung des Körpers. Viele von ihnen
litten an körperlichen Erkrankungen, an verstauchten Knöcheln,
an Bänderzerrungen, ja sie verloren Zähne, weil der Körper
Mineralien aus seinem eigenen System saugte. Das war eine
furchtbare Zeit für alle von ihnen. Aber das waren Menschen mit
einer enormen Bindung an die Kirche, und sie machten sich selber
völlig fertig, nur um nicht zu blowen und dadurch wie ein Feind
dazustehen. Es war wirklich ihre Absicht, sich alle
Schwierigkeiten vorzunehmen und in Ordnung zu bringen, die es
gaben. Aber diese Zeitspanne war auch nicht ohne Komik. Menschen
in den widrigsten Situationen können sich anpassen und Wege
finden, trotz dieser horrenden Vorfälle ihr Leben zu leben.
David Mayo erzählt ein Geschichte, wie ihm sein eigener
besonderer Baum zugewiesen wurde, von allen anderen getrennt. Die
Gründe dafür sind nicht völlig klar, aber nichtsdestoweniger
wurde es für wichtig befunden, daß er von der Gruppe
abgesondert wurde. Sie hatten einen Überwacher, dessen Aufgabe
es war, sie während des Tages zu überwachen und dafür zu
sorgen, daß sie nicht aufhörten zu laufen, daß die Pausen
nicht zu lang waren und so fort. Die beiden Bäume, der eine, wo
der Rest der Leute lief, und Davids Baum standen anscheinend eine
ziemliche Strecke voneinander entfernt. Jemand, der an einer
bestimmten Stelle stand, konnte beide Bäume sehen aber es war
ein gutes Stück Weg von einem zum anderen.
David setzte sich also nieder, und der Überwacher begann zu
gehen, die Wegstrecke bis zu David zurückzulegen. Zu dem
Zeitpunkt, als er ankam, setzten sich alle bei dem anderen Baum
nieder. Nun sagte der Überwacher zu David: "Los, komm, steh
auf, mach weiter ..." und David tat es, stand auf und
begann, rund um den Baum zu laufen. Der Überwacher drehte sich
um und mußte nun zurückgehen zu dem anderen Baum, weil dort
alle auf dem Boden saßen, und gleich, nachdem er die Mitte
überschritten hatte, setzte David sich nieder. So drehte er sich
um und sah David sitzen, und er war schon über der Mitte, also
ging er zu anderen. Sie ließen diesen Burschen während dieser
Zeit eine ganze Menge zwischen den beiden Bäumen hin und her
marschieren.
Auf jeden Fall war das Ergebnis des Comm-Ev, daß David und
praktisch jeder andere, der mit dem Comm-Ev zu tun hatte, sich
als unterdrückerische Personen herausstellten und aus der Kirche
ausgeschlossen wurden und so fort. David wird ein nicht
unbeträchtliches Papier über seine Position in Bezug auf das
Vorgefallene veröffentlichen, oder hat es schon veröffentlicht.
Ich möchte mir hier nicht erlauben, für ihn zu sprechen, es
soll genügen, zu sagen, daß die Ergebnisse von seinem
Gesichtspunkt aus nicht gerecht waren, und ich habe wesentliche
Beweise gesehen, die diesen Gesichtspunkt unterstützen.
Das Religious Technology Center
Was wir jetzt tun werden, ist, daß wir zurückgehen und noch
einmal betrachten, was das RTC, das "Religious Technology
Center", während dieser Zeit getan hat. Um etwas zu
klären: Das RTC wurde im Januar 1982 in Kalifornien eingetragen.
Es war klar, daß das IRS sich nicht einfach auf den Rücken
rollen und sagen würde: "Gut, wenn ihr Burschen sagt, daß
diese Warenzeichen, die dem RTC gespendet worden sind, 42,5
Millionen Dollar wert sind ..." (oder was auch immer die
entsprechende Zahl in Dollar sein müßte, um die Steuern
aufzuwiegen)"..., dann reicht uns das." Das RTC mußte
auf irgendeine echte Art demonstrieren, daß es wirklich die
Kontrolle über diese Warenzeichen hatte, daß das mehr war, als
eine bloße papierene Transaktion. Und auch, daß diese
Warenzeichen wirklich einen bedeutenden Wert hatten.
Der erste Schritt, der Anfang 1982 unternommen wurde, war
also, all die Büroarbeit für die Klasse-IV-Kirchen und darüber
zusammenzustellen. Was hier gemacht wurde, war das
"Religious Technology Center" praktisch zur obersten
Verwaltungsorganisation zu machen, die für die Aktivitäten all
dieser Klasse-IV-Orgs verantwortlich war, und diese Büroarbeit
gab dem RTC weitreichenden Einfluß auf die Kirchen. Sie konnten
Gruppen von Leuten in eine Kirche schicken, die Bücher konnten
inspiziert werden, Personal konnte hereingeholt und "Sec
Checks" unterzogen und auf andere Art gehandhabt werden.
Nichts Bedeutendes konnte getan werden, um diese Aktivitäten zu
verhindern. Nichtsdestoweniger verstand man genau, daß das RTC
der Kirche nützen sollte, und so war der Widerstand dagegen
nicht besonders groß.
Ein zusätzlicher Teil des Gesamteinkommens einer jeden Kirche
mußte an das RTC bezahlt werden als Gegenleistung dafür, daß
diese Organisation die Warenzeichen verwenden durfte. Meine
Informationen besagen, daß es sich um zusätzliche 5 % des
Gesamteinkommens handelte.
Sobald das abgeschlossen war, anscheinend im Frühjahr 1982,
begann man mit der Arbeit daran, alle Missions auf weltweiter
Basis neu zuzulassen. Diese Aufgabe ist schon ziemlich viel
schwieriger, weil es Missions an viel mehr Orten gibt als
Klasse-IV-Orgs und darüber, und die Büroarbeit mußte so
konstruiert werden, daß sie von gesetzlicher Seite in jedem Land
verwendet werden konnte. Das war eine bedeutende Aufgabe, und sie
arbeiteten den Großteil den Sommers daran, diese Büroarbeit
fertigzustellen.
Im frühen Herbst, um Septemberbeginn, wurden die neuen
Mission-Urkunden auf weltweiter Grundlage an alle Missions
verschickt. Sie bestanden aus einer neuen Urkunde, die die
Mission dem RTC unterordnete, und neuen Papieren, die bei der
Staats- oder Bundesregierung eingereicht werden mußten, je nach
dem, wo jede einzelne Mission ansässig war. Und es wurde auch
eine "Time- Machine" gegeben, und niemand störte sich
viel daran. Es gab einige Mission Holders, die diese Materialien
sorgfältig durchlasen und Einwände hatten, aber das Vorgehen
des RTC, das übrigens ziemlich plump war, führte dazu, daß
diese Papiere eingereicht wurden. Die Nachzügler wurden
aufgelesen, und zum größten Teil wurden alle Papiere, die man
zurückzubekommen erwartete, wirklich alle am 14. Oktober 1982
eingesammelt.
Das Mission-Holder-Treffen von San Francisco
Innerhalb von 72 Stunden wurde das berüchtigte
Mission-Holder-Treffen von San Francisco abgehalten. Es lohnt
sich, zu wissen, daß eine vollständige Niederschrift dieses
Treffens gemacht und veröffentlicht wurde. Ich rate Ihnen, sich
ein Exemplar davon zu beschaffen, denn es liest sich wirklich
gut. Trotzdem würde ich dabei vorsichtig sein, denn es gibt zwei
Fassungen davon, eine stark gekürzte redigierte Fassung, und
dann eine ziemlich lange Fassung, die 40 oder sogar 50 Seiten
lang ist, und das ist die, die Sie sehen sollen. Der Inhalt
dieses Treffens ist ganz schön schaurig.
Den "Mission Holders" wurde mitgeteilt, wenn sie
nicht befolgten, was das RTC anordnet und was das RTC sagt, ist
"Quelle" (Source), dann würden ihre Rechte, die Tech
zu verwenden, sich als Scientologe zu bezeichnen oder
"Scientology Missions" zu sein, aufgehoben. Wenn sie
diese Aufhebungs-Anweisungen nicht befolgten, dann würden
einzelne "Mission Holder" entweder zivilrechtlich oder
strafrechtlich verfolgt oder beides. Es gibt eine ganze Anzahl
von Drohungen, sie ins Gefängnis zu sperren, und andere
Aktivitäten dieser Sorte.
Zusätzlich zu all dem würden Gruppen von Leuten
ausgeschickt, um die Missions zu untersuchen. Sie würden die
Nase in ihre Bücher stecken, Ihre Tech überprüfen und so fort,
und jeder "Mission Holder" müsse für das Privileg
bezahlen, daß dies für ihn gemacht wird. Der Tarif dafür ist
genau 15.000 Dollar pro Tag, zahlbar bar und im voraus. Das
"Mission-Holder-Treffen" endete damit, und die
einzelnen "Mission Holder" gingen zurück zu ihren
Missions, und diese Untersuchungsteams kamen zu den Missions wie
versprochen. Sie kamen an, sie kassierten die Gebühren, von
denen sie gesagt hatten, daß sie sie kassieren würden innerhalb
von 10 Tagen nach Beendigung des Treffens. So hatten das RTC und
die Leute, die diese Untersuchungen machten, mehr als $ 2,000.000
in BAR eingenommen (zwei Millionen Dollar).
25 von den 98 Missions im US-Netzwerk wurden entweder
abtrünnig, das heißt, sie verließen die Kirche, oder gingen
bankrott und schlossen ihre Türen. Die "Westwood
Mission" in Los Angeles wurde schwer getroffen.
Buchstäblich jeder einzelne Dollar von jedem Bankkonto, das sie
hatten, wurde herausgenommen und dem RTC und/oder diesen
Untersuchungsteams gegeben, entweder in Form von Gebühren oder
von Strafen. Zusätzlich wurde vorher eine Vereinbarung
getroffen, daß jenen Missions, die vor SMI gegründet worden
waren ("Scientology Missions International"), erlaubt
werden würde, ihre Urkunden zu behalten, und daß sie keine neue
Urkunde von SMI kaufen müssen. Diese Vereinbarung wurde
widerrufen, und all jene Missions, die früher gegründet worden
waren, mußten jetzt neue Urkunden kaufen, jede zu $ 35.000,-.
Die "Westwood Mission" hatte am Schluß Strafen von
ungefähr $ 40.000,- und mußte außerdem noch die neue Urkunde
um $ 35.000,- kaufen, was Gesamtgebühren von $ 75.000,- ergab.
Das war eine finanzielle Last, von der sich diese Gruppe erst
noch erholen muß. Sie konnten nicht mehr inserieren, die
Mitarbeiter erhielten nur noch die halbe oder gar keine
Bezahlung, und seit damals waren sie finanzielle
Achterbahnfahrer, oder jedenfalls sehr wackelig.
Andere Missions fanden sich in einer ähnlichen Lage. Sie
wurden, als Ergebnis des Vorgefallenen entweder finanziell
erschöpft oder verwaltungsmäßig geschockt. Aber das
Missions-Netzwerk war nun gründlich unter der Kontrolle des RTC
und seiner Vollzugsorgane, der Finanzpolizei unter dem
Finanzdiktator, einem jungen Mann, dessen Name Wendel Reynolds
ist.
Die nächste Zielscheibe dieser Leute waren die Feldauditoren.
Das waren Gruppen von Menschen, die die Warenzeichen der
Scientology verwendeten, ohne ihren gerechten Anteil zu bezahlen.
Im Dezember 1982 wurde in Los Angeles eine Versammlung
einberufen, um alle Feldauditoren zusammenzurufen, um ihnen die
Tatsache anzukündigen, daß eine große Kampagne in Gang
gebracht wurde, um alle Feldauditoren in einer Organisation
zusammenzufassen, die "I HELP" genannt wurde. "I
HELP" steht für "The International Hubbard
Ecclesiastioal League of Pastors" (Hubbards Internationale
Geistliche Liga von Seelsorgern). Das war die Gruppe, in der die
Feldauditoren konzessioniert werden sollten. Die Erfordernisse
für die Mitgliedschaft in "I HELP" waren: Ein
jährlicher Mitgliedsbeitrag von $ 100,-, plus 10 % des
Gesamteinkommens als Auditor (die wiederum an "I
HELP"zu zahlen waren), und damit wären Sie ein
"Mitglied in gutem Ansehen". Außerdem hatten Sie
wöchentliche Statistikblätter, die Sie ausfüllen mußten, und
Sie mußten einen Vertrag unterschreiben, der alle Ihre früheren
Vereinbarungen mit der Kirche UND mit L. Ron Hubbard widerruft,
und mußten feststellen, daß Sie das RTC im Wesentlichen als den
Inhaber der Warenzeichen und als den übergeordneten
Organisationkörper oberhalb des "I HELP"-Netzwerkes
von Auditoren anerkennen.
Das Treffen in Los Angeles wurde in der "Lebanon
Hall" abgehalten, und es war sehr gut besucht. Schätzungen
belaufen sich auf etwa 300 bis 600 Besucher. Als das Treffen
begann, wurde die Frage gestellt, wie viele Menschen in der Halle
Feldauditoren seien, und praktisch jede Hand in der Halle hob
sich. Im Verlauf des Treffens wurde den Feldauditoren mitgeteilt,
daß "I HELP" sich dranmachen würde, Squirreling
auszumerzen. Und wenn sie jemanden kennen sollten, der squirrelt,
und von der Kirche nicht genügend schnell etwas unternommen
würde, dann wären Sie an diesem Punkt ermächtigt, diesen
Menschen in eine Allee mitzunehmen und, wenn Sie wollen, es ihm
handgreiflich zu erklären. Diese Art von wachsamer Ethik paßte
den Feldauditoren nicht besonders, und man konnte sagen - ich
kann es sagen, weil ich bei deren Treffen dort saß -, daß die
Unzufriedenheit innerhalb der Gruppe wuchs.
Außerdem wurde ihnen gesagt, wenn sie "I HELP"
nicht gehorchten, (wenn sie keine Akten anlegten, wo sie verlangt
würden; wenn sie ihre Gebühren nicht bezahlten) -, dann würden
sie zivilrechtlich und schließlich auch strafrechtlich verfolgt.
Das brachte wieder nicht gerade bei allen die guten Indikatoren
herein. Nach etwa zwei Drittel des Abends wurde wieder die Frage
gestellt: Wie viele Leute hier sind Feldauditoren? Wenn man sich
im Raum umschaute, zeigte sich, daß weniger als ein Dutzend
Leute die Hand hoben. Es gab eine bemerkenswerte Veränderung in
der Anzahl von anwesenden Feldauditoren im Verlauf des Treffens.
Trotzdem wurden die Pläne von "I HELP"
weiterentwickelt, jenes Treffen ging zu Ende, verschiedene Leute,
die andeuteten, sie seien Feldauditoren, erhielten Exemplare des
Vertrages, und man sagte ihnen, sie sollten ihn auf der Stelle
unterschreiben. In der Folge haben manche Leute Kopien des
Vertragen herausgeschmuggelt und man kann sie lesen. Sie lesen
sich wirklich sehr interessant. Sie demonstrieren, daß das RTC
wirklich die Kontrolle über die Kirche besitzt, und über ihre
verschiedenen Vollzugsorgane können sie wirklich Feldauditoren
bestrafen oder anderwärts verfolgen oder gegen sie vorgehen.
Tatsächlich kenne ich einen Feldauditor, mit dem auf solche
Art umgesprungen worden ist. Er wurde in eine lokale Org gerufen,
es wurde ihm mitgeteilt, daß man Untersuchungen über ihn
angestellt und festgestellt hatte, er sei der Mittelpunkt einer
gewissen Unzufriedenheit in der Gemeinschaft, und daß man
darangehen werde, ihn zu "durchleuchten". Er wurde mit
fünf Mitgliedern der Finanzpolizei und anderen in sein Büro
gebracht, er wurde, was ich "Banden-Sec-Checken" nenne,
das heißt, er wurde in einen Raum genommen und von mehr als
einer Person gleichzeitig einem Sec-Check unterzogen. Während
das in Gange war, wurden seine persönlichen Akten und alle
Materialien in seinem Büro durchsucht. Und zu dem Zeitpunkt, als
der Sec-Check abgeschlossen war, wurde ihm angekündigt, daß er
der Kirche Strafen schuldig sei, MEHR als $ 30.000,-.
Eine der Straten, die ihm auferlegt wurden, bekam er, weil er
das folgende "Verbrechen" verübt hatte: Er hatte zwei
PCs auf seinen Linien, von denen der eine sich beruflich damit
beschäftigte, Steuerlücken zu finden, und der andere bohrte
nach Öl. Diese beiden wurden einander bei einem
gesellschaftlichen Anlaß vorgestellt, und als sie darüber
sprachen, womit sie ihren Lebensunterhalt verdienten, trafen sie
eine Vereinbarung, daß sie ein Programm ausarbeiten würden, bei
dem eine Ölbohrung so arrangiert werden sollte, daß Steuern
gespart werden konnte. Etwas Geld wurde investiert, um dieses
Programm in Gang zu bringen. Diesem Feldauditor wurde nun gesagt,
das sei illegal, daß diese zwei Leute das Geld für die Brücke
hätten verwenden sollen, und daß es deshalb ein Verbrechen von
ihm gewesen sei, die beiden einander vorzustellen. Man erwartete
von ihm, eine Strafe dafür zu bezahlen, daß er das getan hatte.
"I HELP" wurde also in Los Angeles keine rasend
populäre Gruppe. Ich weiß keine Einzelheiten von anderen
Vorfällen dieser Art, aber ich habe Geschichten gehört, daß
solche Dinge geschehen sind. Über die eine, die ich Ihnen eben
weitergegeben habe, weiß ich genau Bescheid.
Während dieser Zeitspanne brachen die Statistiken der
Missions zusammen, wie Sie sich vorstellen können. Das
LRH-Geburtstagsspiel, das nach der LRH-ED 339-1 am 9. März 1983
enden sollte, besagte, daß die Orgs bis zu diesem Datum um das
5,4- fache expandieren sollten. Das war das Ziel des
Geburtstagsspieles, und der Zusammenbruch der Statistiken der
Missions tat dem beileibe nichts Gutes. Ein Telex wurde an die
Finanzpolizei und andere in Los Angeles geschickt, das sagte,
daß bis zum 9. März 1983 250 Menschen nach Flag gebracht werden
sollten. So kam ihnen eine glänzende Idee. Das ging so: Laßt
uns ein paar Leute im Feld ergattern, die eine große
Gefolgschaft haben, und wir werden diese Leute dazu verwenden, um
Leute aus der Gefolgschaft zu reggen und nach Flag zu bringen.
Der erste, der in diesem Zusammenhang angegangen wurde, war
ein Mann namens Richard Stuart. Er hatte eine ziemliche Anzahl
von Menschen, die an Seminaren und Kursen teilgenommen hatten,
die er in der einen oder anderen Aufmachung über finanzielles
Management gegeben hatte. Er hatte einen Kurs darüber
abgehalten, wie man Grundbesitz verwaltet, wie man in Grundbesitz
investiert, natürlich darüber, wie man Millionär wird und
dergleichen Dinge. Richard Stuart wurde gebeten, bei diesem
Unternehmen zu kooperieren; er sollte im Grunde seinen gesamten
Mitarbeiterstab von der täglichen Arbeit abziehen und sie an
diesem Reg-Programm arbeiten lassen. Als er - obwohl nicht
unfreundlich - ablehnte, beschuldigte man ihn nichtsdestoweniger,
ein Squirrel zu sein. Er wurde in seinen Büroräumen
"Banden-Sec-Checks" unterzogen, und man rief seinen
gesamten Stab zusammen und ließ verlauten, daß Richard Stuart
sie alle an der Nase herumgeführt hätte, daß er ein Squirrel
und schlechter Mensch sei, und daß jeder einzelne von diesen
Mitarbeitern dafür verantwortlich sei, fleißig zu sein, jeden
einzelnen Menschen herzuholen, der je einen Richard- Stuart-Kurs
belegt hatte, und daß jeder einzelne von diesen Menschen nach
Flag kommen und den "Keeping Scientology Working
Course" ("Kurs: Die Funktionsfähigkeit der Scientology
erhalten") machen müsse.
Ein paar Leute fragten, wozu es nötig sei, nach Flag zu
kommen, um den Kurs zu machen, wenn es zumindest vier große Orgs
gleich dort im Gebiet von Los Angeles gebe. Die Gründe, die
ihnen genannt wurden, waren, daß es im Gebiet von Los Angeles
schwerwiegende Out-Tech gebe, weil es Richard Stuart gestattet
worden war, in dieser Umgebung zu operieren, und niemand hatte
Berichte geschrieben, um dieses Squirreling auszumerzen.
Außerdem sagte man ihnen, daß sie nach Flag gehen müßten,
weil die Tech bis heute out sei, und daß sie dort in der
richtigen Umgebung seien, um diese Tech-"Beförderung"
zu bekommen.
Verschiedene Leute erhoben die Frage, ob es nicht
kostengünstiger sei, Überwacher von Flag nach Los Angeles zu
bringen, da es hier 200 oder 300 Menschen gab, die diesen Kurs
brauchten, und ob es nicht kostengünstiger sei, es auf diese
Weise zu machen, vorausgesetzt, daß ein Scientologe in der Regel
mehr Fallgewinn von Training und Auditing hat, als von
Flugreisen. Es schien sich zu lohnen, das Geld für das
Flugticket für die Brücke auszugeben. Trotzdem wurde die Idee
abgelehnt. Natürlich ist es ganz klar, warum - die Idee war ja,
diese Leute nach Flag zu bringen, sie in Flag Dienstleistungen
kaufen zu lassen, sie Flag für die Unterkunft zahlen zu lassen.
Viele von ihnen, wenn sie sich auch nur im mindesten beschwerten,
wurden augenblicklich auf "Sec- Checks" gesetzt. Das
heißt, das Geld, das sie für Auditing auf die Seite gelegt
hatten, wurde dafür verwendet, festzustellen, ob sie Overts
hätten. Viele, viele Tausende von Dollar wurden dafür
verbraucht, daß unnötige "Sec-Checks" mit Leuten auf
Flag gemacht wurden, obwohl man darüber streiten könnte, ob sie
notwendig waren oder nicht. Ich habe mit einer ganzen Anzahl von
Menschen gesprochen, die hingegangen sind und sie wirklich
bekommen haben, und sie waren völlig überzeugt, daß sie
unnötig waren.
Das Ziel dieses Programmes war es anscheinend, in Flag 3,8
Millionen Dollar zusammenzubekommen. Laut einem Interview, das
jemand, mit dem ich gesprochen habe, mit einem Reg in Flag hatte,
erreichte dieses Programm das gesteckte Ziel nicht, es fehlten
etwa eine Million Dollar. Aber dennoch war es insofern
erfolgreich, als daß mehr als 2,5 Millionen Dollar eingenommen
wurden.
Die Stimmung in Los Angeles wurde sehr furchtsam. An andere
Menschen in dem Gebiet ging die Finanzpolizei auf ähnliche Weise
heran. Ein Arzt, ein Chiropraktiker, ein Ernährungsspezialist
wurden alle angegangen. Ihre Leute wurden hereingeholt, man sagte
ihnen, daß diese Menschen gesquirrelt oder die Tech auf andere
Weise verändert hätten, und einzelne Menschen aus diesen
Gruppen wurden auch angewiesen, nach Flag zu gehen und den
"Keeping Scientology Working Course" zu machen. Manche
wurden eingeschüchtert, vielen wurde gesagt, daß man ihnen
nicht erlauben würde, überhaupt auf die Brücke
zurückzukommen, wenn sie diesen Anweisungen nicht gehorchten. Es
wurde also eine Atmosphäre bemerkenswerter Furcht erzeugt, und
bis zum heutigen Tag ist diese Atmosphäre nicht besser geworden.
World Institute of Scientology Enterprises
Es gab immer noch eine Gruppe von Scientologen, die nicht
ihren "gerechten" Anteil an die RTC- und/oder
Kirchen-Organisationen der einen oder anderen Art bezahlten. Das
waren jene, die Firmen besaßen. Also wurde das "World
Institute of Scientology Enterprises", oder
"WISE", wie es gewöhnlich genannt wird, verstärkt.
Ein neuer "ED International" wurde für WISE ernannt,
und WISE bekam ein Programm, wonach es Geschäftsleute anwerben
sollte, damit sie ordentlich ihren "Zehnten" bezahlten.
Der "Zehnte" sollte ein jährlicher Mitgliedsbeitrag
von $ 250 sein, 6% des Gesamteinkommens der Firma PLUS 7% des
Reingewinns der Firma. Wie Sie sich vorstellen können, waren
verschiedene der Firmen, an die man diesbezüglich herantrat,
nicht gerade entzückt. Dieses bestimmte Policy, die Leute unter
Vertrag zu nehmen, so daß sie das zahlten, wird gegenwärtig
überprüft. Wir sind nicht sicher, ob sie das weiterverfolgen
werden oder nicht. Die Menge Ärger, die das verursacht hat, war
unermeßlich.
Ein zusätzlichen Programm wurde erwogen und an einem Ort
wirklich begonnen, wo ganz einfach Scientologen, die für ihren
Lebensunterhalt arbeiteten, gesagt wurde, sie müßten 7% ihres
Gesamteinkommens als "Zehnten" bezahlen.
(Ein Teil des Tonbands ist hier beschädigt.)
Was Anne und Pat Brocker sowie David Miscavige betrifft, so
ist es die Grundlage ihrer Macht, daß sie auf den
Kommunikationslinien sitzen - wie wir bereits besprochen haben.
Diese drei Menschen sind zu Treuhändern für den Besitz von LRH
ernannt worden. Jeder von ihnen soll eine Gebühr von 5% des
anvertrauten Gutes als Entlohnung für die Treuhänderschaft
erhalten, wenn Sie wollen, dafür, daß er verantwortlich für
diese bestimmte Aufgabe ist. Offensichtlich gibt es einen
beträchtlichen finanziellen Anreiz für sie, diese Position zu
behalten. Die Finanzpolizei und ihre Mißhandlung des
Scientology-Publikums, waren, nach unserem besten Verständnis,
vor allem ein Versuch, die Größe dieser treuhänderisch
verwalteten Güter zu vermehren und die finanzielle Macht der
Kirche weltweit zu steigern.
Vor kurzem, am 12. Juni 1983, wurde in der "St.
Petersburg Times" in St. Petersburg, Florida, die Existenz
der "Religious Research Foundation" enthüllt. In
diesem Artikel wurde aufgedeckt, daß bestimmte Gelder von der
RRF an LRH persönlich bezahlt wurden. Das wäre, was man im
Steuer-Jargon "Enurment" nennt. "Enurment"
ist die Weitergabe von Geld von einer gemeinnützigen Vereinigung
zum Vorteil einer Privatperson, und zwar abgesehen davon, daß
diese Person einfach ein Mitarbeiter ist und ein Gehalt bezieht.
"Enurment" genügt als Beweis, damit der Status der
Steuerbefreiung verlorengeht, und die Kirche ist deshalb in
beträchtlicher Gefahr. Wenn das IRS eine Strafe über die Kirche
verhängt, und das könnte das Ergebnis sein, weil ja Ron selbst
erkleckliche Geldsummen erhalten hat, dann könnte das der Kirche
buchstäblich -zig Millionen an Steuernachzahlungen bescheren.
Es gab eine Steuersache gegen die Kirche, die sich auf das
Steuerjahr 1973/74 bezog. Dieser Prozeß ging verloren, und
Anfang 1980 wurde der Gebäudekomplex in Los Angeles gepfändet,
der allgemein als die "blauen Gebäude" bekannt ist.
Die Gebäude wurden für 6 Millionen Dollar Steuer gepfändet, je
nachdem, was das Ergebnis der Berufungen in diesem Prozeß sein
würde. Es ist nicht unwahrscheinlich, zu erwarten, daß das IRS
die Kirche vor Gericht zitiert und versucht, andere
Steuerpfänder für andere Steuerjahre zu erzwingen, basierend
auf der Tatsache, daß angeblich dieses persönliche
"Enurement" vorgekommen ist.
Die Reaktion der Kirche auf dieses potentielle Steuerrisiko
war es, auf ihre verschiedenen Besitztümer Hypotheken
aufzunehmen. Auf die Gebäude in Florida, die "Flag Land
Base", die Miami Org, das Gebäude in Clearwater und andere
Gebäude dort wurden - wie unsere Nachforschungen ergeben haben -
vor kurzem sehr hohe Hypotheken aufgenommen. Wir haben erfahren,
daß auch auf andere Gebäude der Kirche in der Gegend Hypotheken
aufgenommen worden sind. Der Zweck dafür ist natürlich
folgender: Wenn eine Steuerpfändung beantragt wird, und auf dem
Besitz eine Hypothek liegt, dann hat der Besitz keinen Wert, nach
dem man greifen kann. Der Wert des Besitzes ist herausgenommen
worden. Was das IRS im Grunde pfändet, ist die Hypothek, im
Gegensatz zum wirklichen Wert.
Der Druck, der auf die Kirche ausgeübt worden ist - sei es
nun finanziell, steuerlich oder politisch und so weiter - hat die
Atmosphäre in der Kirche verändert. Das ist bestimmt für
niemanden eine Überraschung, der in jüngster Zeit aktiv auf den
Linien der Kirche war, vor allem im Gebiet von Los Angeles ist
die Ethik sehr, sehr drastisch. Die Sicherheit ist sehr, sehr
drastisch. Die Kirche scheint sich ganz allgemein sehr große
Sorgen um ihr Fortbestehen zu machen. Ich glaube sie hat sehr
gute Gründe dafür, sich solche Sorgen um ihr Überleben zu
machen. Es ist nun an der Zeit, sich danach umzusehen, welche
Alternativen es für jene Mensohen gibt, die die Brücke
hinaufgehen wollen, die ihre Scientology-Dienstleistungen nicht
unter solchen Schikanen nehmen wollen, wie wir sie besprochen
haben, und die nicht die Preise für Dienstleistungen bezahlen
wollen, wie die Kirche offensichtlich zu verlangen gezwungen
worden ist.
Die alternative Bewegung
Es gibt gute Nachrichten, und es gibt schlechte Nachrichten.
Sie haben die schlechten Nachrichten gehört, nun wollen wir uns
ein paar Augenblicke Zeit nehmen und über die guten Nachrichten
sprechen. Zuallererst: Es gibt jede Menge von Orten, wo man die
Scientology-Brücke hochgehen kann. Überall im Land gibt es
Feldauditoren mit kleinen Gruppen, die hochgeschossen sind, und
die die unteren Teile der "Brücke" anbieten können,
aber auch den "Clearing Course" und die OT-Stufen.
Solche Gruppen sind nicht allesamt absolut standardgemäß; es
gibt einige gute darunter und einige, die schlecht sind.
Scientologen tragen jetzt eine neue Verantwortung - jene, die
weitermachen wollen - für die Form, die wir alternative
"Scientology-Niederlassungen" nennen. Sie müssen sie
in ähnlicher Weise durchleuchten, wie einen Arzt oder einen
Zahnarzt. Sie müssen den Einzelnen oder die Gruppe überprüfen,
mit denen sie in Verbindung treten wollen, um selbst die Tech zu
untersuchen, um sicher zu sein, daß das Auditing und das
Training, das an diesem Ort im Gange ist, standardgemäß ist,
und um in dieser Hinsicht eine vernünftige Wahl zu treffen. In
den vergangenen Jahren war es sicherlich bequem, diese
Verantwortung der Kirche zuzuschieben. Ich bin sicherlich Zeuge
gewesen, wie es versäumt wurde, dieser Verantwortung gerecht zu
werden, und ich denke, es könnte ein Segen für uns alle sein,
diese Verantwortung wieder auf uns zu nehmen - ein jeder von uns
für sich selbst.
Überall schießen die ganze Zeit neue Kirchen aus dem Boden.
David Mayo und seine Freunde haben eine neue Kirche gegründet.
Im Gebiet von Riverside haben Bent Corydon und seine Freunde die
"Kirche von Scio und Logos" gegründet, und sie liefern
Dienstleistungen. Im Gebiet von Sacramento sind Marvin Price und
sein "Personal Ability" oder "Advanced Ability
Center" rührig und bewegen Scientologen aktiv die Brücke
hinauf - zu vernünftigen Preisen. Diese Art von Alternativen
gibt es überall im Land. In diesen Gruppen herrscht der
Eindruck, daß der Grund dafür, daß die Mißstände, über die
wir gesprochen haben, eintreten konnten, weil die Kirche ein
Monopol hatte. Und es ist ganz allgemein ihre Absicht gewesen,
dieses Monopol brechen zu helfen. Ich habe die Erfahrung gemacht,
daß diese Gruppen in keiner Games-Condition mit der Kirche sind.
Sie versuchen nicht, hinauszugehen und die Kirche fertigzumachen.
Übrigens glaube ich nicht, daß irgendjemand das besser
zustandebringen könnte als es die Kirche selbst im Augenblick
tut.
Der springende Punkt ist, daß wir alle Menschen die
"Brücke" hinaufbringen möchten, daß wir alle den
Planeten klären möchten, daß wir alle die Ziele erreichen
möchten, die wir uns setzten, als wir in Scientology kamen. Es
ist nicht notwendig, gegen die Kirche zu kämpfen, die Kirche zu
"unmocken", wenn wir das tun wollen. Es gibt nur
bestimmte Belastungen, die die Kirche wirklich auf jedem
wichtigen Weg beeinflussen. Sicherlich ist Ron selber eine
Belastung. Der Markt - wieviel Geld ist auf dem Markt verfügbar,
das ist eine andere Belastung. Und da es unmöglich war,
vernünftige Kommunikation von und zu Ron zu befördern, und da
die internen Kämpfe der Kirche als ganzes von dieser neuen
Managergruppe kontrolliert worden sind, ist der einzige Druck,
der wirklich gegen die Kirche wirksam ist, der Druck durch den
Markt.
Ehrlich, die ideale Szene, soweit jeder sonst im Feld ganz
allgemein betroffen ist, wäre, daß die Kirche die Popularität
und die Stärke dessen untersucht, was im Feld vor sich geht,
daß sie sich darüber klar wird, daß die Tech von jeder
beliebigen Anzahl von Menschen geliefert werden kann, und daß
sie in ökonomischer Hinsicht zu sich kommt. Daß sie anfängt,
die Kirche wieder zu vereinen, anstatt einfach nur jeden zu
attackieren und hinauszuwerfen, der eine alternative Idee hat.
Sie werden feststellen, daß in diesen alternativen Gruppen
unsere Freiheit das Losungswort ist. Es ist sehr schwierig, in
einer Umgebung voll enormer Unterdrückung und Schikanen
vollkommene Freiheit zu vertreten. Die alternativen Gruppen, so
haben wir in den meisten Fällen festgestellt, bieten Scientology
in einer viel weniger schikanösen Umgebung an. Wir laden Sie
ein, sich einmal umzusehen und zu beobachten, was in Ihrem Gebiet
vor sich geht, sich etwas Zeit zu nehmen und die Dinge zu
untersuchen, die hier gesagt worden sind. Es geht eine enorme
Menge von Dokumentation Hand in Hand mit diesen Dingen, die
gesagt worden sind, und diese Dokumentation steht weithin zur
Verfügung. Ich möchte Sie also einladen, das zu tun, und
natürlich so skeptisch zu sein, wie Sie es wären, wenn Sie ein
gebrauchtes Auto kauften. Vielleicht haben viele von uns früher
den Fehler gemacht, als sie mit Scientology zu tun bekamen, daß
sie Haltungen und Gesichtspunkte übernahmen, ohne sich die Zeit
zu nehmen, die Verästelungen dessen ernsthaft zu überdenken.
Dies ist nicht die Zeit, in der man diesen Fehler wiederholen
sollte.
(Diese Abschrift stammt von einer
Tonband-Kassettenaufzeichnung eines Vortrages von John Zegel,
Feldauditor in Kalifornien.)