
Austausch und Finanzen
Vortrag von
Captain William B. Robertson
Gehalten am
23. Februar 1991
in Frankreich
Teil 1
Willkommen zu diesem Vortrag - was haben wir übrigens heute für ein Datum? 23.Februar
91 - über "Austausch und Finanzen".
Ich glaube, daß das ein Thema ist, das jedermann in der Freien Zone interessant finden
wird. Denn jeder ist in, wie soll ich sagen, in der wirtschaftlichen Hetzjagd auf diesem
Planeten gefangen.
Wie Ihr alle wißt, gibt es viele Methoden, um Geld zu beschaffen. Und Ihr wißt alle,
daß es viele Methoden gibt, mit denen sie es Euch wegnehmen. Worum es geht, ist, daß Ihr
sicherstellen müßt, daß Ihr mehr beschaffen könnt, als sie Euch wegnehmen können. Wir
werden uns das gleich näher anschauen, aber zunächst möchte ich Euch etwas erklären.
Es gibt drei Wege, um wirklich einen Austausch zu bekommen und Geld zu machen, um es
einmal so auszudrücken, aber in der Tat ist das, was man macht, ein Produkt, eine
Dienstleistung oder eine Technologie zu liefern, die die Leute wertvoll finden und wofür
sie etwas geben, auf diesem Planeten: Geld. Das ist das normale Verfahren, und natürlich
gibt es noch die kriminellen Methoden - es einfach zu klauen. Wir empfehlen das ganz und
gar nicht. Das ist der Beginn einer sich verjüngenden Spirale, die Skala abwärts, hinein
in die Kriminalität. Wir empfehlen, daß Ihr versucht, die Kriminellen daran zu hindern,
es Euch wegzunehmen. Wir werden uns auch das ein bißchen näher anschauen.
Aber seit Ron dieses Gebiet verließ und zur Galaktischen Zentrale ging, habe ich an
einem Projekt gearbeitet, um ein wenig Technologie umzusetzen, und das bestand darin, die
Lebensdauer und die Lebensfähigkeit des Körpers zu verbessern. Ihr glaubt wahrscheinlich
im Moment nicht, daß das irgendwohin führen würde, aber tatsächlich bin ich noch
mitten drin. Und wenn es fertig ausgearbeitet ist, wird es eine Dienstleistung werden, die
Ihr nehmen könnt, ein sichtbares Produkt und eine Technologie, die wir anwenden können.
Ich bin bloß ein bißchen weit damit gegangen. Ich versuchte, zu viel auf einmal zu tun,
als Thetan, und der Körper konnte da nicht mithalten. Oder er hatte es schwer damit. Aber
ich muß der Körper-Org, die ich bis zu einem Punkt auditiert hatte, wo sie diese Sachen
machen konnte, zugute halten, daß es mein eigener Fehler war. Ich war so glücklich, als
ich den Fortschritt sah, daß ich versäumte, auf die Warnungen der Körper-Org zu hören,
daß ich nämlich zu schnell ein bißchen zu weit ging. Viele von Euch haben vielleicht
von der OT III-Forschung gehört; Ron erzählt, daß er die OT III-Forschung
betrieb, und es war so toll, diese Stufe in den Griff zu bekommen, daß er anfing, den
Körper schneller zu bewegen, als der konnte. Und das endete damit, daß er ein paar von
seinen Knochen überanstrengte oder brach. Das steht im Forschungsmaterial von
OT III. Er erwähnte das, und ich kann es verstehen. Ich meine, vom Standpunkt vieler
Jahre in der Sea-Org aus, wo wir die Körper weit über das hinaus beanspruchten, was die
Mehrzahl aller Leute handhaben könnten. Und als ich in diesem Winter dieses
Forschungsprojekt betrieb und den Körper viel auditierte - und es fühlte sich wirklich
gut an - da geriet ich in eine sehr, sehr kalte Periode, nach dem letzten Vortrag, den ich
für Euch hielt. Ich fuhr mit einem Motorrad von diesem Teil Frankreichs aus nach Süden.
Der Körper war andauernd in einem Zustand des Frierens und Wiederauftauens. Ich war sechs
Tage unterwegs. Ich spreche hier von zehn, zwanzig Grad unter Null. Und dann, als ich
wieder zu Hause war, war es immer noch eisig kalt, und ich fuhr jeden Tag Motorrad und
fror den Körper ein und taute ihn wieder auf. Der Grund dafür, daß ich das machte, lag
darin, daß ich so glücklich darüber war, daß ich herausgefunden hatte, daß man einen
Körper einfrieren kann und ohne Schmerzen wieder auftauen kann. Ihr wißt, wenn Ihr
friert, wenn Ihr Eure Hand in sehr kaltes Wasser taucht oder sie auf der Straße
eingefroren habt oder so etwas, es wurde Euch sehr kalt, und die Hand ist so steif, daß
Ihr sie tatsächlich nicht mehr richtig bewegen könnt, dann prickelt es normalerweise und
bereitet Schmerzen, wenn sie wieder warm wird. Nun, ich hatte den Körper so gut
auditiert, daß er das noch nicht einmal fühlte. Ich kühlte den Körper bei diesen Minus
Zwanzig Grad aus und kam in eine Raststätte, ich fuhr so weit es ging, bis die Hand
anfing, sich ohne die Finger zu bewegen, etwa so, um das Motorrad zu bedienen; es wurde
dann einfach zu einer Frage der Sicherheit, nicht der Kälte; einfach eine Frage der
Sicherheit, man konnte einfach nicht mehr sicher weiterfahren. Also hielt ich bei einer
Tankstelle, saß ein wenig herum und trank einen Kaffee oder so etwas, und der Körper
taute in etwa fünf, zehn Minuten auf. Ohne alle Schmerzen, und nur sehr wenig Frösteln.
Ich fand das großartig. Denn so etwas hatte ich nie zuvor gekonnt, ich mußte immer eine
halbe Stunde oder so bleiben und warten, bis mir wieder warm war. Aber so, mit all dem
Auditing und so weiter für den Körper, wurde er einfach nach und nach wieder warm, und
als ich den Kaffee ausgetrunken hatte, konnte ich wieder hinausgehen und weiterfahren. Und
ich genoß das so sehr, daß ich versäumte, auf die Warnsignale des Körpers zu hören.
Natürlich weiß jedermann, daß es, wenn man so etwas tut, einen Körper schnell
einzufrieren und wieder aufzutauen, daß das eine ganze Menge Energie verbraucht. Jede
Menge Vitamine und all die Sachen, die man braucht, um einen Körper zu unterhalten. Ich
machte das also tatsächlich sechs Tage unterwegs, und als ich nach Hause kam, machte ich
das immer noch jeden Tag, zum Beispiel um einzukaufen, Fahrten von zehn Kilometern und so
weiter. Und jedes Mal fror er ein und taute wieder auf. Und nach einer Weile bemerkte ich
Symptome davon, daß da irgend etwas im Gange war. Und ich identifizierte es nicht als
Vitaminmangel. Also versuchte ich herauszufinden, was es war. Aber eigentlich versuchte
ich, den Körper zu überwältigen und ihn am Laufen zu halten. Wenn Ihr den Vortrag über
die Körper-Org gehört habt, dann wißt Ihr, daß es die wichtigste Direktive eines
Körpers ist, für den großen Thetan zu operieren. Und ich hörte nicht auf die
Warnsignale und ging über diesen Punkt hinaus. Also versuchte er zu operieren, aber er
funktionierte weniger effektiv und weniger effektiv und weniger effektiv. Schließlich
holte es mich etwa Ende Januar ein, etwa in dieser Zeit, nach fast einem Monat Frieren und
Wiederauftauen. Zu dieser Zeit bemerkte ich, wie die Koordination nicht mehr
funktionierte, und einige der Perzeptiks wie Gelenkstellung und diejenigen Dinge, über
die LRH in den 57 Perzeptiks" spricht, waren nicht mehr ganz präzise,
vielleicht ein halbes Zoll oder ein Zoll daneben. Ich stellte fest, daß ich
Schwierigkeiten damit hatte, die Koordination beim Motorradfahren zu bewältigen, oder
selbst beim Autofahren oder so etwas, weil der Fuß sich nicht um genau die richtige
Strecke bewegte, oder die Hand bewegte sich nicht genau um die richtige Strecke. Und ich
auditierte mehr, aber ich hatte zu dieser Zeit kein Vitaminprogramm, weil ich glaubte, der
Körper könnte alle Vitamine produzieren, die er braucht. Und das kann er tatsächlich -
in vernünftigen Mengen. Und ich war dabei, ihn im Zuge dieser Forschung zu überlasten,
und genoß es irgendwie. Aber schließlich, als die Koordination nachließ, wurde mir
klar, daß irgend etwas falsch lief Das war etwa Ende Januar. Und jetzt richte ich es
wieder und baue die Vitaminreserven wieder auf und so weiter, um die Koordination
wiederzuerlangen. Und ich stellte fest, daß er, nachdem dieser Punkt einmal
überschritten war, sehr empfindlich gegenüber Kälte wurde.
Okay, ich wollte Euch das bloß erklären, denn im Moment ist es ein bißchen
schwierig, die Sache genau zu koordinieren, während diese Bereiche wieder in Ordnung
gebracht werden. Es ist ein internes Problem, der Körper muß all das wieder in die Reihe
kriegen, was ich überbeansprucht habe. Etwa ihn 45 Tage hintereinander einzufrieren und
wieder aufzutauen. So zweimal am Tag. Aber es zeigte etwas, obwohl es, wie ich sagen
würde, ein blödes Forschungsprojekt war, ich hörte nicht auf das, was der Körper
sagte. Es zeigte die Grenzen einer solchen Sache auf. Und es zeigte außerdem, daß man
besser in Komm mit seiner Körper-Org bleiben sollte, während man so etwas durchführt.
Okay? Versteht Ihr, während ich dieses Projekt durchführte, welches noch nicht
abgeschlossen ist, die Strahlung in den Zellen auszulaufen und außerdem zu versuchen, das
Körpergewicht auf ein Optimum zu reduzieren, während dies also vor sich ging, machte ich
die ganze Zeit in der Kälte herum, während ich gleichzeitig meine Isolierung verlor,
mein Isolierfett. Wenn man sich das also als Forschungsprojekt ansieht, war ich ziemlich
dumm. Ich übernehme die volle Verantwortung dafür und ich bin dabei, die übergangene
Ladung der Körper-Org auszulaufen. Und ich habe in der Schweiz von Sylvie einige Hilfe
dabei bekommen, all das wegzuauditieren. Aber abgesehen davon war das Interessante, ich
meine, schauen wir uns einmal die positive Seite davon an, während dieser Zeit, es gab
diesen Koordinationsmangel, ein bißchen Müdigkeit, und ich benötigte mehr
Reparaturzeit, aber ich bekam von all dem absolut keine Krankheit. Denn seht Ihr, wenn bei
jemandem die Widerstandskraft des Körpers sinkt, dann bekommt er normalerweise alle
möglichen Krankheiten. Offensichtlich ist das etwas, was die Körper-Org aufsammelt, wenn
sie aberriert ist, denn der Thetan ist wahrscheinlich zu blöd, um mitzubekommen, wenn da
etwas gehandhabt werden sollte. Und wie gesagt, ich war ein bißchen zu blöd, um das
mitzubekommen - immerhin, nach diesem ganzen Projekt, ich muß schon sagen...wißt Ihr,
ich betrachtete dieses: "Jawohl, Mann, wir sind wirklich drauf und dran, hier OT zu
werden, denn schau, ich kann den Körper einfrieren und innerhalb von fünf Minuten
auftauen, ich kann alles Mögliche machen." Keine Schmerzen. Interessant.
Und ich weiß, es gab da eine Menge Forschung, die von Wissenschaftlern unter etwas
unglücklichen Umständen im zweiten Weltkrieg durchgeführt wurde, aber auch heutzutage,
wo sie versucht haben, die Toleranzgrenzen von Körpern herauszufinden. Und ich glaube,
daß sie da auf dem Holzweg sind. Das erste, was man machen muß, ist, den Kerl die
Brücke hochzubringen. Und ihn in Kommunikation mit dem Körper zu bringen, so daß er
gewissermaßen steuert, wie dieser arbeitet. Wiederum, wie ich schon in früheren
Vorträgen gesagt habe, die geistige Seite und die Lambda-Seite des Körpers muß
gleichzeitig mit der Phi- oder der MEST-Seite berücksichtigt werden. Okay? Ich wollte
Euch das bloß erklären, weil wir hier einen tatsächlichen Vorgang haben, wo jemand
versucht, ein Produkt und eine Dienstleistung zu entwickeln, die den Leuten einen Nutzen
bringen würde. Mehr Gesundheit, mehr Widerstandsfähigkeit gegenüber schlechten
Bedingungen und so weiter. Und wahrscheinlich mehr Widerstandskraft und Langlebigkeit und
weniger Altern. Macht Euch also klar, daß es noch nicht abgeschlossen ist, ich mußte das
Projekt unterbrechen, um den Körper nach all diesem Überenthusiasmus wirklich wieder in
Ordnung zu bringen. Und darum bitte ich Euch um Entschuldigung dafür, daß wir den
Vortrag mit Verspätung begonnen haben, denn wir mußten ein paar spezielle Vorbereitungen
treffen, ein bißchen Wärme hier und eine besondere Sitzgelegenheit, damit der Körper
nicht zu müde werden würde. Er braucht immer noch eine Menge Reparaturzyklen und Schlaf,
um wieder ganz da heraus zu kommen. Speziell wenn es kalt ist. Es war tatsächlich nur ein
kleiner Schritt von dem Zustand vor zwei Monaten, als ich die Kälte überhaupt nicht
spürte, zu dem jetzigen, wo ich es schon spüre, wenn es nur fünf, zehn Grad unter
Raumtemperatur ist. Und das ist einfach die Widerstandsfähigkeit - ich hielt einfach
nicht die Reserven aufrecht, um die Widerstandsfähigkeit zu behalten. Das ist also ein
Teil der Forschung darüber, was ein Produkt ist, eine Dienstleistung oder ein Produkt, so
daß es jedermann sicher durchführen kann. Was ist nun der Zweck dieses Projekts? In der
Tat war die Sache, die ich lösen wollte, die Tatsache, daß wir in der Freien Zone eine
Menge Zeit damit verbringen, Auditoren auszubilden und Leute die Brücke hochzubringen.
Und wie Ihr im Vortrag über die Körper-Org gehört habt, gibt es in diesem Universum
eine Menge an Gegenabsicht dagegen, daß Körper lange leben. Oder von der R6-Bank und von
Implants her. Und wenn wir dies handhaben können und wir es schaffen, daß sich die
Körper der Leute selber ordentlich erneuern, dann müssen wir nicht immer die Auditoren
von neuem in einer neuen Zeiteinheit ausbilden oder warten, bis sie den neuen Körper
aufsammeln und den Körper handhaben, das Auditing von diesem Körper, und zurück in die
Freie Zone kommen. Und egal, welche Projekte man dann als OT in Angriff nimmt, man kann
sie zu Ende führen. Man hat zum Beispiel Zeit, um das Geld zu beschaffen, um sie zu
starten, um sie zu organisieren, man kann sie über eine lange Zeitspanne hinweg
betreiben. Und das erzeugt Lebensfähigkeit. Und das bedeutet: "Fähigkeit, durch Zeit
hindurch zu leben oder zu überleben oder bequem zu überleben". Und auf diesem
Planeten braucht man das. Denn die Leute müssen immer noch auditiert und ausgebildet
werden, weil die meisten - nun, fast 100% aller Thetans auf diesem Planeten - zu dem
Zeitpunkt, wo sie die Brücke beginnen, nicht telepathisch auditiert werden können.
Inmitten all dieser Einmischung und Verwirrung auf diesem Planeten brauchen sie eine
eindeutige Kommunikationslinie. Einschließlich einer Sitzung, eines Meters, einer
einigermaßen sicheren Umgebung und so weiter, und so fort. Und außer einer
telepathischen Kommunikationslinie ebenso eine eindeutige verbale, eine verbale
Kommunikationslinie vom Auditor zum PC und vom PC zum Auditor. Das bedeutet, Sicherheit
hineinzubringen und die Möglichkeit, keine Fehler zu machen. Na ja, wenn Ihr auf den
OT-Stufen seid, dann wißt Ihr, daß man eine Menge auf dem Weg der Telepathie machen
kann, wenn man etwas vom OT III-Fall handhabt oder so etwas. Und wenn Ihr OT III
fast abgeschlossen habt, habt Ihr in Bezug darauf eine solche Fähigkeit, daß Ihr den
Körper wahrscheinlich ins Bett legen könnt und es immer noch ohne alle Worte laufen
könnt. Und die vollen Befreiungen und Blows bekommt. Es ist also einfach ein Gradient,
aber der schwierigste Teil des Gradienten ist es, Leute auf den unteren Teilen der Brücke
und bis in diese Stufen hinein zu auditieren.
Worüber wir hier also sprechen, sind die verschiedenen Dinge, durch die man
hindurchgehen muß, um ein Produkt herzustellen. Oder eine Dienstleistung. Oder eine
Technologie.
Wir wollen nun herausfinden, was LRH darüber sagt, was ein Produkt oder eine
Dienstleistung ist. Er sagt: "Ein Produkt ist eine Dienstleistung oder ein Artikel von
hoher Qualität." Hohe Qualität. "In den Händen derjenigen Personen, denen es
dient." Oder Gruppe.
Jetzt denkt einmal einen Moment darüber nach. Diese Definition ist sehr präzise.
"Dienstleistung oder Artikel hoher Qualität in den Händen der Person oder Gruppe, der
es dient." Seht Ihr? Wenn Ihr also das erreichen könnt, dann könnt Ihr auch einen
Austauschwert dafür verlangen. Und es dient den Leuten, also werden sie einen
Austauschwert dafür geben wollen. Und die Qualität ist gut genug, daß sie sich nicht
betrogen fühlen. Ihr wißt, wie Ihr dieses koreanische Spielzeug gekauft habt und solches
Zeug, und es fällt auseinander, sobald man es aus der Schachtel nimmt. Daher möchte
jeder eine etwas bessere Qualität haben. Und je höher die Qualität, desto mehr ist es
ein Produkt. Das kann sogar richtig lebensfähig werden, wenn es zum Standard wird. Und
dann findet man Leute, zum Beispiel bei Oldtimern, die diese fünfzig Jahre alten Sachen
kaufen und extrem hohe Preise dafür bezahlen. Seht Ihr, was ich meine? Rolls Royce,
Ferrari und so etwas. Warum bezahlen sie so ein Geld dafür? Sie finden, daß es sich um
sehr hohe Qualität handelt und es ein exzellentes Produkt ist.
Aber ich muß sagen, daß eine Menge Produkte nicht diese Qualität haben. Die erste
Sache, die Ihr Euch also anschauen könnt, wenn Ihr Eure finanzielle Lage verbessern
wollt: wenn Ihr Euch ein Produkt oder eine Dienstleistung kauft, können wir Euch bereits
die Straße auf dem Weg dahin, mehr Geld zu haben, beschreiten lassen, indem Ihr keine
Produkte niedriger Qualität kauft. Ich habe Euch zwar noch nicht gesagt, wie Ihr das Geld
verdienen könnt, aber wenigstens kann ich Euch sagen, wie Ihr vermeidet, es zu
verschwenden. Versteht Ihr, wir sprechen davon, daß Ihr dann, wenn Ihr ein Produkt oder
eine Dienstleistung kauft, auf die Qualität und die Lebensfähigkeit des Produktes oder
der Dienstleistung achtet. Und dann habt Ihr das Gefühl, Euer Geld weise zu verwenden. In
den heutigen Zeiten so vieler verschiedener Konsumgüter von allen möglichen Arten und
Qualitätsstufen muß man differenzieren. Ihr sollt einfach Euer Geld nicht verschwenden.
Ich nehme an, daß das die meisten von Euch verstehen, aber in Amerika habe ich Leute
gesehen, die in den Supermarkt gingen und für hundert Dollar Müll kauften. Ich meine
Essen - wenn es denn überhaupt Essen ist. Es schmeckt nicht einmal gut. Vielleicht ist es
sogar schädlich. Und es hat keine bleibende Wirkung, etwa für die Ernährung, oder in
Bezug auf die Qualität oder guten Geschmack. Das gleiche gilt für Gebrauchsgüter. Die
hauptsächliche Methode, wie sie nun darum herumzukommen versuchen, besteht darin, Werbung
auf Klarsichtfolie darum herum zu tun und es zu verpacken, und das Produkt selber ist
einfach - nun, wir können ruhig sagen: Scheiße. Das ist also eine der ersten Methoden,
die Ihr lernen könnt, um das Geld zu sparen, das Ihr verdient habt. Okay?
Laßt uns nun einen anderen Aspekt von Produkten und Dienstleistungen anschauen. Im
Grunde wollte ich auch sagen, daß ein Produkt für die Person nützlich ist, die es
erwirbt. Und eine Dienstleistung ist hilfreich. Anders ausgedrückt, wenn Ihr jemanden
kommen und Euer Gras mähen laßt, und er es gut macht, ist das für Euch eine gute
Dienstleistung. Denn Ihr könnt die Zeit vielleicht darauf verwenden, andere Produkte oder
Dienstleistungen zu liefern oder wichtigere Dinge zu machen. Dienstleistungen können also
auch gute oder schlechte Qualität aufweisen. Und denkt daran, die Hauptsache bei einem
Produkt ist: Ist es nützlich? Und bei einer Dienstleistung: Hilft sie? Und unter dem
Aspekt betrachtet, den wir gerade hatten: Hilft sie Euch, lebensfähiger zu werden, oder
fähiger zu leben?
Der nächste Punkt ist, daß Ihr Euch, wenn Ihr ein Produkt oder eine Dienstleistung
verkaufen wollt, darüber klar sein müßt, daß es für irgend jemanden im Spiel
akzeptabel sein muß. Das müssen nicht viele Leute sein. Ihr könnt einen Palast für
einen arabischen Fürsten bauen und eine Menge Geld damit machen. Das ist das, was er
haben will, aber Eure Geschäfte würden nicht besonders gut gehen, wenn Ihr dasselbe in
Deutschland machen würdet. Denn da gibt es nicht so viele Fürsten, und außerdem ist man
da den arabischen Stil nicht gerade gewohnt.
Das ist also das Gleichgewicht, das Ihr finden müßt. Oder, wie LRH sagt, Ihr müßt
es durch eine Umfrage herausfinden. Ihr müßt eine Umfrage machen: wird das Produkt oder
die Dienstleistung, die Ihr machen wollt oder macht, in der Gegend, wo Ihr es bewerbt,
nützlich oder hilfreich genug sein? Das ist ganz einfach. Aber so viele Geschäftsleute
gehen bankrott, weil sie dies nicht zuerst herausfinden. Sie schauen sich nicht um, um
sicherzustellen, daß das Produkt nützlich oder hilfreich ist. Und sie enden damit, eine
riesige Firma hingestellt zu haben und eine Menge Geld investiert zu haben, und niemand
kauft ihr Produkt.
Natürlich kann man sich auch dieses Experten für Werbefragen bedienen, damit der
Akzeptanz für das Produkt schafft. Der macht das auf der Grundlage von "Hahaha! So was
muß ich auch haben!" Oder die Leute erlangen Status dadurch, daß sie es besitzen.
In Wirklichkeit brauchen sie es nicht. Aber es ist so ein nettes Dings, über das man sehr
gut Konversation betreiben kann, versteht Ihr, was ich meine? Ich werde Euch ein
vollendetes Beispiel dafür geben.
Vor einigen Jahren, vor der Weihnachtszeit, schloß in Amerika ein PR-Mann mit einem
anderen eine Wette, daß er mit dem Verkauf von Steinen eine Million Dollar verdienen
könne. Und er schaffte das wirklich. Er kreierte ein Produkt namens "Pet Rock"
(Haustierstein, Anm.d.Übs.). Es war einfach ein Stein in einer Schachtel. Er hatte keine
Produktionskosten, er ging einfach raus aufs Land, um sie aufzusammeln. Aber die Schachtel
und die Verpackung und die Werbung kostete etwas. Und er verkaufte diese Dinger für etwa
15$ das Stück, über Weihnachten, und er verdiente seine Million daran. Er hatte so ein
paar gefällige Sprüche, wie: "Kaufen Sie einen Haustierstein. Besser als jedes andere
Haustier. Beschmutzt Ihren Teppich nicht. Muß nicht gefüttert werden." Seht Ihr,
was ich meine? "Beschützt Ihr Heim." Und dann lag eine Beschreibung bei, wie man
das machen müßte: "Nehmen Sie den Haustierstein in die Hand, wenn Sie bedroht werden
oder jemand versucht, Ihr Haus auszurauben. Schlagen Sie mit dem Haustierstein fest auf
seinen Kopf."
Das war wirklich brillant. Der Typ machte seine Million Dollar. Jeder mußte einen
Haustierstein haben. Aber das alles nur, um Euch zu zeigen, daß das mehr so ein soziales,
man-spricht-darüber-Produkt war. Es zeigt Euch, wie man etwas bewerben kann und die Leute
dazu bringen kann, zu denken, sie würden es wollen und brauchen.
Aber was Ihr wirklich haben wollt, ist eine Akzeptanz Eures Produktes oder Eurer
Dienstleistung. Wenn Ihr also in einer Stellung arbeitet, wo Ihr bezahlt werdet, dann
tauscht Ihr eine Dienstleistung, Eure Arbeit, gegen den Gehaltsscheck ein. Die Arbeit, die
Ihr macht, ist vielleicht für einen Autohersteller nützlich. Er benötigt jemanden, der
die Dienstleistung liefert, die Tür an das Auto zu montieren. Aber wenn das nicht mehr
nützlich ist oder wenn die Firma keine Autos mehr verkauft, weil sie sie vielleicht nicht
richtig beworben hat oder die Leute sie nicht wertvoll fanden, dann ist die Firma
normalerweise aus dem Geschäft und der Typ verliert seine Stellung. Na ja, wie bereits
gesagt, es gibt eine Menge künstlicher Wege, wo man Eure Steuergelder nehmen kann, um
diese anderen Leute, die ein Produkt machen, das nicht so besonders gut ist, beschäftigt
zu halten. Oder um gute Beziehungen zu Staaten aufrechtzuerhalten, die kein Geld haben.
In Amerika haben sie oft Steuergelder verwendet, um Weizen für Rußland zu kaufen. Das
ist wirklich eine merkwürdige Methode, um ein Produkt für einen anderen zu machen. Aber
sie hält eine Art Diplomatie im Gange. Sie verbirgt auch die Schwächen der beteiligten
Regierungen. Und sie scheint sich einer Bedrohung anzunehmen. Nun stellt Euch mal vor, wie
es Euch gehen würde, wenn Ihr ein kleiner Geschäftsmann wärt und Eure ganzen Produkte
produzieren müßtet, um dann für sie zu bezahlen. Und dann würdet Ihr sie an jemand
anderen weggeben. Ich glaube, dies ist in sehr aberrierendem Maße out Exchange. Ihr
würdet nicht sehr lange in dem Geschäft bleiben. Aber Regierungen machen das dauernd.
Mit Eurem Geld. Das ist der Grund, warum ich sage, daß Ihr auch auf die Methoden acht
geben müßt, mit denen sie versuchen, es Euch wegzunehmen.
Ich muß einen anderen Punkt erwähnen. Eine der Hauptunterlassungen dabei, ein
Geschäft zu betreiben - ihr findet es in LRHs Policy, aber kaum in der von jemand anderem
- ist es, eine Liste der Namen und Adressen der Kunden zu führen. Und ihnen einigermaßen
regelmäßig irgendeine Kommunikation oder Werbung zu schicken. Ist Euch klar, daß es bei
den meisten Geschäften so abläuft: Der Typ kommt herein, bezahlt für irgendein Produkt
oder eine Dienstleistung, und die Leute in diesem Geschäft, sie fragen nicht einmal, wer
er ist. Und so haben sie keine Möglichkeit, das Geschäft zu wiederholen, außer - nun,
natürlich, es könnte eine exzellente Leistung sein und der Typ beschließt,
zurückzukommen. Aber wenn sie bloß nützlich war, dann muß er nicht dahin
zurückkommen. Er kann woandershin gehen.
Nur die gewiefteren Firmen führen das, was wir ein "Zentralarchiv" aller Kunden
nennen, aller, die etwas von der Firma gekauft haben. Katalogversandhäuser und
normalerweise Autohändler machen das, und sie verschicken Werbung über die neuen Modelle
und so weiter. Und auch manche andere Firmen machen das. Aber die meisten wandeln auf
einem schmalen Grat, was das Überleben betrifft, weil sie von der Laufkundschaft
abhängen. Und sobald dieser Riesensupermarkt um die Ecke gebaut wird, mit einer Menge
Parkplätze, werden die kleinen Geschäfte entlang der überfüllten Straße, wo früher
jedermann seine Lebensmittel einkaufte, einfach ausgelöscht. Obwohl ihre Produkte und
Dienstleistungen vielleicht sogar besser waren, sie waren freundlicher und so weiter. Aber
sie führten keine Aufzeichnungen über die Kunden, die sie hatten, so daß sie nun
Gegenwerbung machen könnten, etwa: "Wir haben immer noch unser freundliches Geschäft,
wir haben diese und jene Preise" usw. Sie haben keine Adressen, an die sie das
schicken könnten. Also -Bankrott. Wenn sie so eine Liste hätten, könnten sie eine Menge
Dinge finden, die sie in ihre Werbung aufnehmen könnten. In den meisten dieser großen
Märkte haben sie überall diese Sicherheitseinrichtungen, man weiß nie genau, mit wem
man es zu tun hat, es sind keine Leute aus der Stadt. Lange Warteschlangen an den Kassen.
All das, seht Ihr. Und vielleicht ist der einzige Grund, warum der Bursche dorthin geht,
daß er dort einen Parkplatz findet. Wenn die lokalen Geschäftsinhaber sich zusammentun
würden und allen ihren Kunden, die soundsoviel gekauft hätten, Bonusparktickets für das
Parkhaus geben würden, so daß sie das Parken nicht mehr bezahlen müßten, könnten sie
das gleiche machen. Hier kommen wir also wieder zu dem Thema "wie macht man Geld",
denn wenn man in einem Geschäft mit Produkten und Dienstleistungen ist, muß man Umfragen
machen, um herauszufinden, was angenommen wird. Und um Umfragen zu machen, muß man in
etwa wissen, wer seine Kunden sind. Und man muß natürlich herausfinden, ob der
Austausch, den man einnimmt, genug ist, um einen im Geschäft zu halten.
Das ist auch ein Schwachpunkt des kleinen Mannes, denn die große Firma kann ihre Ware
zu Großhandelspreisen kaufen. 10.000 Stück Seife oder so etwas. Und der kleine
Geschäftsmann, der kauft nur hundert pro Woche. Also wird ihm ein höherer Preis
berechnet. Aber man kann das umgehen. Und zwar, indem man, wie ich sagte, Dienstleistungen
von hoher Qualität bekommt. Und Produkte von hoher Qualität. Auf diese Weise könnte man
es kalkulieren und mit einem kleinen Unternehmen überleben.
Laßt uns nun wieder einen Blick auf Austausch im allgemeinen werfen. Das, womit wir
uns beschäftigen, der Austausch und die Geldflows, beruht tatsächlich auf dieser
Grundlage von Produkt, Dienstleistung, Leute, die bereit sind, dafür Austausch zu geben,
und so weiter. Das Geld selber ist nun einfach etwas, das den eigentlichen Flow
beschleunigt. Wenn man es sich genau anschaut, hat es in Wirklichkeit keinen Wert an sich.
Ich habe noch nicht viele Leute gesehen, die D-Mark gegessen haben. Sie repräsentieren
einen Wert, aber sie selber haben keinen Wert, außer für jemanden, der Banknoten
sammelt.
Was sagt nun LRH dazu? Nun, er sagt, daß der Wirtschaft ein Tauschsystem
zugrundeliegt. In alten Zeiten, bevor es Regierungen gab, pflegte man herumzugehen und
jemanden zu suchen, der etwas hatte, was man wollte, und mit ihm etwas zu tauschen, was er
wollte. Dieser Bauer gibt einen Sack Kartoffeln für einen Korb Gemüse. Er pflanzt
Kartoffeln an, der andere Bursche zieht Gemüse - guter Austausch. Seht Ihr? Tauschhandel.
Und übrigens: steuerfrei. Wie dem auch sei, man organisiert sich mehr und möchte die
Komm-Lines beschleunigen. Man kann ein Austauschmedium einführen. Man kann in der
Geschichte darüber nachlesen, obwohl es ein, wollen wir mal sagen, ein bißchen
verborgenes Thema ist. Nur wenn man sich ein Buch nimmt, das speziell über Geld und
Austauschmittel geschrieben wurde, wird man wirklich etwas über die furchtbaren Folgen
finden, die davon verursacht wurden. Man findet diese schrecklichen Geschichten, die nicht
in die Geschichtsbücher kommen, denn im Geschichtsbuch sagen sie Euch bloß: "Dieser
Kerl war hier König, und dann wurde er besiegt, und jener Kerl wurde dann dort
König." Aber manchmal findet man, wenn man diese Bücher über Austausch und die
Geschichte von Austausch und Geld liest, heraus, daß ein Machtwechsel oder die Niederlage
einer Nation ihre Ursache in Wirklichkeit im Gebiet von Austausch hatten, oder von
Austausch, der nicht in Ordnung war. Ich denke, Ihr habt ein Beispiel dafür in der
Weimarer Republik in Deutschland in den 20er Jahren, wo das Geld eine solche Inflation
erlebte, daß man es nur auf einer Seite bedruckte, damit es genug Geld gab, um ein Brot
zu kaufen. Der Preis stieg von tausend Mark für einen Laib auf zwanzigtausend Mark für
einen Laib... immer so weiter. Und sie hatten nicht einmal genug Zeit, um das Geld zu
drucken, sie mußten es so schnell ausgeben, daß sie es nur auf einer Seite bedrucken
konnten.
Hier gibt es also einen anderen Faktor: Die Sachen, die die Leute damit gekauft haben,
waren immer noch die gleichen. Eben Tomaten und Brot, Autos und Dienstleistungen. Wie kam
es, daß ihr Preis plötzlich so in die Höhe schoß? Nun, man hört eine Menge über die
Wirtschaft, Inflation und so weiter, und den Mangel an Vertrauen. Was sagt LRH darüber?
Er sagt, daß immer, wenn eine Menge Geld gedruckt oder ausgegeben wird, die viel mehr
Wert hat - der repräsentierte Wert - als die Menge an Dienstleistungen und Produkten in
der Gesellschaft, dann hat man den Zustand, der als Inflation bekannt ist, was im Grunde
von einem grundlegenden Mißtrauen herrührt. Die Leute haben tatsächlich kein Vertrauen
in dieses Geld, weil es so schnell gedruckt wird, und sie denken sich: "Also, das ist
nicht wertvoll. Ich werde meine Preise erhöhen." Sie verlieren das Vertrauen darein.
Und natürlich, genau wie bei jeder anderen Sache, wann immer man eine große Menge von
etwas dahinstellt, und es ist recht billig, dann wird es nahezu wertlos. Man bekommt in
Lebensmittelgeschäften oft Warenproben, ihr wißt schon, Süßigkeiten oder so etwas,
einfach als Bestandteil ihrer Werbemittel. In manchen Ländern wäre das sehr wertvoll:
"Oh, Schokolade! Toll!" Seht Ihr? Dort könnte man es gegen andere Ware austauschen.
In einer Gesellschaft, die so einen großen Ausstoß an Schokolade und Süßigkeiten usw.
hat, kann man es als Werbemittel einsetzen und gratis weggeben. Dasselbe mit den
"Verschwendergesellschaften", wo eine Menge Geld verschwendet wird, das im Produkt
z.B. als Verpackung steckt. Manchmal kostet die Verpackung bei Lebensmitteln mehr als die
Lebensmittel. Und irgendwie merkt man es am Preis. Ihr bezahlt also oft für Werbung und
Verpackung, und diese Ware, die Euch verkauft wird, ist in Wirklichkeit sehr billig. Und
folglich seht Ihr in den meisten Gesellschaften eine schrittweise, schleichende Inflation.
Aber es gibt noch einen anderen Grund für die schleichende Inflation, nämlich einfach,
daß dadurch die Wirtschaft für die Öffentlichkeit einen besseren Eindruck macht. Es ist
eine geplante Inflation. Es erscheint einem ständig, als ob man mehr Lohn bekommt, weil
die Löhne nach oben gehen, das Geld, das man für seine Arbeit bekommt, und dann hat man
eine "Steigende Lohnskala". Man bekommt dieses Jahr mehr und nächstes Jahr noch
mehr und so weiter. Großartig, nur, daß die Preise auch steigen. Wenn man es also
ausrechnen würde, bekommt man in Wirklichkeit gar nicht mehr. Aber da gibt es noch einen
raffinierten Trick dabei: Vielleicht kommt man in eine höhere Steuerklasse. Und die
Regierung kann einem jetzt mehr wegnehmen. Ich sage Euch, Leute, die die Wirtschaft nicht
verstehen, können das einfach nicht begreifen, "Also, dieses Jahr verdiene ich viel mehr
als letztes, aber anscheinend haben wir weniger!" Das gehört also alles in das
Gebiet von Inflation, sei es geplante oder nicht.
Eine Deflation ist tatsächlich das Gegenteil davon: es gibt wenig Geld oder Münzen
und jeder will es ständig haben, weil sie denken, daß es wertvoll ist. Der Schweizer
Franken war zum Beispiel sehr stabil, und ebenso der Gegenwert für Gold, nicht der
Goldpreis, sondern was man dafür kaufen kann ist ziemlich stabil. Denn diese Sachen sind
in der Gesellschaft ein bißchen rar, und sie geben nur soviel aus, wie sie durch Gold
tatsächlich decken können. Anders ausgedrückt, sie geben nicht mehr aus, als sie
tatsächlich mit etwas decken können, das wertvoll ist. So bleibt es stabil, und die
anderen Gebiete haben Inflation, und daher wirkt es so, als ob der Schweizer Franken oder
das Gold steigt, aber in Wirklichkeit sind die anderen Währungen nun weniger wert. Wenn
sie diese Sachen weiter gegeneinanderprallen lassen, sieht man diese Trends. Nicht wahr,
ein Hotelzimmer in London, 100 Pfund. Hotelzimmer in Frankfurt, vielleicht 100 Mark.
Gleiche Art von Hotel. Sie haben Inflation in England, jawohl, denn das Pfund ist etwa bei
3 DM. Und auf England schleicht eine schlimme Depression zu, die Leute werden arbeitslos
und so weiter. Die Zinssätze sind sehr hoch, sie können ihre Hypotheken nicht zahlen und
so weiter. Ziemlich viel Inflation. Und sie sagen: "Jaa, wir werden das schon hinkriegen,
wenn wir die Produktion drosseln." Völlig falsch! Genau die falsche Sache. Sie haben
mehr Geld im Umlauf als es Produktion gibt - das verursacht die Inflation. Sie müssen die
Produktion steigern, und wenn die Leute kein Geld haben, müssen sie exportieren. Dann
haben sie neue Flows von Produkten und Dienstleistungen, die nachgefragt werden, und die
Wirtschaftslage verbessert sich. Wenn man einen Überschuß an Geld hat und nicht so viel
Produktion, dann gibt es Inflation.
Kennt ihr diese kleinen Länder, die nicht viel produzieren, wenn man zum Beispiel
nach... sagen wir mal Jemen geht.. nein, die haben vielleicht noch Öl. Sagen wir mal
Marokko. Sie lassen ihre Währung nicht mal über ihre Grenze, denn sie würden total
überwältigt werden. Jedermann könnte binnen zwei Tagen das ganze Land aufkaufen. Was
machen sie also? Ihr geht nach Marokko, kauft da Sachen, sie haben einen festgelegten
Wechselkurs. Aber bringt es einmal nach...versucht mal, ein Land zu finden, wo
marokkanische Dirhams akzeptiert werden, nicht einmal in einer Bank geben sie Euch einen
Stück trockenes Brot dafür. Vielleicht eine internationale Bank, wo die ganzen
Wechselkurse aller Währungen gehandhabt werden. Aber es ist im wesentlichen keine
begehrte Währung, es ist kein Geld, mit dem die Leute herumgehen und sagen: "Kann ich
hier ein bißchen Benzin bekommen, ich habe marokkanische Dirhams." Das ist genau
das, was wir sagen, diese Sachen verlieren das Vertrauen.
Ihr habt also grundlegend diese zwei Zustände: Inflation und Stabilität, und
heutzutage sieht man nur sehr selten Deflation. Dazu müßte man Geld vom Markt nehmen,
wenn man nicht genügend Produkte und Dienstleistungen als Gegenwert hätte. Man hätte da
eine Regierung, die die bittere Pille zu schlucken hätte, das Geld, das sie von den
Steuerzahlern eingesammelt hätten, zu verbrennen. ("Das mußten sie in der UdSSR machen,
sie haben die großen Rubelnoten eingesammelt.") Oh ja, interessant. Das ist eine
sehr einschneidende Erfahrung, denn es waren nicht nur die Schwarzmarkthändler, die die
großen Scheine hatten, auch ein paar alte Leute, die ihr Geld gespart hatten.
Okay, laßt uns noch einmal die Geschichte davon anschauen, und wie gesagt, sie wird
sehr gut im Dunklen gehalten, wenn man nicht gerade Spezialliteratur darüber kauft. Oder
LRH-Policy liest. Diese anderen Bücher beinhalten aber schon die Geschichten, wo es im
einzelnen passierte und so weiter. Es gibt eine Geschichte, an die ich mich besonders gut
erinnere, sie geschah in China, vor langer Zeit. Es gab da eine blühende Gesellschaft,
sie hatten einen Kaiser, der es mochte, Wohlstand zu sehen, er mochte Austausch und das
ganze Zeug. Und er wollte ein sehr wohlhabendes Land schaffen. Er betrieb also ein
Regierungsprojekt, um Gold und Silber zu schürfen und Münzen zu prägen, Münzen aus
Gold und Silber, die jedermann benutzen konnte. Ihr wißt schon, mit seinem Porträt
darauf und all so etwas, aber worauf es ankam, dadurch entstand eine sehr starke und
stabile Währung. Denn ihr Wert war ihr inhärent, die Leute hatten Vertrauen in die
Tatsache, daß sie aus Gold und Silber bestand. Und dann kam der nächste Kaiser daher,
der alte starb, und sein Sohn oder ein Verwandter erbte den Thron. Anscheinend dachte er -
ich vermute das bloß, auf der Grundlage der Tech - daß das Gold- und Silbergeld deswegen
Wert hatte, weil das Bild des Kaisers darauf war. Versteht Ihr, der alte Kaiser stirbt, er
übergibt seinen Hut nicht, und jedermann liebte ihn, weil er Gold- und Silbermünzen mit
seinem Porträt darauf hatte. Der nächste Bursche, der Nachfolger, dachte, daß der
Grund, warum sein Vorgänger geliebt wurde und warum er soviel Macht hatte, darin lag,
daß sein Porträt auf dem Geld war. Und in Wirklichkeit liebten sie ihn, weil er ein
gutes Austauschsystem eingeführt hatte. Keine Inflation, sehr stabile Wirtschaft und so
weiter. In der Tat hatte er Steuern und all das, aber niemand machte sich darüber groß
Gedanken, sie waren sehr niedrig.
Der nächste Bursche kommt daher, entweder war er habgierig, oder, wie gesagt, er
mißverstand, daß es nicht der Kaiser beziehungsweise das Bild des Kaisers war, der das
Geld wertvoll machte. Denn der wirkliche Wert bestand für das Volk darin, daß es
außerdem aus Gold und Silber geprägt war. Was machte dieser Kerl also? Er zog all die
Gold- und Silbermünzen ein und tat sie in seinen Staatsschatz - er oder irgend jemand
dort wußte, daß sie wertvoll sind - und dann, glaubt es oder nicht, ließ er hölzerne,
hölzerne! Münzen ausgeben, auf die das Porträt des neuen Kaisers gestempelt war. Was
passierte war, daß die Lage schlechter und schlechter wurde. Innerhalb weniger Jahre war
diese Regierung verwickelt in Kriege, Aufstände, Kämpfe und all das, sie verlor ihre
Macht. Bevor es ganz zu Ende war, mußte der Kaiser die Verwendung des Holzgeldes
erzwingen, indem er drakonische Gesetze erließ: jeder, der sein Geld nicht benutzte,
wurde mit dem Tod bestraft. Und jeder, bei dem altes Geld gefunden wurde, wurde mit dem
Tod bestraft. Ihr könnt Euch vorstellen, wie lange dieser Kaiser an der Macht blieb.
Alles, was passieren mußte, war, daß ein Haufen Revolutionäre, Mongolen oder irgend
jemand aus einer anderen Gegend daherkam und sagte: "Hey! Die lassen die Burschen kein
Gold und Silber benutzen! Alles, was wir machen müssen, ist, dafür zu werben, dann
können wir das Land übernehmen!" Der Handel wurde chaotisch, die Leute lebten in
der Angst, daß ihre kleine Ersparnisse in Gold entdeckt werden könnten, und eine Menge
Handel und Austausch wurde im Untergrund durchgeführt.
Bevor wir jetzt zum Mittagessen gehen, möchte ich Euch bloß noch einen Gedanken mit
auf den Weg geben: gibt es eine Parallele dazu in der Menge an Schwarzgeld heutzutage? Die
Menge an Schwarzgeld, die im Umlauf ist - ich spreche nicht von kriminell erworbenem Geld!
- ist fast direkt proportional zu der Menge an Vertrauen, die die Leute in das
gegenwärtige Regime haben. Vertrauen, seht Ihr. Sie werden Euch eine Menge Gründe dafür
angeben. Aber ich kenne ein Beispiel in Deutschland, es ist gerade erst drei oder vier
Jahre her, sie wollten von jedem Deutschen, daß er sicherstellt, daß er nicht so viele
Steuern zahlt - ein guter Trick, denn jedermann hätte mehr Steuern gezahlt - und sie
sagten, ich glaube, es war an einem Wochenende, sie sagten, daß dieser Minister eine
Verordnung erlassen würde, die verlangt hätte, daß die Leute über andere Leute Bericht
erstatten, die Schwarzgeld benutzen. Und natürlich haben sie das vorher nicht gut mit
Umfragen abgestützt, genau wie der Kaiser im alten China. Denn ganz offensichtlich hatte
der Kerl, der sich das ganze ausgedacht hatte, auf der Basis von Statistiken gearbeitet
und sagte sich: "Also, ein soundso großer Teil der Wirtschaft läuft über
Schwarzgeld", sagen wir mal 40 Prozent. "Und wir kriegen die ganzen Leute, die ihre
Steuern zahlen, die 60 Prozent, dazu, bei dem Rest Ethik in zu bringen." Und dann gab
es über Nacht fast eine Revolution in Deutschland, eine Menge Protest in Leserbriefen an
Zeitungen und so weiter, und sie ließen die Idee fallen wie eine heiße Kartoffel.
Jedermann legte ein bißchen beiseite, für den Fall, daß die Regierung zu sehr verrückt
spielen würde, wie in der Weimarer Republik, jeder wollte ein bißchen außerhalb der
Steuern haben. Daher waren sie, jawohl, illegal und legal zur gleichen Zeit. Es war
interessant, wieviel Protest da hoch kam, es war wie beim Missed-Withhold-Knopf, Ihr wißt
schon, der Bursche ist kritisch und nörgelt herum, aber er sagt nicht, was genau der
Withhold ist. Das ging so, die Leute haben in ihren Briefen geschrieben: "Hey, was habt
ihr vor, ihr wollt die alte Gestapo-Tech wieder einführen, wo man seinen Nachbarn
hinterherspioniert und über sie Bericht erstattet und das ganze Zeug..." Ihr seht,
wie das die Regierung zum Rückzug brachte. In Wirklichkeit wahr das nicht die eigentliche
Beschwerde, die Beschwerde lag darin, daß sie diejenigen waren, die auch mit Schwarzgeld
arbeiteten. Sie waren wirklich sehr genau darin, den Withhold der Regierung zu finden.
Oder sagen wir mal, einer ihrer Hauptknöpfe war, dem früheren Naziregime nicht ähnlich
zu scheinen. Seht ihr, wenn man sie damit verglichen hätte, wären sie vielleicht eine
Woche später die Macht los. Und eine Sache, die Politiker wollen, ist an der Macht zu
bleiben. Sie wollen nicht nur Euer Steuergeld einnehmen, daß ist bloß die Finanzierung,
die sie dafür bekommen, um an der Macht zu bleiben. Sie kriegen also auch ihren Anteil.
Aber wenn man ein bißchen weiter geht oder auf den richtigen Knopf trifft, kann man sie
davon abhalten, mehr Geld wegzunehmen. Diesen Gedanken wollte ich Euch noch mitgeben, denn
es ist in Deutschland vor kurzem wirklich passiert.
Ich wünsche allen ein gutes Mittagessen.
Okay, wir können anfangen. Dies ist Teil Zwei des Vortrags über
"Austausch und
Finanzen" am 23. Februar.
Laßt uns beginnen, und ich hoffe, Ihr hattet ein nettes Mittagessen.
Ein wenig über Flows. Eine Menge Leute haben ein Problem mit Geld und Austausch, weil
sie nicht strömen können. Das soll einfach das bedeuten, was es heißt, es ist wie ein
Kommunikations-Flow, oder eine Flow eines Produktes oder einer Dienstleistung, oder Sachen
verteilen und ihr produziert sie und so weiter. Manchmal ist es nicht nur auf der
geistigen Ebene. Ihr müßt wirklich ausarbeiten, warum Euer Flow nicht funktioniert.
Manchmal ist es ganz einfach: die Post verzögert Eure Briefe. Oder die Pakete mit Euren
Produkten. Oder Eure Dienstleistung, Werbung... Dies ist für sich genommen ein Problem
von Flows, aber oftmals scheint man nicht viel Kontrolle darüber zu haben. Ich glaube,
wir haben in der Freien Zone dafür Beispiele in jeder Branche, in der Ihr arbeitet, ich
bin sicher, daß Ihr Beispiele dafür erlebt habt, die Post kommt zu spät, Euer Paket
ging verloren, wie lange dauert es, bis dies und jenes da und dort ankommt und all so
etwas. Also hättet Ihr in Eurer Branche oder für Eure Aktivität gerne alternative
Kommunikations- und Flußlinien für Produkte. LRH sagt: "Benutze nie eine zerbrochene
Kommunikationslinie." Es hilft Eurem Kunden nicht viel, wenn Ihr den Austausch
blockiert, indem Ihr Entschuldigungen darüber von Euch gebt, warum die Post nie ankommt.
Seht Ihr, was ich meine: Man kann die Flows wieder in Gang bringen, indem man alternative
Methoden dafür hat. Das bezieht Eure Werbung für Eure Firma mit ein, denn ein Teil davon
ist einfach Werbung für die Dienstleistung, die Ihr liefert, oder die eigentliche
Lieferung der Produkte mit der Post. Oder mit einem Lastwagen. Man kann also die Flows an
dieser Stelle wieder in Gang bringen, in der letzten Zeit sind eine Menge Unternehmen
entstanden, die Eure Post unter Umgehung der eigentlichen Postdienste befördern. Und ich
möchte noch als Randbemerkung hinzufügen, daß der Postdienst in Europa manchmal
langsamer ist als er 1800 war, als sie Postkutschen und Kurierreiter hatten. Besonders von
einem Land in ein anderes.
Wie dem auch sei, das ist einfach ein Problem, für das, wie gesagt, eine Menge neuer
Unternehmen entstehen, um das für Euch zu lösen. Aber Ihr müßt Euch dann immer
klarmachen: Müßt Ihr den Preis Eures Produktes erhöhen, um die Kostensteigerung zu
kompensieren? Oder könnt Ihr den Gewinn immer noch machen, indem Ihr das Produkt
schneller an Ort und Stelle bringen könnt?
Diese Flow-Verstopfung passiert auch auf der anderen Austauschlinie. Anders gesagt, wie
lange dauert es, wenn der Kunde per Scheck zahlt, um den Scheck einzulösen? Ihr könnt
das Geld nicht einsetzen, solange der Scheck nicht eingelöst ist.
Dies sind also ein paar der Hindernisse bei Geschäften heutzutage, die vielleicht
nicht durch Eure Fehler entstehen, mögt Ihr denken, aber ganz sicher irritieren sie Euren
Kunden. Und daher könnte es klug sein, es unter dem Aspekt von "Wieviel Nutzen würde es
meinem Gewerbe bringen, wenn ich sehr schnelle, direkte Kommunikationslinien hätte?"
zu durchdenken. Das beinhaltet nun nicht so etwas, wie den Kunden mit Werbesendungen zu
überwältigen. (Anm.d.Übs.: Bill benutzt hier das Wort "junk mail", also "Müllpost"). Die Leute sind dessen so überdrüssig, daß sie schon dem Postboten
sagen, daß er es nicht in ihren Briefkasten werfen soll. Und es ist tatsächlich manchmal
Geldverschwendung. Ihr müßt also herausfinden, was das Gleichgewicht für die Flows ist,
wieviel Geld gebt ihr aus, um diese Verzögerungen zu handhaben, und wieviel
wahrscheinlich für Werbung? Und vielleicht kommt Euch eine clevere Idee. Besonders, wenn
ihr in einem örtlich begrenzten Rahmen operiert. Ihr könntet zum Beispiel eine Schar
Kinder mit Fahrrädern anheuern, um die Ware auszuliefern - ehrliche Kinder. Und Ihr
bezahlt ihnen etwas, als Ausgleich für die Postgebühren. Und wenn sie ehrlich sind, wird
Eure Post viel schneller beim Kunden ankommen. Das wäre also eine Abhilfe, aber laßt uns
nun einen Blick auf einen anderen Bereich von Flows werfen. Und der wäre die geistige
Einstellung. Ihr wißt, daß die Gradprozesse und so weiter auf vier Flows gelaufen
werden. Da gibt es selbst zu selbst, man selbst zu einem anderen, ein anderer zu einem
selbst und ein anderer zu einem anderen. Und wenn Ihr eine Blockierung auf einem dieser
Flows hat, oder irgend jemand in Eurer Firma hat eine solche Blockierung, dann ist das
nicht so gut. Das kann nun alles Mögliche sein, Withholds oder einfach Dev-T auf Grund
von Faulheit, oder ein richtiger Overt, etwa das Paket zur Seite stellen und es bis zur
nächsten Woche vergessen. Oder bis es jemand bemerkt. Man sollte also im Geschäft auch
auf die Ethik des Personals achten, das man kontrolliert, und ihnen begreiflich machen,
daß je effektiver sie arbeiten, desto mehr das Unternehmen davon profitiert.
Diese Flows können sich nun auf die andere Seite des Spiels erstrecken und mit dem
Austausch zu tun haben. Und das soll folgendes heißen: Die Person hat vielleicht Knöpfe
oder Out Ruds auf Geld, Out Ruds auf Geld nehmen, Out Ruds auf Geld ausgeben, Out Ruds,
wie zum Beispiel andere Leute daran zu hindern, Geld zu verdienen. Das Unternehmen wird
nicht allzu gut laufen. Ihr könnt eine Checkliste von all diesen Punkten machen, über
die ich spreche, und sie in Eurem Unternehmen einfach durchgehen. Oder in Eurem
Privatleben. Und vielleicht findet Ihr ein paar überraschende Dinge.
Prozessing hat erwiesen, daß die Leute eine Havingness-Stufe haben. Anders
ausgedrückt, sie können so und so viel Havingness haben, bis zu einem gewissen Punkt,
und darüber hinaus können sie kein bißchen mehr haben. Wenn Ihr also zum Beispiel einen
Eurer Angestellten losschickt, der eine Havingness-Stufe von 1.000 DM hätte, und er soll
von einem Kunden einen Scheck über 10.000 DM holen, wird es wahrscheinlich darauf
hinauslaufen, daß er ihn nicht wiederbringt, oder wenn er ihn holt, daß er ihn verliert.
Ihr könnt mir glauben: Wenn Ihr nicht ein bißchen über den Verstand Bescheid wißt und
über die Havingness-Stufe der Leute, dann könnte es sein, daß Ihr ein paar sehr üble
geschäftliche Erfahrungen macht. Und wie gesagt, es könnte der Fehler Eurer Firma sein.
Ihr könnt es nicht dem Kunden anlasten, wenn er das Geld bezahlt hatte und dann der
Bursche, den Ihr losgeschickt hattet, um es zu holen, es verlor. Dies verursacht in Firmen
oder Geschäften eine Menge Unterbrechungen. Ihr könnt also folgendes in Eure Checkliste
aufnehmen: was ist die Havingness-Stufe der Person in Bezug auf Geld?
In den Franchises haben sie früher einen Geld-Prozeß gemacht. Und der ging so: Der
Typ saß da mit dem Trainer, und sie hatten eine Schachtel voll Geld. Und der Trainer nahm
das Geld heraus, einen Schein nach dem anderen, zum Beispiel Dollars, und legte es auf das
Knie des Burschen. Und er sagte: "Ich möchte, daß Du das hast." Und am Anfang
sagte der Bursche normalerweise: "Oh, danke schön!" Und in dem Maße, wie die Menge
Geld zunahm, sah man die Indikatoren erscheinen, daß er nicht mehr haben konnte. Er saß
betreten da, bestätigte nicht mehr, und sagte: "Das reicht!" Seht Ihr? Das ist ein
Problem mit Flows und ein Problem mit Havingness. Also, wie gesagt, wenn Ihr in Bezug
darauf bei Eurem Personal und bei den Leuten, die für Euch arbeiten, nicht Bescheid
wißt, dann denkt Ihr, daß Ihr diesen Scheck über 10.000 DM in der Tasche habt, und der
Kerl kommt entweder ohne Scheck zurück, oder er ist nur über 1.000 DM ausgestellt. Und
er erzählt Euch etwa so etwas: "Tja, als ich dahin kam, wollte der Typ bloß nur noch
Waren für 1.000 DM." Aber wenn Ihr ihn ans Meter nehmen würdet, würdet Ihr
herausfinden, daß er in Wirklichkeit dagesessen hat und den Kunden solange zugeredet hat,
ihm weniger und weniger und weniger zu geben, bis sie bei seiner Havingness-Stufe
angelangt waren, bei seiner eigenen Havingness-Stufe. So nach der Art: "Glauben sie
nicht, daß das ein bißchen zu viel auf einmal ist, ich meine, sie sollten lieber weniger
als 5.000 Stück nehmen..." Es ist also nicht immer so, daß es schwer ist, dem
Kunden das Produkt zu verkaufen, manchmal liegt es einfach daran, daß derjenige, der
verkauft, eine niedrige Havingness-Stufe hat. Und außerdem ist er ein schlechtes
Aushängeschild für die Firma. Denn er verursacht, daß der Typ denkt: "Nun, vielleicht
ist das Produkt nicht so wertvoll, vielleicht sind die bald aus dem Geschäft." Und
wieder, nicht nur das Geld, auch die Unternehmen sind zu einem großen Teil von Vertrauen
abhängig. Und wenn Euer Kunde kein Vertrauen zu der Person hat, die Ihr zu ihm schickt,
um den Verkauf zu regeln - denkt daran, er repräsentiert Eure Firma - und wenn er kein
Vertrauen zu dieser Person hat, dann hat er kein Vertrauen in Eure Firma. Okay? Das war
das, was ich über Flows und Havingness sagen wollte.
Nun haben wir hier noch eine ernstere Angelegenheit, und das sind Overts in Bezug auf
Austausch. Und das müßt Ihr unter allen Umständen bei Eurem eigenen Personal vermeiden.
Und Ihr solltet sogar bei Euren Kunden darauf achten. Dies wäre die Kategorie davon,
etwas zu liefern zu versprechen und es dann nicht zu liefern. Einfach das Geld zu nehmen
und dann nicht das Produkt dafür zu geben. Und natürlich ebenso von der Seite Eures
Kunden: wenn er Euch einen ungedeckten Scheck gibt. Und ich sage Euch, ich habe in Europa
in vielen verschiedenen Ländern im Verkauf gearbeitet. Und ich muß sagen, daß die
Deutschen sehr direkt und ehrlich in Bezug auf diese Sache sind, aber in manchen Gegenden
versucht man fast durchgängig, Euch auf einem Flow zu betrügen. Ich habe zum Beispiel
versucht, Dinge in bestimmten Gegenden von Frankreich zu verkaufen, und diese Leute
versuchen, die Bezahlung so lange wie nur irgend möglich hinauszuzögern, manchmal um
Jahre. Gräßlich, da Geschäfte zu machen, finde ich, und sie haben alle möglichen
Entschuldigungen, wie: "Die Wechselbank hat noch nicht ihr Okay gegeben", und so
weiter, und so fort, "Wir können in diesem Land nicht bar bezahlen, wir werden eine
Untersuchung vom Finanzamt bekommen"...alle möglichen Ausreden. Ich fand das heraus,
als ich in den frühen Achtzigern für die Firma, für die ich arbeitete, den Job machte,
dort Außenstände einzutreiben. Ich sollte also diese offene Rechnung in Höhe von 7.000
DM eintreiben, ich sollte es durchziehen, bevor ich die Stadt verließ. Sie stand schon
seit Jahren aus. Die Produkte waren geliefert worden. Und so schlug ich sozusagen mein
Zelt vor der Haustür auf. Und ich drohte mit allen möglichen polizeilichen und
rechtlichen Aktionen und so weiter. Immer wenn sie mir die Tür vor der Nase zuschlagen
wollten, sagte ich: "Okay, ich werde JETZT zur Polizei gehen." Und schließlich
hatten sie es so satt, daß ich die ganze Zeit da stand, oder die Straße hinunter zur
Polizeiwache ging - sie liefen natürlich immer hinter mir her, um mich aufzuhalten, und
sagten: "Warten sie noch einen Moment, warten sie noch einen Moment, in einer halben
Stunde haben wir es vielleicht!" Ich mußte das zwei Tage lang machen. Und
schließlich erreichte ich, daß sie einen Typ, der bei ihnen Buchhalter war, mit mir zur
Wechselbank schickten, und er sprach da mit einem anderen Typ, und sie kriegten das alles
klar und dann bezahlten sie. Dauerte etwa eine halbe Stunde. Wow! So einfach war das, mit
all dem Papierkrieg, den sie da hatten, so einfach. Sie schoben die Schuld auf die Bank
und auf die Volkswirtschaft und auf Ausländer, die einfach daherkommen und hervorragende
Arbeit verrichten. Tatsächlich hatten sie den Kauf nie zur Währungskontrolle eingereicht
und es nie durchgezogen. Und auf diese Art und Weise haben sie ihre Firma geführt. Das
Geld schnell hereinbekommen, und es langsam auszahlen. Ihr seht, was ich meine. Auf diese
Weise wurde nie eine Rechnung aus dem Ausland und selten eine aus dem Inland bezahlt,
höchstens vielleicht nach anderthalb Jahren. Tatsächlich zahlten sie nie an einen
Ausländer, wenn man nicht tatsächlich selber hinging und sie zwang. Ich weiß nicht, wie
Ihr das findet, aber dies ist nicht der Schlag von Leuten, mit denen ich gerne Geschäfte
mache. Dies ist ein eindeutiges Beispiel für Overts in Bezug auf Austausch. Und es gibt
natürlich noch schlimmere, von denen jeder weiß, wie Kriminalität und Diebstahl und so
weiter. Aber ich rate Euch, die Finger davon zu lassen, denn man geht dann wirklich in den
Zuständen nach unten, denn dieses Spiel ist auf den Zustandsformeln gegründet, wie Ihr
im Vortrag über Zustände gehört habt. Und wenn Ihr anfangt, so etwas zu tun und Overts
gegen die Dynamiken begeht, dann werdet Ihr erleben, daß Ihr in einen niedrigeren Zustand
geht. Und es ist schwierig, wieder nach oben zu kommen. Es ist in der Tat so selten, daß
man darüber spricht: "Oh, dieser Verbrecher entschloß sich, alles zu gestehen, und
jetzt ist er ein ganz normaler Geschäftsmann!" Oder er hatte eine heftige Erkenntnis
oder so etwas. Oder er kam nach zwanzig Jahren aus dem Gefängnis und sagte: "Von jetzt
an werde ich anständig sein!" Ich glaube, es ist kein Weg, den man beschreiten
sollte. Es bedeutet, alles von vorne zu beginnen. Overts in Bezug auf Austausch sind also
keine empfehlenswerten Praktiken.
Ende Teil 1