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Abkürzungsverzeichnis
Quellenverzeichnis

 

Chronologie der Scientologischen Bewegung

1970 - 1974

1970 ab LRH erstellte 1970 das Projekt "Snow White", welches zum Ziel hatte, die falschen Berichte in den Regierungsakten durch Richtigstellungen zu ersetzen. (11, S. 11)
1970 März Anfang der 70er Jahre setzte sich die Idee durch, einen sicheren Platz als Scientology-Zentrale an Land zu etablieren. Man hatte große Hoffnungen in die Errichtung einer Universität für Philosophie auf der griechischen Insel Korfu gesetzt. Dieses Projekt lief schief, als ungerechtfertigte Unterstützungsforderungen an die griechische Regierung gestellt wurden. Die Schiffe mußten den Hafen Korfu's im März 1970 verlassen. (2, S. 35)

Die Sea Org kreuzt im Mittelmeer, hat aber in sämtlichen angelaufenen Häfen Schwierigkeiten. (12)

Die Situation in Spanien zu beheben war teilweise erfolgreich. Wir fanden heraus, daß der hauptsächliche Protest gegen uns, bzw. die Anwesenheit der Apollo, von Madrid aus kam. Sie entdeckten, daß die Informationen der Regierung von Interpol ausgingen und wußten nicht, was dagegen zu tun war.

Die Namen aller Leute, die damals mit dem Schiff in Verbindung standen, die führenden Offiziere usw., sind in den Akten von Interpol und in der Feindesliste, das heißt, in der Liste der Staatsfeinde der Vereinigten Staaten verzeichnet. (11, S. 11)

1970 28.4. Die Hubbard Association of Scientologists International reichte in Australien Klage gegen Anderson und Just wegen Verfahrensfehler, Pflichtverletzung und Rücksichtslosigkeit bezüglich der Scientology- Untersuchung ein.

Die Gesetzgebung von Viktoria verabschiedete daraufhin rückwirkend ein Gesetz, welches Anderson und Just absolute Immunität gewährte. (4, S. 155)

1970 2.9. Der Leiter der Rechnungsprüfungsabteilung des IRS (Internal Revenue Service - US Finanzbehörde), S. B. Wolfe, gab einen dreiseitigen, vertraulichen Anhang (42G(II)6G-53) zum Handbuch des IRS heraus, in dem er den Hintergrund der Kirche beschrieb und die Bezirksbeamten anwies, alle Scientology-Organisationen, die Einkommenserklärungen abgeben, zu kennzeichnen.

Ein besonderes Formblatt (M-0696) für die Berichterstattung eines Scientology-Falles wurde von dem nationalen Büro der Behörde gedruckt und an jeden Regionaldirektor verteilt, der für das Steuerprüfprogramm für Organisationen zuständig war. (1, S. 173)

1970 Sept. OT VII wurde freigegeben. (5, S.148)
1970 31.12. Sir John Foster schloß seine Untersuchung der Scientology ab und legte einige Monate später einen schriftlichen Bericht vor. Jedoch zeigte Sir Keith Joseph, der zu dieser Zeit Richard Crossman als Minister für Soziales abgelöst hatte, eine Abneigung den Bericht zu veröffentlichen oder seinen Inhalt bekanntzugeben.

Dem öffentlichen Druck nachgebend, wurde der Foster-Bericht schließlich am 22.12.71 veröffentlicht. (1, S. 200)

1970 Als eine kleine Scientology-Mission in Holland gegründet wurde, sorgte die englische National Association for Mental Health für eine Zusammenkunft zwischen ihren und den Vertretern ihrer holländischen Zweigstelle. Zu den letzteren gehört der Herausgeber der Zeitung Vrij Nederland, die kurz danach einen Angriff auf die Scientology losließ, der auf Angaben beruhte, die zum Teil unter Bedrohung holländischer Scientologen erzwungen wurden. (1, S. 227)
1971 Jan. John Cole, ein anderer Agent des FBI wurde auf die Scientologen angesetzt. Cole verklagte die Kirchenmitglieder Terry Milner und Henning Heldt, die ihn nach seiner Aussage in einem Kirchenbüro angegriffen hätten. Er war in diesem Büro auf der Suche nach vertraulichen Informationen, für die er, so versicherte er den beiden, willens war zu zahlen.

Am 27.1.71 schrieb Cole's Rechtsanwalt der Staatsanwaltschaft in Los Angeles. Er wies darauf hin, daß die Angeklagten (Milner und Heldt) Informationen über Cole's Vergangenheit, bezüglich seiner Informatentätigkeit für verschiedene Regierungsstellen, einschließlich Department of Justice, Senator Eastland's Committee, FBI, CIA, C-11 und anderen, enthüllen wollen.

"Das FBI bat mich, im Hinblick auf mögliche Vorschläge, Ihr Büro zu kontaktieren, um die Beantwortung der aufgeführten Fragen in diesem Gebiet zu vermeiden. Herr Cole gibt zu bedenken, daß die Information, vom Regierungsblickpunkt aus, sehr vertraulich und deren Enthüllung nicht im Interesse der nationalen Sicherheit sei. Desweiteren würden dadurch die Leben von mindestens vier Regierungsagenten gefährdet." (10, S. 64)

Terry Milner wurde seines Postens in BI (Bureau I, Informationsabteilung des Guardian Office) enthoben, sodaß das Feld für Bob Thomas frei war, um jeden, den er wollte, auf diesen Posten zu setzen. (11, S. 10)

1970/7 Der Spiegel - Griechenland: Touristen - Unerhörte Orgien

Stichworte: Royal Scotsman auf der Insel Korfu mit Hubbard und 200 Anhängern; die Geschäftsleute nahmen täglich etwas 10.000 DM ein; die griechischen Behörden protestierten gegen das Schiff; im Februar 1969 fand Pattakos Anlaß zum Einschreiten. "Sekten-Chef Hubbard vermißte eines seiner Mädchen an Bord. Polizisten stöberten die Abtrünnige in einer Scheune auf - bei einer "strafbaren Handlung mit einem Korfioten" (Pattakos). Zu Beginn der neuen Saison mußte das Schiff auslaufen."

1971 März Ein geheimer Operationsplan des FBI wurde bekannt, genannt Cointelpro. Dieser Begriff war bis dato außerhalb der FBI-Welt unbekannt und steht für "Counter-Intelligence Program". Es wurde durch den FOIA bekannt, daß dieses Programm seit etwa 15 (Seite ) Jahren läuft. (10, S. 53ff)
1971 22.12. Dem öffentlichen Druck nachgebend, wurde der Foster-Bericht (192 Seiten Umfang) schließlich veröffentlicht. Seine Hauptempfehlungen:

  1. Die Mehrheit der Regierungsmaßnahmen gegen Scientology waren ungerechtfertigt, und die Einreiseverweigerung für ausländische Scientologen nach Großbritannien sollte aufgehoben werden.
  2. Gesetze zu verabschieden, deren Ziel es sein sollte, die Praxis der Psychotherapie gegen Entgelt oder Vergütung zu überwachen. Nach den Bestimmungen dieses Gesetzes sollte ein Berufsrat eingerichtet werden, der über die Qualifikationen der Ausübenden zu befinden hätte. (1, S. 203)
  3. Das Finanzamt möge sich aller Schattengesellschaften der Scientologen annehmen. (1, S. 207)
Die Empfehlung dieses Berichtes führte nicht zur Aufhebung des Banns. Dieser erfolgte erst im Sommer 1980. (1, S. 210)

Im Umfeld der National Association for Mental Health wurde der Foster- Bericht mit Freude aufgenommen. In einem Brief vom 29.12.71 an Mary Applebey, Generalsekretär der NAMH, schrieb Dr. D. H. Clark:

"Ich habe den größten Teil des Weihnachtsmorgens mit der Lektüre des Foster-Berichtes zugebracht, und die Einzelheiten haben mich mit einer ganz unweihnachtlichen Freude erfüllt. Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube, Sir John Foster hat der Scientology eine sehr feine, aber böse Wunde beigebracht, an der sie viele Jahre lang leiden wird....

Ich glaube, daß die Wirkung insgesamt auf jeden aufgeschlossenen Menschen die ist, daß er die Scientology einfach ablehnt und ich hoffe, daß möglichst viele Leute - alle Abgeordneten zum Beispiel - den Bericht lesen werden.

Ich glaube Sir John hat sich vor allem an diese wenden wollen. Ich glaube, er ist zu dem Schluß gekommen, daß die Scientology- Führung aus bösen, herrschsüchtigen, paranoiden und streitsüchtigen Menschen besteht.

Ich glaube, er beschloß, einen Bericht für Leute seiner eigenen Art, Abgeordnete des Parlaments, Richter, Rechtsanwälte, Angehörige des Establishment zu schreiben, der den Leser langsam dazu bringen soll, die Scientology zu verdammen, indem er aus ihren eigenen Texten Zitate anführt...

Wenn ich mit meiner Beurteilung recht habe, dann sollten wir große Mengen des Foster-Berichtes ankaufen, um sie immer verfügbar zu haben, wenn jemand sie zur Lektüre anfordert. Wir sollten dem Bericht größtmögliche Publicity geben. Können wir vielleicht eine Ausgabe von Mental Health ausschließlich Zitaten aus dem Foster- Bericht widmen - indem wir zum Beispiel Sir John's Techniken benutzen und nichts Eigenes hinzufügen, sondern nur von ihm zitieren". (1, S. 207/208)

1971 - 1972 Die Sea Org kreuzt im Ost-Atlantik zwischen Marokko, Spanien und Portugal. L. Ron Hubbard und Mary Sue Hubbard leben in Tanger. (12)

Das Schiff kreuzte zwischen Spanien und Portugal und es kam zu politischen Schwierigkeiten. Später wurde herausgefunden, daß diese Schwierigkeiten auf Falschinformationen basierten, die aus Washington D.C. zu den Botschaften und Konsulaten in verschiedenen Häfen kam und von dort aus zu den Regierungen verbreitet wurden. "Sie unterstellten uns, daß wir entweder Drogenhändler, Mädchenhändler oder weiße Sklavenhändler etc. wären... Sie beschuldigten uns zum CIA zu gehören, gaben die Daten den kommunistischen Parteien der Länder, was dann viel Aufruhr verursachte." (11, S. 10)

1971 seit ca. Verschiedene Büros der Scientology Kirche, sowie einige Rechtsanwälte der Kirche unterliegen der elektronischen Überwachung durch das FBI. (10, S. 70/72)
1972 April Memorandum des U.S. State Department an die U.S. Botschaft in Spanien, Madrid, mit verschiedensten Gerüchten über die Apollo, einschließlich der Spekulation über möglichen Drogenmißbrauch an Bord des Schiffes. (10, S. 80)
1972, August Der Spiegel Nr. 21, Sekten: Teure Freiheit

Die aus den USA stammende Scientology-Sekte hat in München eine Filiale gegründet. Die Schulmedizin wirft den Sektierern vor, sich durch Kurpfuscherei zu bereichern.

1972 19.11. Eine Sendung Schokolade wurde von der Kirche per Luftfracht verschickt und durch die Drogenabteilung der spanischen Geheimpolizei untersucht. Es wurde gesagt, man habe Anzeichen für LSD entdeckt. Sechs Amerikaner und zwei Engländer wurden festgenommen und in der Gegenwart eines Agenten der U.S. Drug Enforcement Agency verhört ("durch die Mangel gedreht"). Sie wurden bedroht und beschuldigt mit Drogen zu handeln.

Nach einigen Tagen stellte sich heraus, daß kein LSD gefunden wurde und man ließ die Leute frei. (10, S. 80/81)

(...) "Sie wurden alle aufgrund einer verrückten Anklage verhaftet, die von der Regierung der Vereinigten Staaten weitergegeben wurde. Der Anklagepunkt war: "Wir würden in Spanien mit Drogen handeln". Die Polizei kam herein, warf jeden ins Gefängnis, bedrohte sie sehr schlimm. Sie haben sie nicht direkt gefoltert, aber sie gaben ihnen nicht viel zu essen, hielten sie in Einzelzellen und ließen sie ihre Rechtsanwälte weder sehen noch sprechen. Schließlich kam eine Nachricht von einer Person, die herausgefunden hatte, daß die Leute im Gefängnis waren. Es wurden Rechtsanwälte beschafft und sie kamen frei. Natürlich fanden sie keine Drogen. Sie fanden keine Beweise. (11, S. 13)

Als auf einen der Gefolgsleute Franco's, Carrero Blanco, ein Attentat verübt wurde, schrieb eine Zeitung, daß wir dahinter stecken würden. Das war die Geisteshaltung. Es gab immer einen Reporter, der versuchte, eine Geschichte über das "Geisterschiff Apollo" zu bekommen. " (11, S. 13)

1972 Dez. Die Polizei von Tanger fordert die Apollo auf, die marokkanischen Gewässer zu verlassen. (10, S. 80)
1972 3.12. LRH und Begleitung müssen Marokko innerhalb 24 Stunden verlassen. LRH fliegt mit zwei Begleitern nach New York, wo sie im Stadtteil Queens ein Apartment mieten. (12)

Auf der Suche nach einer sicheren Landbasis für Scientology wurden Verhandlungen mit der marokkanischen Regierung aufgenommen, die jedoch erfolglos blieben. Im Dezember mußten die Schiffe Tanger verlassen. (2, S. 36)

1972 In der Zeitung "Freiheit", herausgegeben von der Scientology-Kirche Deutschland, erscheint ein Artikel über und gegen das Max Plank Institut für Psychiatrie (MPIP) bezogen auf die Tätigkeit im Dritten Reich als Kaiser Wilhelm Institut für Psychiatrie.

Das MPIP bat die Max Plank Gesellschaft um Hilfe und die wiederum wandte sich an das Bundesministerium für Jugend Familie und Gesundheit (BMJFG). Von dort aus ging das Hilfegesuchen weiter zum Bundesministerium des Inneren und von dort aus zum Bundeskriminalamt (BKA). Über Interpol wurden Informationen zur Scientology-Kirche angefordert.

1972 ca. "Das Flaggschiff läuft unter der Vereinigung der Scientology-Kirche von Kalifornien. Die Steuern werden überprüft, insbesondere der Status der Steuerbefreiung. Um einen Teil dieses Problems zu lösen, der insbesondere das außerordentlich hohe Einkommen der Kirche beinhaltet, über das hinaus, was gespendet worden war, und Probleme, die daraus hätten entstehen können, entschied Herbie Parkhouse (Deputy Guardian for Public Relations), daß es geschickt wäre, einen ausländischen Verein zu gründen, um so über das ausländische Geld zu verfügen, das zum Flaggschiff kam. Das bedeutete, daß das Geld all derer auf dem Schiff zu ausländischen Banken gehen würde. Ein Verein wurde gegründet, genannt Religious Research Foundation (Religiöse Foschungsstiftung) oder RRF. Wie es scheint, wurde er in Luxemburg gegründet und Bankkonten wurden in Luxemburg eingerichtet, um das Geld der Kirche dort zu handhaben. Wenn also ein Mensch zum Flaggschiff kommen würde, der nicht USA-Staatsbürger war, so würde sein Geld in Empfang genommen und vom RRF verrechnet werden, und danach sollte es direkt nach Luxemburg gebracht werden, wo es auf dortigen Konten deponiert werden sollte.

Die Kuriere, die darin dann aktiv wurden, waren Pat Broeker und Peter Gilliam Jr.." (14)

1973 12.2. Die Regierung Australiens erklärt die Scientology Kirche zu einer religiösen Gruppe, die auch Trauungen durchführen kann. (4, S. 155)
1973 1.3. Der U.S. Court of Appeals entschied in dem Fall, ausgehend von der Food and Drug Administration, daß die Scientology-Kirche eine Religion sei und daß die 1963 beschlagnahmten Materialien zurückgegeben werden müssen (1, S. 130/137), was am 23.10.73 auch geschah. (4, S. 154)
1973 8.3. Das Bundeskriminalamt erstellt einen Bericht über Scientology, basierend auf dem Hilfegesuch des Bundesministerium für Jugend Familie und Gesundheit von 1972. Dieser Bericht wurde der Presse zugänglich gemacht und dort ausgeschlachtet. (4, S. 177, teilweise)

Die Scientology-Kirche klagte gegen den Bericht. (8, S. 25)

In dem BKA-Bericht heißt es unter anderem:

... Die Tätigkeit der Organisation besteht in einer psychologischen Amateur- Analyse des Menschen, was als eine Art Gehirnwäsche bezeichnet werden kann. Nach Entrichtung einer Gebühr wird vom Lernenden zunächst verlangt, daß er sich "verarbeiten" läßt. Er muß sich bestimmten Tests sowie Befragungen unterwerfen, die angeblich dazu dienen, psychosomatische Krankheiten auszuschalten, den Intelligenzquotienten zu erhöhen, eine größere Klarheit und Schärfe des Wahrnehmungsvermögens herbeizuführen (..) (8, S. 281)

1973 3.9.

Die Scientology-Kirche reicht in Bezug auf den Bericht des Bundeskriminalamtes und dessen Verbreitung Klage ein. Betroffen sind:

Die Max Plank Gesellschaft, ein Angestellter der Rechtsabteilung der MPG,
der Direktor, Max Plank Institut für Psychiatrie
Bundeskriminalamt, dem Chef des BKA sowie zwei Angestellte des BKA
Bundesministerium für Jugend Familie und Gesundheit
Bundesministerium des Inneren (8, S. 281)
1973 5.9. Der IRS bat bei Gericht darum, die finanziellen Aufzeichnungen der Church of Scientology California, für die Jahre 1968/69 prüfen zu dürfen und den Präsidenten der Kirche abzusetzen. Zu dieser Zeit liefen Verhandlungen zur Steuerbefreiung für die Jahre 1964-67. (4, S. 154)
1973 6.9. Die Scientology-Kirche Amsterdam wird gegründet. (4, S. 143)
1973 Sept. LRH kehrt nach Lissabon zurück, wo sich die Apollo befindet. Die Sea Org kreuzt im Ost-Atlantik. (aus einer Zeitspur-Zusammenstellung über den Aufenthalt von LRH des OT-Komitee Schweiz, Informationsblatt Nr.2, Juni 1984)
1973 25.10. Narconon wurde in Berlin gegründet. (4, S. 147)
1973 Okt. Das Bayerische Kultusministerium erkennt Scientology als eine Religion an. (4, S. 158)
1973 10.11. Narconon Berlin nimmt die Arbeit in der Drogenrehabilitation auf. (4, S. 147)
1973 12.12. Die Scientology-Kirche Melbourn wird als Kirche eingetragen. Gleichzeitig wurde sie steuerbefreit. (4, S. 155)
1973 Mit dem Wechsel in der australischen Regierung zu einer Labour-Regierung änderte sich die Einstellung Scientology gegenüber. In diesem Jahr erkannte der Generalanwalt der Kirche das Recht zu, Trauungen vorzunehmen. (2, S. 31)
1973/74 ca. Die Kirche verliert einen Steuer-Prozeß. (14)
1973 Wir besuchten verschiedene Häfen wie Dakar, Las Palmas, Madeira und die Azoren. (...) Sie versuchten uns einige falsche Zeitungsreporter an Bord zu schleusen, um "Stories" zu bekommen. Wir bekamen auch 2 oder 3 falsche Rekruten von ihnen, die hypnotisiert und unter Drogen gesetzt waren, deren Aufgabe es war, an Bord zu kommen und Ron zu töten. (11, S. 14)
1974 Anf. William B. Robertson und Arthur Hubbard (der Sohn von L. Ron Hubbard) werden auf eine Tour geschickt, um in Amerika Werbung für das Projekt der Neuen Zivilisation zu machen.

"Unsere Veranstaltungen waren sehr erfolgreich - wir zeigten den Abstieg der modernen Zivilisation und wie man mit Scientology eine neue Zivilisation aufbauen konnte...

(..) Einige Städte später deckten wir in Minneapolis einen Mordanschlag mit großkaliberigen Gewehren gegen Arthur und mich auf. Wir übergaben die Angelegenheit damals dem GO und sie sorgten für Schutzmaßnahmen. Die Drohung wurde tatsächlich telefonisch in unserem Hotel angekündigt und mir vom Manager mitgeteilt."

"... die psychiatrische Fakultät in der Stadt schickte uns zwei Leute, die auf dieser Veranstaltung verrückt werden sollten, um somit einen großen Skandal zu verursachen. Die Burschen vom GO machten dort einen guten Job und fingen sie an der Tür ab und warfen sie hinaus." (11, S. 14)

1974 4.2. Ein internes IRS-Memorandum legt eine Direktive dar, wie mit Anfragen der Scientologen bezüglich des FOIA zu verfahren ist: "Seien Sie weniger kooperativ und tun Sie nicht mehr als notwendig ist". (10, S.90)
1974, Mai/Aug. Als die Apollo im spanischen Hafen Cadiz vor Anker lag, wurde es offensichtlich, daß es eine Ablehnung gegen das Schiff in behördlichen Kreisen gab. Besatzungsmitglieder des Schiffes versuchten die Ursache zu ergründen und bekamen letztlich die Erklärung, daß der U.S Konsul in Cadiz hatte durchsickern lassen, das Schiff hätte Verbindungen zum CIA.

Danach kam es auch in anderen Häfen Spaniens zu behördlicher Feindseligkeit mit dem Verbot bestimmte Häfen anzulaufen.

Als dann im August die Apollo-CIA-Verbindung in der Presse erschien, wurde ihr endgültig verboten spanische Häfen anzulaufen. (10, S. 81/82)

Die Gerüchte, daß die Apollo ein CIA-Schiff sei, verbreiteten sich an der Mittelmeerküste wie ein Lauffeuer. Im portugiesischen Hafen Setubal wurde die Bevölkerung, die sonst die Apollo freundlich willkommen hieß, feindselig und bedrohte das Schiff, sodaß der Hafen gezwungenermaßen verlassen werden mußte. (10, S. 82)

1974 Auf der Suche nach einer sicheren Landbasis für Scientology wurden vielversprechende Verbindungen mit Portugal geknüpft. Ein Telex-Büro wurde in Lissabon eingerichtet und die Schiffe befanden sich in der Gegend von Madeira. (2, S. 36)
1974 Okt. Die Hoffnungen auf eine sicheren Landbasis für Scientology zerschlugen sich, als im Oktober das Flag-Schiff von einer wütenden Menge in Funchal, der Hauptstadt von Madeira, gestürmt wurde.
Die Menge glaubte, das Schiff und die Kirche seien eine geheime Operation des CIA. Bald danach wurde das Telex-Büro in Lissabon durch portugiesische Regierungsbeamte gestürmt. (2, S. 36)

"Das war, als die amerikanische Botschaft der örtlichen kommunistischen Partei einen Hinweis gab, daß die Apollo ein CIA- Schiff wäre. Portugal hatte gerade die Schmerzen der Revolution überwunden. Zu der Zeit war es sehr linksorientiert. Die Kommunisten bildeten einen großen Mob mit Fackeln und Steinen und sie wollten das Schiff niederbrennen.., ungefähr 250 Mann. Wir wehrten sie ungefähr 2 Stunden ab und schließlich erschien die örtliche Marinepolizei mit Maschinenpistolen und zerstreute den Mob....

LRH entschied, daß es Zeit war, dieses Gebiet zu verlassen. Es gab etwas zu viel Hetze von den Leuten der US-Regierung. Als wir die Linien zurückverfolgten, führten sie immer in die Vereinigten Staaten und das war zu der Zeit als ein Knabe namens Henry Kissinger Außenminister war. Sie führten von seinem Büro aus in die Botschaften." (11, S. 15)

1974 10.10. Die Sea Org verläßt Europa in Richtung Charleston, USA, wo sie aber vom FBI erwartet wird. Man läuft deshalb die Bermudas an. (13)

Die Schiffe fuhren Richtung amerikanischem Kontinent und verbrachten das nächste Jahr bei den Westindischen Inseln. (2, S. 36)

1974 30.10. Durch einen Regierungsinformaten an Bord der Apollo wurde der Bestimmungsort Charleston und das Ankunftsdatum des Schiffes bekannt. Das U.S. Department of Justice machte Beamte verschiedener Behörden darauf aufmerksam, um das Schiff zu "begrüßen". Dazu gehörten Agenten des Immigration Office, der Drug Enforcement Agency, U.S. Customs Service, Coast Guard sowie Marshals. (10, S. 83)

Die Besatzung der Apollo bekam jedoch Wind von der Sache und kehrte ein paar Meilen vor der Küste wieder um. (10, S. 84)

"Das FBI usw. hatte ungefähr 163 Agenten am Dock postiert. Wir wurden von unserer Hafenmission und einigen guten GO-Leuten davor gewarnt, die über den beabsichtigten "Arrest" gehört hatten - sie wollten LRH usw. aufgrund einiger dieser Steuerangelegenheiten in Arrest nehmen, da sie wußten, daß er über Charleston in die Vereinigten Staaten kommen würde.

Einige Regierungsburschen prahlten damit in Hawaii und hatten die Zeitverschiebung nicht mit einberechnet, oder sie dachten, es wäre bereits passiert. Unser Mann in Hawaii telexte jemandem in England und England telexte zurück und schließlich riefen sie uns ans Funkgerät und wir drehten das Schiff ungefähr 15 Meilen vor dem Hafen bei."

1974 1.11. Artikel in dem News Courier, Charleston: "Nach Auskunft offizieller Quellen gab es am Dienstag genügend Agenten des U.S. Customs Service, um jedes Mitglied der Schiffsbesatzung, wegen möglichem Drogenschmuggel unter Beobachtung zu halten".
1974 13.12. Die Scientology Kirche fragt bei der NSA, im Rahmen des FOIA nach, ob irgendwelche Akten bezüglich der Kirche oder ihres Gründers, in ihrem Hause existieren. Die Antwort war negativ. Sechs Monate später wurden in einem Gerichtsverfahren 16 Dokumente der NSA an den CIA über die Scientology Kirche entdeckt. Auf nochmaliges Anfragen hin gab die NSA zu, daß 15 Dokumente aufgetaucht sind, sie jedoch aus Sicherheitsgründen nichts über ihren Inhalt sagen können. (10, S. 95)
1974 Die Apollo wurde in einer Pressemeldung erwähnt und wie folgt beschrieben:

"17 verschiedene Firmen haben ihre Meeresfiliale auf der Apollo eingerichtet, während ihre Stammhäuser in Madrid, Lissabon, auf den Azoren, den Kanarischen Inseln oder anderswo in der Welt sind. Das unternehmen, 1968 mit $ 20 000 gegründet, bei einer Beteiligung von 100 Aktionären, nennt sich OTC (Operation Transport Corporation Ltd.)". (8, S. 61)

 

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