Vom einsamen Wolf zur Scientology

Ich möchte über meine Erfahrungen auf der Brücke und über das Leben davor berichten. Seit drei Jahren bin ich auf der Brücke - von Anfang an bei der Freien Zone.

Mein Leben vor Scientology war auf einen kurzen Nenner gebracht - einsame Suche. Die Suche nach Gleichgesinnten, nach Leuten, die mich verstehen, mit denen ich mich unterhalten kann - Suche nach der Wahrheit. Immer wieder musste ich feststellen, dass es zwischen meinen Freunden und mir nur gemeinsame Schnittmengen gab. Ich fand niemanden, mit dem ich zumindest 50% der Ideen teilte. Es war schrecklich für mich, ich fühlte mich sehr einsam auf diesem Planeten, begann zu glauben, verrückt zu sein. Wie sollten so viele Leute Unrecht haben, wenn sie behaupteten ich halluziniere?

Ich wandte mich der Kunst zu, schrieb meinen Frust, meine antagonistischen Beobachtungen und meine verzweifelten Hilferufe auf geduldiges Papier. Bei den Künstlern konnte ich Verbündete finden, auch sie verstand keiner - doch sie verstanden sich selber nicht und mich auch nicht. Also ließ ich mich niemals ernsthaft auf die Kunst ein. Einer dieser schreibenden Leidgenossen teilte meine Suche nach ... - ja wir wussten eigentlich selber nicht wonach wir suchten. Wir lasen Steiner, Goethe, besuchten Kinos, esoterische Veranstaltungen und Besäufnisse. Er fand es zuerst, eines Abends gestand er es mir: "Ich bin da so bei einer Gruppe und ich möchte, dass Du ein Auge auf mich hast!"

Gesagt, getan. Schnell lernte auch ich diese Gruppe kennen, machte den Kommunikationskurs mit großen Gewinnen, lernte wie man lernt, was für mich nach 13 Jahren Schule und 5 1/2 Jahren Universität bitter nötig war. Mir war klar "Hier bist Du richtig". Meine Ideen und Blickpunkte fanden Bestätigung. In diesem entspannten Raum konnte ich ICH sein, ließ meinen Antagonismus fallen. Ich ging Clear und entdeckte, was ich eigentlich wollte. Kaum war die Adminscale (adminscale = Ziele in verschiedene Schritte untergliedert) geschrieben, manifestierten sich meine Ziele im physikalischen Universum. Nach 2 Jahren Scientology hatten sich fast all meine Träume und Ziele erfüllt: ich dachte, ich will das und das machen und drei Tage später bekam ich einen Anruf, ob ich nicht das und das machen wolle. Nach 2 Monaten interessierte mich ein anderes Projekt und schon tat ich es. Ich entdeckte voller Freude, dass ich mir neue Ziele setzen musste, neue Spiele kreieren und je höher ich auf die Brücke kam, um so größer wurde mein Raum - umso größer die Spiele.

Einer der größten Gewinne für mich ist das immense Anwachsen von Raum. Es ist ein irres Gefühl, wenn Dein Raum und die Wahrnehmung innerhalb dieses Raumes größer wird. Es ist so als ob man vorher nur Tischfußball gespielt hat und nicht laufen konnte, sondern nur an den Stangen gedreht hat und nicht über das Spielfeld hinaus geschaut hat. Und jetzt füllt man plötzlich ein ganzes Stadion, kennt jeden Spieler, Zuschauer, jeden Scheinwerfer, Parkplatzwächter und Grashalm.

Ich auditiere fast täglich und strebe in alle Himmelsrichtungen vorwärts. Meine Suche geht weiter, der Wissensdurst ist noch lange nicht gestillt, ich werde und kann noch sehr viel lernen, aber ich habe ihn gefunden - meinen Weg! Ich danke nicht nur Ron und Bill, ich danke vor allen, denen, die in der Gegenwart die Tech am Leben bewahren und dafür sorgen, dass wir auch noch in den nächsten Generationen diese Tech nicht verlieren.

KW
24.1.1998

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