UNSERE INTERNATIONALE HOMEPAGETeil 4
HOME LHR-Zitate Chronologie CBR-Bericht Peter Green G. Armstrong J. Atak offener Brief Voegeding John Zegel


HOME
NACH OBEN
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Teil 9
Teil 10
Teil 11
Teil 12
Abkürzungsverzeichnis
Quellenverzeichnis

 

Chronologie der Scientologischen Bewegung

1968 - 1969

1968 Jan Die OT-Abschnitte IV, V und VI werden freigegeben. (5, S.148)
1968/8 Der Spiegel: England - Scientology: Stand des Klaren:

Science Fiction - Scientology, Royal Scotsman, Sea Org in Tunesien, Aussage von Kenneth Robinson, Englands Gesundheitsminister: "Die Scientology ist übel, ihre Praktiken sind ein schwerer Schlag gegen die Gemeinschaft - medizinisch und moralisch."

1968 Früh Kurzer Artikel in der Ausgabe "Mental Health" der National Association for Mental Health: Sie unterrichtete ihre Leser davon, daß Mr. Peter Hordern, konservativer Abgeordneter für Horsham, seit langer Zeit Hauptgegner der Scientology, dabei ist, erneut eine amtliche Untersuchung zu propagieren. Er hat Briefe von vielen enttäuschten Mitgliedern erhalten - viele davon zu verängstigt, um ihren Namen unter das Geschriebene zu setzen.

Diese Briefe, einschließlich der vielen anonymen, wurden an den Gesundheitsminister weitergeleitet und bildeten einen Teil dessen, was der Abgeordnete später als "erhebliche Beweissammlung über die Tätigkeiten des Kultes in diesem Land" beschrieb, die er aber niemals einer öffentlichen Überprüfung überließ.

Der anhaltende Druck, der in den Ministerien für Gesundheitswesen, Erziehung und Wissenschaft und im Innenministerium aufgebaut wurde, führte schließlich zu verwaltungstechnischen Maßnahmen gegen die Scientologen. (1, S. 183/184)

1968 25.6. Das Home Office unterrichtet L. Ron Hubbard, daß ihm ein weiterer Aufenthalt im Vereinigten Königreich nicht gestattet würde. (8, S. 205 bezogen auf den Foster Report)

Das Home Office habe ihn zu einem unerwünschten Ausländer erklärt und ihm eine weitere Genehmigung in Großbritannien zu bleiben verweigert. (8, S. 60)

1968 28.6. In Neuseeland wurde im Parlament eine Petition eingereicht, einen Untersuchungsausschuß bezüglich Scientology einzusetzen und rechtliche Schritte einzuleiten. Am 3.2.69 wurde ein Untersuchungsausschuß einberufen. (4, S. 155)
1968 25.7. In Beantwortung der im Unterhaus gestellten Frage nach den Maßnahmen gegen Scientology sagte Kenneth Robinson:

"Die Regierung hat sich nach Erhalt aller verfügbaren Beweise davon überzeugt, daß die Scientology gesellschaftlich schädlich ist. Sie entfremdet Familienmitglieder voneinander und unterstellt allen, die sich gegen sie richten, niederträchtige und unehrenhafte Beweggründe; ihre autoritären Grundsätze und Praktiken sind eine potentielle Bedrohung der Persönlichkeit und des Wohlergehens derjenigen, die so verblendet sind, ihre Anhänger zu werden; vor allem aber können ihre Methoden eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit derjenigen werden, die sich ihr unterwerfen. Es liegen Beweise vor, daß nunmehr auch Kinder unterrichtet werden.

Nach bestehendem Gesetz gibt es keine Möglichkeit, die Praktik der Scientology zu verbieten; die Regierung ist jedoch zu dem Schluß gelangt, daß sie abgelehnt werden muß und daß es richtig ist, alle Schritte zu unternehmen, die in ihrer Macht stehen, um ihrer Expansion Einhalt zu gebieten.

Es scheint, daß die Scientology ihre Anhänger größerenteils aus Übersee hat, obwohl die Organisation jetzt intensive Anstrengungen unternimmt, Bewohner dieses Landes zu gewinnen. Ausländer kommen hierher, um die Scientology zu studieren und an dem sogenannten College in East Grinstead zu arbeiten. Die Regierung kann dies gemäß bestehender Gesetze verhindern (Ausländerverordnung) und hat beschlossen, dies zu tun. Die folgenden Schritte werden mit sofortiger Wirkung gültig:

  1. Das Hubbard College of Scientology sowie sämtliche anderen Scientology-Institute werden nicht länger als Ausbildungsstätten im Sinne der Richtlinien des Innenministeriums über die Einreisegenehmigungen und anschließende Überwachung von Ausländern anerkannt;
  2. Ausländern, die in den Häfen Großbritanniens ankommen und beabsichtigen, Scientology-Institute zu besuchen, wird keine Einreise als Studenten mehr bewilligt;
  3. Ausländern, die bereits in Großbritannien weilen, z.B. als Besucher, wird der Status von Studenten zum Zwecke des Besuches einer Scientology-Einrichtung nicht mehr gewährt;
  4. Ausländern, die bereits in Großbritannien zwecks Studium an einer Scientology-Einrichtung weilen, wird die Aufenthaltsgenehmigung zur Fortsetzung dieser Studien nicht gewährt;
  5. Eine Arbeitserlaubnis und Angestelltenversicherung wird Ausländern (oder Staatsbürgern des Commonwealth) zwecks Arbeit in einer Scientology-Einrichtung nicht gewährt;
  6. Eine Arbeitserlaubnis, soweit sie an Ausländer zwecks Arbeit in einer Scientology-Einrichtung bereits ausgestellt wurde, wird nicht verlängert."

Dies wurde in der letzten Sitzung des Parlamentes vor den Ferien verkündet. Damit war jede ausreichende Erörterung oder Debatte über diese Frage unter den Abgeordneten von vornherein ausgeschlossen. Desweiteren waren keine stichhaltigen Beweise vorgelegt worden, die derartig drastische Maßnahmen gerechtfertigt hätten.

Sogar die Presse kritisierte diese Ausländerverfügung und nahm teilweise Partei für Scientology ein. Die "Beweise" gegen Scientology wurden in Frage gestellt. Die Klatschgeschichten gegen Scientology in den Medien wurden etwas nüchterner betrachtet. Ein Journalist fand heraus "daß der jüngste Wirbel mit einem Artikel in der Daily Mail angefangen hat und daß seitdem, mit zwei Ausnahmen, sämtliche Presseleute jeweils einander zitiert haben". (1, S. 184/186)
1968 Sept. - Oktober LRH hält an Bord der "Royal Scotsman" die Klasse VIII-Vorträge, während das Schiff in Korfu vor Anker liegt. (13)
1968 Herbst Robinson nahm im Unterhaus Stellung zu den kritischen Stimmen gegen diese Ausländerverordnung. Er wurde aufgefordert die Beweise zu veröffentlichen, die er angeblich in seinem Besitz habe und auf die er seine Äußerungen und Maßnahmen gegen Scientology aufgebaut hatte. Seine Aussage dazu:

"Detaillierte Beweise, welche die potentielle Gefahr des Kultes für die Gesundheit bewiesen, bestünden aus individuellen Fallgeschichten, die zu veröffentlichen unangebracht wäre.

Die Beweise für die Gefährdung der Gesellschaft durch die Scientology seien in der Presse bereits ausreichend veröffentlicht worden." (1, S. 187/188)

England befand sich seit der Zeit in einer Art Kriegszustand gegen die Scientologen:

Telefon- und Telexanlagen in Saint Hill Manor wurden angezapft,
ausländischen Scientologen wurde die Einreise nach England verweigert,
in Einzelfällen wurden einreisende Scientologen vorübergehend ins Gefängnis gesperrt (1, S. 188/193)..
Der Rektor einer Privatschule lehnte es ab, den Sohn eines bekannten Scientologen als Schüler aufzunehmen, wobei er erklärte: "Der Vater hat sehr viel Aufmerksamkeit erregt, und die Familie gehört einer Organisation an, die gesellschaftlich schädlich sein soll.
Sechs Ärzte in East Grinstead, Sussex (Sitz der weltweiten Zentrale der Scientology) weigerten sich, Scientologen als Kassenpatienten anzunehmen. Ein Sprecher dieser Gruppe sagte zu Presseleuten, daß er aus "Gründen der Ethik" seine Einwände nicht aussprechen könne,
Die größte englische Versicherungsgesellschaft, die Royal Insurance Company, kündigte ihre Police mit der internationalen Zentrale der Scientology, Saint Hill Manor. Von den bevollmächtigten der Versicherung wurde angegeben, "wir reinigen unseren Kundenbestand von unrentablen Geschäften". (1, S. 194)

Im November 1977 erschienen die Memorieren des verstorbenen Richard Crossman, der 1968 Nachfolger von Robinson im Gesundheitsministerium geworden und von Robinson bei mehreren Anlässen, die vor dem Amtswechsel stattgefunden hatten, instruiert worden war. In seinen Memorieren stellte Crossman ganz klar, daß es in England keine Beweise gegen die Scientology gab. Die seinerzeit amtierenden Minister waren sich alle einig, daß Robinson einen Fehler gemacht hatte. Crossman: "Wir waren alle einer Meinung darüber, daß wir aus der Sache aussteigen sollten". (1, S. 209; Richard Crossman, Diaries of a Cabinet Minister - Vol. III, London 1977)

1968 15.11. Hubbard hebt das "Fair Game" Policy auf. (1, S. 167)
1968 Eine Untersuchung der Publikationsabteilung in Edingburgh ergab, daß dort Agenten eingeschleust waren. Sie brachten die Organisation durcheinander, indem sie Bücher an falsche Adressaten schickten. Die Verbindung dieser Personen lief bei einem Dr. Carstairs zusammen, der Präsident der World Federation for Mental Health war. (11, S. 4)
Der Fall der Internal Revenue Service / Scientology-Kirche Washington DC wegen Aberkennung der Steuerbefreiung wurde erneut von Gericht gehört. Die Petition der Scientology-Kirche wurde abgewiesen. (4, S. 154)
In West- und Süd-Australien wurden ähnliche Gesetze zu denen im Staate Viktoria verabschiedet (siehe 1965, 21.4. auf Seite 13.), um Scientology zu verbieten. Dabei handelte es sich um "psychologische Praktiken", die den Effekt hatten Scientology in ihrer Ausübung zu verbieten. Die Scientology-Kirche änderte daraufhin ihren Namen in "Church of new Faith" und machte weiter. (2, S. 31)
In Süd-Rhodesien (Zimbabwe) wurde ein Gesetz zur Güterkontrolle (Control of Goods Act) verabschiedet. Dieses verbot die Einfuhr von Scientology- verwandtem Material. (2, S. 32)
1968/69, ab

 

Zum Ende der sechziger Jahre nahm der Geheimkrieg der U.S.Geheimdienste gegen die Scientology Kirche internationale Ausmaße an.. Verwickelt waren:

CIA
Drug Enforcement Agency (DEA)
U.S. Botschaften und diplomatische Außenstellen sowie
freundlich gesinnte ausländische Geheimdienste

Ein CIA-Memorandum berichtet, daß es keine Anzeichen dafür gab, daß die Aktivitäten des Schiffes ein Sicherheitsrisiko darstellten. Andere Geheimdienste fanden ebenfalls nichts, woran etwas auszusetzen wäre. (10, S. 75)

Der DEA war ebenfalls bekannt, daß die Scientologen nicht im Gebrauch oder Handel mit Drogen verwickelt waren, denn sie hatte einen Agenten an Bord der Apollo, der über alle Aktivitäten auf dem Schiff berichtete. (10, S. 81)

1968/69 Die Scientology-Kirche errichtete Advanced Orgs in Los Angeles, Edinburgh und Kopenhagen. (2, S. 28)
1969 Anfang Eine Reihe führender Zeitungen in Südafrika brachte lange Erklärungen, "um höchsten Kreisen eine Untersuchung nahezulegen".

In einem Leitartikel auf der Vorderseite von Die Transvaaler hieß es, "der Antrag auf eine amtliche Untersuchung hätte die Unterstützung der Kirchenführer". Außerdem wurde ein rassistischer Unterton in die Sache eingebracht. Die Scientology, so hieß es, "hat eine ethische Vorstellung, die zu der christlichen Ethik in Widerspruch steht und sie befürwortet eine damit verbundene liberale Einstellung der gleichen Rechte für alle Rassen und Farben". (1, S. 220)

1969 27.1. Richard Crossman, englischer Minister für Soziales, teilte dem Unterhaus mit, daß er eine Untersuchung der Scientology aufnehmen werde.

Mehrere Abgeordnete fragten nach dem Grund, wieso Scientology zuerst als Schwindel bezeichnet wird und man dann eine Untersuchung vornimmt.

Die Regierung beauftragte Sir John Foster, konservativer Abgeordneter für Northwich, mit der Durchführung der Untersuchung. Crossman erklärte, die Untersuchung würde von Sir John allein, nicht durch einen Ausschuß, vorgenommen und nicht aufgrund gesetzlicher Vollmachten durchgeführt; daher brauche niemand eine Zeugenaussage zu machen. Außerdem würden die freiwilligen Zeugenaussagen nicht öffentlich und nicht auf einen Eid gestützt sein.

Selbst ungeprüftes Aussagenmaterial aus Übersee sollte zugelassen sein.

Die straffreien Verleumdungen Tür und Tor öffnende Form, welche die Untersuchung annehmen sollte, rief zwar negative Kommentare in mehreren führenden Zeitungen Englands hervor, nahm aber ihren geplanten Lauf. (1, S. 199/200)

1969 3.2. In Neuseeland wurde ein Untersuchungsausschuß bezüglich Scientology eingesetzt, der für acht Tage zusammensaß und 27 Zeugen vernahm. Das Ergebnis wurde am 30.6.69 bekanntgegeben und besagte, daß die Regierung keine legislativen Maßnahmen gegen Scientology einleiten soll. (4, S. 155)
1969 Feb. In der ersten Februarwoche traf T. J.Stander mit Dr. Venter in Pretoria zusammen und übergab ihm eine Akte mit Dokumenten und Zeitungsausschnitten über die Scientology. Unter den Papieren, die der Abgeordnete erhielt, befand sich ein Antragsentwurf, der im Parlament vorgelegt werden sollte und die offizielle Untersuchung der Scientology forderte.

Eine Woche später Legte Dr. Venter im Parlament einen Privatantrag auf Untersuchung der Tätigkeiten der Scientology vor mit dem Zweck, die Organisation in Südafrika zu verbieten.

Der neue Gesundheitsminister Dr. Carel de Wet war bereit eine Untersuchungskommission über die Scientology einzusetzen und zwar, weil die Einwände gegen die Organisation "von verantwortungsbewußten Kreisen erhoben worden sind". Bezugnehmend auf die von der Regierung in Großbritannien gegen die Scientology getroffenen Maßnahmen sagte Dr. de Wet: "wenn England handelt, dann wissen wir, daß es allerhöchste Zeit ist". (1, S. 220/221)

1969 18.3. Die griechische Regierung ordnete an, daß die Scientologen Griechenland zu verlassen hätten.

Die New York Times schrieb darüber: "Der Ausweisungsbefehl erfolgte auf monatelangen diplomatischen Druck, den amerikanische, englische und australische Diplomaten in Athen ausgeübt und mit dem sie die griechischen Behörden dazu gedrängt hatten, die Tätigkeiten der Personen an Bord der Apollo zu untersuchen".

Hintergrund dieser Geschichte:

Das Sea-Org-Schiff Apollo lag vor Anker im Hafen von Korfu, einer griechischen Insel im Ionischen Meer. Hubbard und etwa 200 seiner Mitarbeiter und Studenten lebten dort auf dem Schiff. Die einheimische Bevölkerung zeigte sich freundlich.

Nach fünf oder sechs Monaten an ihrer Zufluchtsstätte in Griechenland begannen die Scientologen gewahr zu werden, daß ihre Feinde erneut hinter den Kulissen Verdächtigungen gegen die Scientology in die Köpfe der örtlichen Amtsträger zu setzen sowie falsche Gerüchte unter der Bevölkerung verbreiteten. Die Hauptquelle dieser Schwierigkeiten war der britische Honorar- Vizekonsul Major John Forte.

Der griechischen Botschaft in London ließ man Vervielfältigungen des Parlamentsprotokolls zukommen, in dem über die vollständige Debatte vom 6.3.67 über die Scientology sowie der Grundsatzerklärung des Gesundheitsministers vom 25.7.68 berichtet wurde, als er den Bann der ausländischen Botschaft verkündete.

Das amerikanische Außenministerium schaltete sich ein mit eine Anfrage an die griechischen Behörden zwecks Auskunft über eine 31jährige Frau aus Las Vegas, deren Eltern behaupteten, sie sei von den Scientologen gekidnapped worden. Die Frau war an Bord der Apollo gewesen, hatte das Schiff aber einige Zeit vorher verlassen. Später tauchte sie in Athen auf und war sehr überrascht, daß alle Welt nach ihr gesucht hatte.

Wenig später, nachdem die von den griechischen Behörden selbst durchgeführte Untersuchung die Wahrheit über die Scientology ans Licht brachte, entschuldigte sich der griechische Innenminister Stylianos Pattakos für den Zwischenfall und lud Hubbard und seine Anhänger ein, nach Griechenland zurückzukehren. (1, S. 195/196)

Die Scientologen der Sea Org behaupten, daß britische Agenten Verdächtigungen über sie bei ausländischen Regierungen vorbrachten.

Einer ihrer Mitglieder habe Einblick in die Akten des spanischen Marineministeriums genommen und Berichte vom britischen Innen- und Außenminister vorgefunden haben. In diesen Berichten wurde angedeutet, daß das Bordpersonal der Scientology Schmuggler seien, die von Interpol überprüft würden.

In Casablanca erschien ein Mann, der sich als Korrespondent des Manchester Guardian ausgab, im Konsulat von Panama und erklärte, er sammle Auskünfte für eine Story über die Scientologen. (Die Apollo fuhr unter panamesischer Flagge.)

Dieser "Reporter" soll dem panamesischen Konsul, wie auch der örtlichen Zeitung, die Informationen gegeben haben, die Scientologen seien Drogenhändler, die von Interpol wegen Haschischschmuggel nach Frankreich und Südamerika gesucht würden. (1, S. 198)

1969 28.3. Die Regierung von Südafrika benannte eine neunköpfige Kommission zur Untersuchung der Scientology unter dem Vorsitz von P. C. Kotze, einem ehemaligen Richter des Obersten Gerichtshofes. (1, S. 221)

Jahre später wurde der Untersuchungsbericht veröffentlicht. Die positiven Aussagen über Scientology waren ignoriert.

Der Gesundheitsminister hat auf den Bericht hin keine Maßnahmen ergriffen. (1, S. 226/227)

1969 Mai Der IRS beginnt die Scientology Kirche zu untersuchen. Durch teilweise unbekannte Quellen tauchten in den IRS-Archiven eine große Anzahl von Dokumenten auf (interne Mitteilungen, Privatkorrespondenz, Bankaufzeichnungen etc, die von der Kirche gestohlen wurden).

Anhand kircheninterner Untersuchungen wird vermutet, daß der IRS den Agenten Lauren Gene Allard in die Kirche eingeschleust hat. Allard wurde Mitglied der Sea-Org und übernahm etwa im Mai 1969 den Posten als Flag Banking Officer. In dieser Position war er für die Kursgebühren, welche die AO's eingenommen hatten und für die Einzahlung auf der Bank verantwortlich.

Nach etwa zwei Monaten erklärte Allard, daß er die Kirche verlassen wolle. Anfang Juni entnahm er dem Save der Kirche eine Reihe vertraulicher Dokumente, $ 23.000 in Schweizer Franken, $ 800 in amerikanischen Travellerschecks, $ 2400 in australischen Travellerschecks und $ 500 in bar. Er packte seine Sachen und verschwand nach Kansas City. Dort übergab er die gestohlenen Dokumente zwei Agenten vom IRS, die ihm versprachen, ihn auf die eine oder andere Art da rauszuholen und verschwand zwei Tage später nach Florida. Es wurde vermutet, daß er dort unter dem Schutz des IRS gelebt hat. Allard wurde letztlich verhaftet und an das Gefängnis in Los Angeles überführt. Dort wurde er von einem IRS- und einem FBI-Agenten besucht. Die Gespräche mit ihm wurden aufgezeichnet.

Allard wurde nie verurteilt. Die Klage gegen ihn wurde von Staatsanwalt mit der Begründung, er habe nur Dokumente, nicht aber das Geld gestohlen, fallengelassen.

Im Gegenzug verklagte Allard die Kirche auf Schadensersatz (insgesamt $ 300.000). Als Basis dafür wurde Hubbard's "Fair Game Policy" herangezogen.

Die Kirche wurde, auch nach der Berufung, dazu verurteilt, $ 100.000 an ihn zu zahlen. (10, S. 43/45)

Ein anderer Fall berichtet von einem FBI-Agenten, der der FDA zur Verfügung gestellt wurde. Er wurde beauftragt Drogen in einer Mission der Scientology Kirche zu plazieren. Als er sich weigerte, wurde er auf ein administratives Abstellgleis geschoben. (10, S. 48)

1969 Sept. Die Apollo lag im Trockendock vor Casablanca. Anhand von Dokumenten ist ersichtlich, daß die dortige U.S. Botschaft Falschmeldungen über Scientology und das Schiff verbreitete. Kopien eines Berichtes mit verleumderischen Aussagen wurden nach Rabat, Tanger, Hamburg, London und Panama geschickt.

Nach Aussagen des amerikanischen Vizekonsuls war das Schiff in Prostitution, Drogenhandel, Spionage oder Gegenspionage verwickelt. Es würde weiterhin spekuliert, daß die Apollo Teil eines Pornographienetzes sei, mit Verbindungen nach Dänemark und Los Angeles zwecks Verbreitung von Pornographie. (10, S. 79/80)

1969 Sept. Alle Schiffe der Sea Organisation treffen sich bei der griechischen Insel Korfu, um dort eine Advanced Organisation zu eröffnen. (12)

"Sie sollte die Universität für Philosophie genannt werden." (13)

1969 18.11. Die Kirche beschloß, die drei Schiffe" (Royal Scotsman, Enchanter und Avon River) zu Ehren verschiedener historischer griechischer Figuren umzutaufen.

Die Royal Scotsman wurde Apollo genannt, die Avon River, Athena und die Enchanter, früher schon Diana genannt, wurde nun Diana getauft, alles in einer großen Feier für die Funktionäre der Insel. (13)

1969 Dez. Die spanische Regierung erläßt eine Anweisung, welche die Aufenthaltsgenehmigung der Schiffe in jedem spanischen Hafen auf acht Tage begrenzt.

Ein Beamter des spanischen Ministeriums eröffnete zwei Mitgliedern der Schiffsbesatzung, daß nun eine offizielle Akte über das Schiff existiert. Er könne den Inhalt nicht preisgeben, ließ aber durchblicken, daß der Inhalt sehr ungünstig für die Scientologen ausfalle. (10, S. 80)

1969 Die Polizei in Perth, West-Australien, führt eine Razzia in der dortigen Scientology-Kirche durch und beschlagnahmt Materialien. Vierzehn Scientologen und die Hubbard Association of Scientologists International wurden wegen "Praktizierens von Scientology" verklagt.

Am 18.11.69 wies das Gericht die Klage zurück und zeigte somit, daß das Scientology-Verbot nicht durchführbar ist. (4, S. 155)

Ein Bursche namens John Cole kam eines Tages in die Org und wollte für 10.000 $ die OT-Materialien für sein Geschäft kaufen. CBR schickte ihn zum GO, die ihn wieder laufen ließen. Zwei Wochen später versuchte er das Security-Pack von der AOSH zu stehlen. Er wurde der Polizei übergeben und eingesperrt. Bob Thomas vom Guardian Office holte ihn wieder heraus (11, S. 10).

Bob Thomas wurde später als ein Regierungsagent entlarvt, der als Regierungsberater hinter den Szenarios gegen Scientology stand, bekam ein CommEv und wurde von LRH zum SP declared (11, S. 8).

Ein Geheimdienstbericht vom 29.2.69 in den Archiven der DEA führt Materialien auf, die von Kirchenbüros in Los Angeles entwendet wurden. Sie trugen die Verteilerkennzeichnung "von: Cole.... an: Slagel. (10, S. 65)

Es wurde festgestellt, daß Personen, die sich als Interessenten für Scientology- Kurse ausgaben, von bestimmten Psychiatern in die einzelnen Scientology- Organisationen geschickt wurden. Sie waren von diesen Psychiatern zuvor implantiert worden. Man mußte zu dieser Zeit sehr kritisch neuen Leuten gegenüber sein, weil man nicht wußte, ob jemand aus eigenen Stücken in die Scientology Kirche kam oder ob sie gezielt geschickt wurden, mit dem Auftrag "durch Scientology verrückt zu werden" und somit einen großen Aufruhr zu verursachen. (11, S. 10)

ZURÜCK HOME NACH OBEN WEITER

 

[Zuletzt geändert 24. Mai 2008 | Home Page: http://www.freezone.de
Free Zone Assoc. | Germany | Copyright © Freie Zone e.V.]